Donnerstag, 18. Januar 2018


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Der AvD warnt vor einer Schröpfung der deutschen Autofahrer

Frankfurt am Main, (lifePR) - .


Neue Pläne für Maut in der EU und eine deutsche Autobahngesellschaft
AvD: Autofahrer zahlen jetzt schon zu viel
Investitionen in die Zukunft der deutschen Automobilindustrie sind nötig


In den letzten beiden Tagen sind wichtige Entscheidungen auf politischer Ebene getroffen worden, die den Geldbeutel der Autofahrer betreffen. Nach Plänen der EU Kommission sollen Mautsysteme für Pkw in der EU einheitlich auf Erfassung und Abrechnung der gefahrenen Kilometer umgestellt werden. Vorgeschlagen wird, das vorhandene automatische Erfassungssystem für Lastwagen auf alle anderen Fahrzeuge auszuweiten. Bei Berechnung der Gebühr will die Kommission neben den CO2-Emissionen der Fahrzeuge auch Lärm-, Umwelt- und Staubelastungen berücksichtigen. Für E-Fahrzeuge und andere alternative Antriebe soll ein hoher Rabatt eingeräumt werden.

Gleichzeitig haben sich in Deutschland Bund und Länder auf Details der zu gründenden Infrastrukturgesellschaft geeinigt. Die neue GmbH im Besitz des Bundes wird für Planung, Bau und Betrieb der Fernstraßen des Bundes zuständig sein. Die Finanzierung soll vom Bund kommen, hauptsächlich über Pkw- und Lkw-Maut. Die zu gründende Gesellschaft soll für private Finanzierungen in Form von öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP) offen gehalten werden.

Der Automobilclub von Deutschland e. V. spricht sich angesichts dieser Vorhaben gegen weitere Belastungen deutscher Autofahrer aus. Sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern verbuchen die staatlichen Haushalte hohe Überschüsse aus der Besteuerung des Verkehrs, ohne dass in gleichem Maße Gelder zum Erhalt und Ausbau der Infrastruktur zurückfließen.

„Notwendig ist die Entlastung der deutschen Autofahrer, nicht der Aufbau von Systemen für höherer Zahlungen durch Verkehrsteilnehmer“ sagt AvD Generalsekretär Matthias Braun. „Aus Sicht des AvD muss aus dem vorhandenen Geld mehr in die Zukunftsfähigkeit der Mobilität in Deutschland investiert werden.“

Nach einer Studie der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA), dem internationalen Dachverband der Automobilclubs, stehen insgesamt 286,3 Milliarden Euro Einnahmen aus Verkehrsabgaben in den untersuchten EU Mitgliedsländern lediglich 178,4 Milliarden Euro Ausgaben für die Straßennetze gegenüber: Und das Jahr für Jahr. Alleine in Deutschland stehen rund 50 Milliarden jährlichen Einnahmen aus dem Verkehrsbereich lediglich rund 14 Milliarden Ausgaben für die Verkehrsinfrastruktur gegenüber.

Eine stetige, effiziente und nachhaltige Finanzierung von Erhalt und Ausbau der Infrastruktur ist nach Auffassung des AvD aus den von den Autofahrern geleisteten Beiträgen schon heute möglich – einen entsprechenden Willen der Politik vorausgesetzt. Bei der Kassenlage der Verkehrseinnahmen könnte sogar über eine Absenkung der Steuern auf Kraftstoffe nachgedacht werden.

Der AvD macht zudem darauf aufmerksam, dass auch das Straßennetz von Kommunen und Bundesländern mit rund 591.000 km nicht aus dem Blick geraten darf. Gerade dort beweist sich die Qualität der Infrastruktur.

Der AvD setzt sich auch dafür ein, dass mehr Geld in Forschung und Entwicklung neuer Formen der Mobilität fließt, um die deutsche Automobilindustrie mit ihrem ausgeprägten Mittelstand auf hohem Entwicklungsniveau zukunftsfest zu machen.

Der 1899 als Deutscher Automobilclub DAC gegründete AvD ist als traditionsreichster Automobilclub hierzulande Mitbegründer des Weltverbandes FIA (seit 1904) und von Anbeginn maßgeblich für Verkehrssicherheit, Tourismus und Sport engagiert. Er vertritt die Belange von 1,4 Millionen Mitgliedern und Kunden in allen Bereichen der Mobilität. Der AvD – Pannenhilfe überall!

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