Dienstag, 26. September 2017


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BZgA rät: Bei Aktivitäten im Freien an den Zeckenschutz denken

Neues Plakat mit aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland

Köln, (lifePR) - Ob Wandern, Picknick, Joggen oder Spielen - wer sich in der Natur aufhält, sollte sich vor Zecken schützen. Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen: in Deutschland hauptsächlich die durch Bakterien ausgelöste Lyme-Borreliose sowie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die durch Viren verursacht wird. Schutz vor FSME bietet eine Impfung. Zu den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland und über die Impfung gegen FSME informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit einem neuen Plakat. 

„Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Menschen, die in einem FSME-Risikogebiet beim Aufenthalt im Freien von Zecken gestochen werden könnten, einen Impfschutz gegen FSME“, erklärt Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin beraten und Ihren Impfschutz überprüfen. Mit dem Plakat der FSME-Risikogebiete unterstützt die BZgA diese Impfberatung.“ Risikogebiete der FSME liegen in Deutschland vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und im südöstlichen Thüringen. Einzelne Risikogebiete gibt es zudem in Mittelhessen (Landkreis Marburg-Biedenkopf), Rheinland-Pfalz (Landkreis Birkenfeld), im Saarland (Saar-Pfalz-Kreis) und in Sachsen (Vogtlandkreis).  
 
Die Hauptübertragungszeit der FSME liegt zwischen April und November, bei mildem Wetter vereinzelt auch im Winter. Im Jahr 2016 wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) insgesamt 348 FSME-Erkrankungen gemeldet. Bei der Hälfte der Betroffenen entzündeten sich Hirnhäute, Gehirn oder Rückenmark. Erwachsene erkranken meist schwerer als Kinder. Zum ersten Mal wurde 2016 auch eine Übertragung der FSME-Viren durch Rohmilch (Ziegenmilch) in Deutschland beobachtet.  
 
Impfung bietet sichersten Schutz vor FSME

Der Aufbau des Impfschutzes gegen FSME erfolgt mit drei Impfungen. Etwa zwei Wochen nach der zweiten Impfung, die ein bis drei Monate nach der ersten Impfung verabreicht wird, besteht in der Regel für mehrere Monate ein ausreichender Schutz. Die dritte Impfung erfolgt dann, je nach verwendetem Impfstoff, nach weiteren 5 bis 12 bzw. 9 bis 12 Monaten.  
 
Bei erneutem oder weiterbestehendem Ansteckungsrisiko sollte der FSME-Impfschutz nach drei Jahren zum ersten Mal aufgefrischt werden. Die nachfolgenden Auffrischungen sind dann alle fünf Jahre erforderlich.

Je nach verwendetem Impfstoff wird Erwachsenen ab 50 bzw. 60 Jahren empfohlen die Impfung alle drei Jahre aufzufrischen.

Wer kurzfristig geschützt sein möchte, kann mit einem verkürzten Schnellschema innerhalb von drei bis fünf Wochen einen Impfschutz für ein bis anderthalb Jahre aufbauen.  
 
Zusätzlicher Schutz vor Zeckenstichen wichtig

Da Zecken weitere Krankheiten wie die Borreliose übertragen können, sollten sich alle, die sich in der Natur aufhalten, auch außerhalb von FSME-Risikogebieten vor Zecken schützen – auch diejenigen, die einen Impfschutz gegen FSME haben. Festes Schuhwerk, lange Hosen und langärmlige Oberteile sowie Insektenabwehrmittel für Haut und Kleidung senken das Risiko, von in Gras, Gebüsch oder Unterholz sitzenden Zecken gestochen zu werden. Nach einem möglichen Kontakt mit Zecken sollten Körper und Kleidung sorgfältig abgesucht und gefundene Zecken schnell entfernt werden.  
 
Mehr Informationen zum Thema:  
 
Plakat mit FSME-Risikogebieten in Deutschland: https://www.bzga.de/infomaterialien/impfungen-und-persoenlicher-infektionsschutz/impfen/?idx=2725  
 
Informationen zu FSME und zur Impfung: www.impfen-info.de  
 
Infografik „FSME-Risikogebiete in Deutschland“: https://www.impfen-info.de/mediathek/infografiken/  
 
Erregersteckbrief FSME (auch in Englisch, Türkisch, Französisch, Russisch und Arabisch erhältlich): www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/fsme/  
 
Erregersteckbrief Borreliose (auch in Englisch, Türkisch, Französisch, Russisch und Arabisch erhältlich): www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/borreliose/  
 
Informatonen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu FSME-Risikogebieten in Deutschland (Stand: April 2017) - Epidemiologisches Bulletin Nr. 17/2017: www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/17/Art_01.html

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