Mittwoch, 13. Dezember 2017


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AvD fordert LKW-Tempo 60 auf Brücken

Frankfurt am Main, (lifePR) -
Schwerverkehr schädigt Straßen-Unterbau bis in 12 m Tiefe
Sogenanntes Rutting ist Ursache
AvD: Schadenvermeidung geht vor Transportinteresse


Schwere LKW haben einen erheblichen Einfluss auf den Straßen-Unterbau, Brückenlager und sogar Versorgungsleitungen und Kanalisation. Ursache ist das sog. Rutting, ein Nachschwingen unter Last, das sich wellenförmig ausbreitet und seit Einführung der Luftfederung noch schwerwiegender geworden ist. Wenn schwere LKW auf Brücken schneller als 60 km/h fahren, treten langfristig irreparable Schäden auf.

Interessant ist, dass das „Rutting“ geschwindigkeitsabhängig unterschiedlich schwere Schäden verursacht und die Hauptbelastungen sowohl im niedrigen Geschwindigkeitsbereich bis 30 km/h und oberhalb von 80 km/h auftreten. Dieses sog. „U der Belastung“ legt nahe, Schwerverkehr möglichst zwischen 40 und 80 km/h rollen zu lassen. Wegen der Schwellen an Brücken-Auf- und Abfahrten sollten an zu sanierenden Autobahnbrücken 60 km/h und ein LKW-Abstand von 30 m verordnet und vor allem dauerhaft überwacht werden, um die Brücken vor Zerstörung zu bewahren.

Das Transportinteresse darf nach AvD-Ansicht nicht über die Vermeidung von Schäden gestellt werden. AvD-Messfahrten an den Brückenbaustellen auf der A 45 haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass mehr als 70% der LKW trotz 60 km/h-Limit schneller als 85 km/h fuhren, davon viele bis zu 95 km/h! Das vervielfacht die Schäden, ganz abgesehen von der Gefahr auf den verengten Fahrspuren!

Das Phänomen Straßenschäden durch „Rutting“ und das Nachschwingen von schweren LKW ist unter Fachleuten zwar seit den 80er Jahren bekannt, hat aber keinen Eingang in die Verkehrsregelung gefunden. Jährlich entstehen deshalb Milliardenschäden, die bislang keinem Verursacher zugeordnet, sondern als allgemeiner nutzungsbedingter Verschleiß eingestuft werden. Das vom AvD geforderte Tempolimit von 60 km/h für LKW mit höherem Gewicht als 7,5 Tonnen ist deshalb eine volkswirtschaftlich notwendige Maßnahme.

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