Dienstag, 24. April 2018


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Tourismus als Wirtschafts- und Standortfaktor braucht "Gute Arbeit" zum Erfolg

Gastro-und Hotelbranche muss Bedingungen für Arbeit und Ausbildung flächendeckend verbessern

Saarbrücken, (lifePR) - Die Arbeitskammer nimmt die positive wirtschaftliche Entwicklung in der Tourismusbranche erfreut zu Kenntnis. Angesichts der massiven Probleme bei der Nachwuchsgewinnung und dem bereits sichtbaren Fachkräftemangel erwartet die Arbeitskammer eine offene Debatte um die Ursachen und mögliche Lösungsstrategien. Deshalb begrüßt die Arbeitskammer auch, dass kürzlich eine bundesweite, länderoffene Ad-hoc-Arbeitsgruppe eingerichtet wurde, deren Federführung beim Saarland liegt. Die Arbeitsgruppe soll bis zur Frühjahrskonferenz der Wirtschaftsminister ein Positionspapier entwickeln, das Handlungsempfehlungen sowohl für die Politik als auch für die Branche enthält.

„Schlechte Ausbildung, geringe Bezahlung, viele Überstunden und mangelnde Perspektiven: Für viele Jugendliche ist eine Ausbildung im Hotel- und Gastgewerbe wenig attraktiv“, so Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer zu der von der Industrie- und Handelskammer veröffentlichten Umfrage im Gastgewerbe. Das belegt auch der vor kurzem vorgestellte jährliche „DGB-Ausbildungsreport“. Danach bewerten angehende Köche, Restaurant- und Hotelfachleute die Ausbildungsqualität und –bedingungen in ihren Berufen erneut teils erheblich schlechter als Auszubildende anderer Branchen.

„Es reicht nicht aus, dass einzelne Betriebe in Bezug auf Ausbildungsqualität und -bedingungen vorangehen. Vielmehr ist es Aufgabe der ganzen Branche, die Rahmenbedingungen für Arbeit und Ausbildung flächendeckend zu verbessern, und so die Attraktivität des Gastgewerbes zu erhöhen, beschreibt Thomas Otto die Situation.

Die Arbeitskammer nimmt die Entwicklungen in der Branche besorgt zur Kenntnis. So wird die Möglichkeit des Hotel- und Gastgewerbes mit dem von der DEHOGA geschaffenen Qualitätssiegel „Top Ausbildung“ als guter Ausbildungsbetrieb zu werben, von den Betrieben so gut wie nicht genutzt. Lediglich drei der rd. 600 ausbildungsberechtigten Betriebe haben sich bisher um das Qualitätssiegel beworben. Auch trägt der Arbeitgeberverband mit seiner Kampagne für noch längere tägliche Arbeitszeiten und für ein Aufweichen des Arbeitszeitgesetzes dazu bei, den Ruf der Branche weiter zu schädigen. Ein „Weiter so“ kann sich die Branche und der damit verbundene Saar-Tourismus nach Meinung der Arbeitskammer nicht länger leisten ohne ernsthaft Schaden zu nehmen.

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