Lebensmittelrückrufe: Sicherheit der Verbraucher geht immer vor

(lifePR) ( Bonn, )
Zum heute durch die Kampagnenorganisation Foodwatch vorgestellten Bericht "Um Rückruf wird gebeten" erklärt Dr. Marcus Girnau, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbands der deutschen Lebensmittelwirtschaft, Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL):

"Der rechtliche Rahmen ist klar definiert. Wenn von einem Lebensmittel eine Gesundheitsgefahr ausgeht, dann muss es öffentlich zurückgerufen werden. Es liegt im eigenen Interesse der Hersteller, dass sie unter ihrer Marke keine gesundheitsschädlichen Lebensmittel in den Verkehr bringen. Die Sicherheit der Verbraucher geht selbstverständlich immer vor wirtschaftlichem Interesse oder Image. Die engmaschigen Lebensmittelkontrollen der Hersteller funktionieren einwandfrei, denn durch immer bessere und feinere Analysemethoden werden beispielsweise Verunreinigungen - auch im minimalen Bereich - gefunden und notwendige Rückrufe können schneller veranlasst werden.

Sogenannte stille Rücknahmen der Ware aus dem Handel ohne Information der Öffentlichkeit, können dagegen beispielsweise bei Qualitätsabweichungen im Geschmack, Farbe, Konsistenz oder anderem erfolgen. Zum Schutz der Marke und um ihren eigenen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, nehmen Hersteller ihre Produkte dann zurück. Stille Rücknahmen sind also ganz eindeutig kein Instrument bei Gesundheitsgefahr.

Grundsätzlich bewertet die Lebensmittelwirtschaft das Portal

Lebensmittelwarnung sehr positiv, denn es ist ein bundesweit einheitliches und zentrales System, das für einen Multiplikator-Effekt, also eine noch stärkere Verbreitung, der Herstellerrückrufe sorgt. Die Zahlen der Rückrufe sind auch ein Beleg für die grundsätzliche Sicherheit der Lebensmittel in Deutschland. Wir haben 170.000 Produkte im Markt, bei durchschnittlich zwei Rückrufen in der Woche (laut Foodwatch), sind das 0,001 Prozent."
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