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Pressemitteilung BoxID: 616897 (AvD Automobilclub von Deutschland)
  • AvD Automobilclub von Deutschland
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  • 60528 Frankfurt am Main
  • http://www.avd.de
  • Ansprechpartner
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Keine Abschaffung von Benzin- und Dieselmotoren bis 2030!

(lifePR) (Frankfurt am Main, )
Verbrennungsmotoren nicht verteufeln
Auch bei E-Mobilität muss die Senkung der Gesamtemissionen das Ziel sein
AvD wendet sich gegen nationale Alleingänge


Die Stellungnahme des Bundesrates in der Drucksache 387/16 zum Papier der EU-Kommission (COM [2016] 501 final) „Eine europäische Strategie für eine emissionsarme Mobilität“ sieht der Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD) als widersprüchlich hinsichtlich eines vermeintlichen Endes des Verbrennungsmotors bis zum Jahr 2030 an und mahnt zur Besonnenheit.

Der Bundesrat äußert sich in einem Abschnitt über europaweit angenäherte Besteuerung von Fahrzeugen und Kraftstoffen dergestalt, „damit spätestens ab dem Jahr 2030 unionsweit nur noch emissionsfreie PKW zugelassen werden“. In diesem Abschnitt über Abgaben wird ein verlässlicher Rahmen für abgestimmte Investitionssicherheit gefordert.

An anderer Stelle wendet sich der Bundesrat gegen eine verbindliche Einführung von Straßengebühren per Euro-Vignette und einer City-Maut bzw. Fahrverbote für bestimmte KFZ, die als kontraproduktiv gekennzeichnet werden. Zudem wird verlangt, dass der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) von Straßenbenutzungsgebühren ausgenommen wird. Insgesamt unterstützt der Bundesrat die EU-Kommission beim Bemühen, bis 2050 eine emissionsfreie Mobilität in Europa zu erreichen.

Die EU-Kommission will mit ihren Initiativen Chancen im Hinblick auf Innovation und die Entstehung von Arbeitsplätzen forcieren, die emissionsarme alternative Energieträger im Verkehrssektor schaffen. Sie sollen es ermöglichen, Europas Abhängigkeit von Erdölimporten zu verringern. Die Zielvorgaben werden bis zum Jahr 2050 projektiert.

Der AvD hat dem EU-Papier selbst im Übrigen keine Forderung nach Abschaffung von Verbrennungsmotoren bis zum Jahr 2030 entnehmen können.

Der AvD wendet sich gegen eine einseitige Verteufelung der Verbrennungsmotoren und deren Stigmatisierung als einzige Verursacher von für den Treibhauseffekt verantwortlichen Emissionen. Eine Reduzierung des Anteils des Verkehrs lässt die Gesamtbelastung der Emissionen nicht ausreichend zurückgehen. Verfolgt man die Idee der emissionsfreien individuellen Mobilität konsequent, so müsste letztlich gewährleistet sein, dass die bei der Produktion der Fahrzeuge und die zum Fahren benötigte Elektrizität ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Nur so lassen sich die in den Papieren angemahnten Emissions- und Effizienzvorteile realisieren.

Der AvD wendet sich auch gegen den in der Bundesratsstellungnahme angelegten nationalen Alleingang. Nur ein international abgestimmtes Vorgehen ist, wie es die EU-Kommission richtig feststellt, nachhaltiger Mobilität zuträglich. Die deutschen Autofahrer dürfen nicht durch unausgegorene Stellungnahmen verunsichert werden.

Der 1899 als Deutscher Automobilclub DAC gegründete AvD ist als traditionsreichster Automobilclub hierzulande Mitbegründer des Weltverbandes FIA (seit 1904) und von Anbeginn maßgeblich für Verkehrssicherheit, Tourismus und Sport engagiert. Er vertritt die Belange von 1,4 Millionen Mitgliedern und Kunden in allen Bereichen der Mobilität. Der AvD – Pannenhilfe überall!