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Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Highspeed-Hilfe: Mit bis zu 230 km/h eilen die "Retter in Orange" zum Einsatzort

Im Jahr 2021 leisteten die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes 15.441 Mal schnelle Hilfe aus der Luft

(lifePR) (Bonn, )
Vor der beeindruckenden Kulisse der Frankfurter Skyline hat der Bund am Mittwoch die Einsatzbilanz der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) präsentiert. Im Luftrettungszentrum von Christoph 2 in der BGU Frankfurt gaben die Partner des Luftsrettungsteams die Einsatzzahlen bekannt: Insgesamt sind die „Retter in Orange“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Jahr 2021 15.441 Mal abgehoben – das sind über 1400 Einsätze mehr als im Vorjahr (14.039).Vor der beeindruckenden Kulisse der Frankfurter Skyline hat der Bund am Mittwoch die Einsatzbilanz der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) präsentiert. Im Luftrettungszentrum von Christoph 2 in der BGU Frankfurt gaben die Partner des Luftsrettungsteams die Einsatzzahlen bekannt: Insgesamt sind die „Retter in Orange“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Jahr 2021 15.441 Mal abgehoben – das sind über 1400 Einsätze mehr als im Vorjahr (14.039).

Insgesamt mehr als 218 Tage in der Luft

Startklar sind die Hubschrauber innerhalb von zwei Minuten. Doch insgesamt waren die Rettungsteams der Luftrettungszentren mit ZSH 5232 Stunden in der Luft. Das sind mehr als 218 Tage am Stück! In dieser Zeit wurden 4.080 Patientinnen und Patienten transportiert. Die meisten Einsätze flog Christoph 29 in Hamburg mit 1900, gefolgt von den beiden Zivilschutz-Hubschraubern in der Alpenregion Christoph 17 in Kempten mit 1585 Einsätzen und Christoph 14 in Traunstein mit 1440. Bei diesen beiden Stationen fielen auch die meisten Sucheinsätze an, Christoph 17 (11), Christoph 14 (19). Die ZSH in Rhein-, Ruhr- und Elbnähe, in Köln, Duisburg und Hamburg haben ebenfalls mehr Sucheinsätze als die anderen Stationen.

Mit dem Abebben der Pandemie steigt die Zahl der Einsätze

Gingen die Einsatzzahlen in den letzten zwei Jahren noch zurück, sind sie nun wieder deutlich gestiegen. Ein Grund: Das öffentliche Leben wurde im Vergleich zu 2020 wieder hochgefahren, Menschen verbrachten wieder mehr Zeit in der Natur und reisten mehr mit dem eigenen Auto durch das Land. Dabei passieren naturgemäß auch wieder mehr Unfälle. Wenn es dann besonders schnell gehen muss, kommen Hubschrauber zum Einsatz: Das BBK und die Bundespolizei unterstützen mit den Zivilschutz-Hubschraubern die Luftrettung in Deutschland. Der Bund hält die orangefarbenen Hubschrauber für den Katastrophen- und Zivilschutzfall vor.

Flotte mit besonderen Aufgaben

Der Bund unterhält eine Flotte von 18 Zivilschutz-Hubschraubern. Zwölf davon starten täglich von zwölf Luftrettungszentren aus bundesweit in den Einsatz. Die übrigen Maschinen dienen als Redundanz für Wartungs- und Reparaturarbeiten. Die ZSH sind Teil des Ausstattungskonzeptes, das der Bund für den Spannungs- und Verteidigungsfall bereithält. Die Hilfe aus der Luft ist ein wichtiger Baustein im Zivilschutz und komplettiert die Spezialfähigkeiten des Bundes. Aufgabe der ZSH ist dabei, Schadenstellen zu erkunden und zu überwachen, Bevölkerungsbewegungen zu beobachten und zu lenken oder Spezialisten und Material in kürzester Zeit an den Einsatzort zu befördern. Des Weiteren können radioaktive Strahlen aus der Luft gemessen und Schwerverletzte oder Erkrankte transportiert werden. Letzteres ist das reguläre Tagesgeschäft der Zivilschutz-Hubschrauber, denn außerhalb von Katastrophen und in Friedenszeiten werden die Helikopter im Luftrettungsdienst eingesetzt.

Christoph 2: Zivilschutz-Hubschrauber seit 50 Jahren

Der Zivilschutz-Hubschrauber Christoph 2 wurde als zweiter ZSH überhaupt am 15. August 1972 offiziell in Dienst gestellt. Seit 2008 startet er vom Landedeck der BGU Frankfurt zu etwa 1.100 Einsätzen jährlich. Der Hubschrauber und sein Team sind in Minutenschnelle startklar, um in einem Einsatzradius von 60 km schnelle Hilfe aus der Luft zu leisten – im Bedarfsfall fliegt er auch darüber hinaus. Die Crew von Christoph 2 rückt am häufigsten zu Verkehrs- und Arbeitsunfällen aus. Im Vergleich zu anderen ZSH ist im Christoph 2 der Anteil der Traumapatientinnen und -patienten am höchsten. Traditionell ist die Luftrettung fester Bestandteil der Versorgung von Unfallopfern im Rhein/Maingebiet. Pro Tag fliegt Christoph 2 durchschnittlich drei bis vier Einsätze. Die Alarmierung erfolgt über die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main, die auch die speziell in der Luftrettung ausgebildeten Notfallsanitäterinnen und -sanitäter (TC-HEMS) stellt. Die Pilotinnen und Piloten stellt bei allen ZSH die Bundespolizei, in Frankfurt die Fliegerstaffel Fuldatal. Die langjährig erfahrenen Notärztinnen und Notärzte kommen aus der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Frankfurt. Dieses eingespielte Team leistet so täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang „Highspeed-Hilfe“ aus der Luft.

Einsatzzahlen 2021 nach Standorten:

• Christoph 2 Frankfurt am Main 1083 
• Christoph 3 Köln 1392
• Christoph 4 Hannover 1262 
• Christoph 7 Kassel 1157 
• Christoph 9 Duisburg 931
• Christoph 12 Siblin 956 
• Christoph 13 Bielefeld 1285 
• Christoph 14 Traunstein 1440 
• Christoph 17 Kempten 1585 
• Christoph 29 Hamburg 1900
• Christoph 34 Güstrow 1103
• Christoph 35 Brandenburg 1347 
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