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Pressemitteilung BoxID: 615382 (AutoScout24 GmbH)
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Gebrauchtwagenpreise: Gebremster Preisanstieg trifft auf belebte Nachfrage

(lifePR) (München, ) Nach dem starken Anstieg um 1,5 Prozent im Vormonat, kletterte der Durchschnittspreis im AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) im September nur noch um 0,8 Prozent auf 18.458 Euro (August: 18. 317 Euro). Der Verlauf bei Klein- und Kompaktwagen sowie Mittelklasse und Sportwagen reichte für den moderaten Anstieg, obwohl vier Segmente preislich nachgaben. Das Angebot zeigte sich zum Herbst reduziert, während die Nachfrage vor allem bei teuren Oberklassefahrzeugen und im darunter platzierten Bereich Obere Mittelklasse merklich anzog.

„Der Herbstanfang läutete auch letztes Jahr verstärktes Interesse für die Oberklasse und Obere Mittelklasse ein. Doch innerhalb dieser teuren Segmente sind vor allem die günstigeren Modelle gefragt“, sagt Sebastian Lorenz, Vice President Consumer bei AutoScout24. „Während besonders exklusive Modelle von Jaguar, Bentley oder auch Tesla teils über 60 Prozent weniger nachgefragt wurden, konnten ältere und vor allem günstigere Oberklasse-Limousinen zulegen. Eine Ausnahme gab es im September jedoch: Der besonders leistungsstarke Audi S7 Sportback war das begehrteste Fahrzeug.“

Preisentwicklung: Unentschieden bei der Betrachtung einzelner Segmente

Für die Preissteigerung im September waren nur vier Segmente verantwortlich. Vier weitere Segmente verbuchten dagegen Preisabschläge. Aufgrund der geringeren Bestandszahlen in diesen Segmenten beeinflusste diese Entwicklung den Preis allerdings weniger stark. Zu den Preistreibern gehörten zum einen Kleinwagen mit plus 0,6 Prozent (Durchschnittspreis: 9.713 Euro), zum anderen die Kompaktklasse (+0,6 Prozent, 15.190 Euro). Bei den Kompakten machten insbesondere ältere Modelle teils nicht mehr angebotener Baureihen wie Lancia Delta (+28,3 Prozent), Renault Mégane (+4,7 Prozent) oder Fiat Bravo (+4,3 Prozent) den größten Preissprung. Sportwagen zählten im September wohl auch aufgrund des schönen Wetters mit plus 0,5 Prozent (44.852 Euro) zu den Gewinnern. Mit lediglich 0,4 Prozent fiel die Preissteigerung bei Mittelklasse-Modellen diesmal am geringsten aus (19.233 Euro).

Den preislich größten Verlust verzeichneten im September Modelle aus dem Segment Obere Mittelklasse (-1,9 Prozent, 25.831 Euro). Spitzenreiter hier: Der Schwedenkombi Volvo V70 (-4,2 Prozent), die Sportlimousinen Audi S6/RS6 (-3,3 bzw. 3,1 Prozent) sowie die E-Klasse von Mercedes-Benz. Weniger stark war der Preisrückgang bei der Oberklasse (-0,7 Prozent, 43.059 Euro) und den weiterhin auch gebraucht sehr beliebten SUV/Geländewagen (-0,5 Prozent, 27.692 Euro). Hier durften sich Suchende eines Infiniti EX30 (-5,8 Prozent), des hochgesetzten Allradkombis XC70 (-4,6 Prozent) oder der überwiegend hybridbestückten RX-Serie von Lexus (-4,5 Prozent) über das größte Entgegenkommen der Verkäufer freuen. Der Preis von Vans blieb im September nahezu unverändert (-0,1 Prozent, 16.459 Euro).

Angebotsentwicklung: Reduzierter Bestand in allen Bereichen

Der Bestand verringerte sich über alle Segmente hinweg. Am stärksten betroffen waren Fahrzeuge aus dem Bereich Kleinwagen (-3,9 Prozent) sowie der Kompaktklasse (-2,5 Prozent). Bei den Kleinwagen verringerten sich die Bestandszahlen bei der dritten, seit März 2012 angebotenen Auflage des Fiat Panda (-16,8 Prozent) am stärksten – vor allem durch den subventionierten Abverkauf von Tageszulassungen. Aber auch Fahrzeuge der Kategorie Mittelklasse (-1,5 Prozent), Obere Mittelklasse (-1,4 Prozent), Oberklasse (-0,5 Prozent) und Sportwagen (-2,0 Prozent) wurden vergangenen Monat weniger oft angeboten. Sinkenden Bestand verzeichneten zudem Vans (-0,1 Prozent) und SUV/Geländewagen (-0,8 Prozent). Interessant: Den größten Schwund verzeichneten zwei Modelle, die auch mit den stärksten Preisrückgang aufwiesen: der Infiniti EX (-19,0 Prozent) und der Lexus RX (-12,4 Prozent).

Nachfrageentwicklung: Positiv, aber Kleinwagen mit zweistelligen Verlusten

Sorgte im Vormonat noch der urlaubsbedingte Nachfrageknick in allen Bereichen für einen geruhsamen Sommerausklang, so prägte der mehrheitliche Anstieg bei der Nachfrage den September. Die auch gebraucht oft noch teuren Fahrzeuge der Oberklasse und Oberen Mittelklasse legten am deutlichsten zu (+8,4 und +6,0 Prozent). Innerhalb der Oberklasse zählte ein Power-Audi – Neupreis: ab 83.650 Euro – zu den gefragtesten Fahrzeugen: der Fließhecksportler S7 mit 420 PS (ab 10/2014: 450 PS). Aber auch die Mittelklasse (+2,3 Prozent) und Sportwagen (+2,2 Prozent) legten im September nachfrageseitig zu. Ebenfalls positiv entwickelte sich das Interesse an SUV und Geländewagen. Mit plus 2,1 Prozent stieg die zuletzt etwas abgeflaute Nachfrage nach den hochsitzigen Dauerbrennern zum Herbst hin wieder etwas an. Kleinwagen, Kompaktwagen und Vans stießen dagegen weiterhin auf weniger Nachfrage. Die Kleinwagen verloren (-13,8 Prozent) durch Modellwechsel (Ford Ka, -47,1 Prozent) und die andauernde NOx-Debatte (Mini One D, -45,3 Prozent) überproportional. Aber auch die Vans (-9,1 Prozent) und Kompaktklasse (-4,1 Prozent) stießen auf weniger Interesse.

In unserem Studienbereich finden Sie die Infografik im Format 16:9 zum Download und zur kostenfreien Veröffentlichung. Zudem stehen weitere Zahlen zur Preis- und Nachfrageentwicklung in den einzelnen Fahrzeug- und Alterssegmenten bereit.

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