Donnerstag, 23. Februar 2017


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AMEOS Klinikum Halberstadt bestellt Ethik-Komitee für die nächsten drei Jahre

(lifePR) (Halberstadt, ) Komitee für die nächsten drei Jahre benannt. Dieses wurde 2013 gegründet, acht Mitglieder aus verschiedenen Bereichen sind jeweils für eine Legislaturperiode berufen. Das Komitee steht den Ärzten, Pflegenden, Angehörigen und den Patienten selbst im Krankenhaus bei schwierigen ethischen Aspekten der Behandlung beratend zur Seite. Eine bindende Anweisung können die ehrenamtlichen Mitglieder aber nicht geben. Damit soll unnötiger Druck bei der Entscheidungsfindung vermieden werden.

Krankenhausseelsorgerin Kerstin Schenk, Chefarzt Dr. Uwe Sierig, Oberärztin Dr. Karin Fleischer, Oberarzt Dipl.-Med. Michael Schlotterose, Oberarzt Dr. Ulf Schippan, Rechtsanwalt Peter Wolko sowie die Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Birgit Ahrend und Sabine Schlöcker bekamen die Ernennungsurkunde von Krankenhausdirektor Andreas Schultz überreicht. Im Anschluss referierte Prof. Dr. Arved Weimann von der St. Georg-Klinik in Leipzip über das Thema „Ernährung am Lebensende – Medizinische Indikationen, ethische Grenzen“. Weimann betonte, dass nicht alle lebenserhaltenden Maßnahmen die beste Entscheidung im Sinne des Patienten sind. Für ihn war es wichtig, auf die Autonomie des Patienten zu verweisen. Eigenständige Entscheidungen sind, wenn möglich, in jedem Fall abzufragen. Eine sogenannte Fatique (Erschöpfungssyndrom vor allem während Krebserkrankungen) oder eine Depression müssen sehr klar vom Nicht-mehr-Leben-wollen des Patienten unterschieden werden. Erstgenannte können medikamentös beziehungsweise auch psychotherapeutisch behandelt werden. Möchte der Patient nicht mehr leben, können er und seine Angehörigen beziehungsweise das behandelnde Personal sich an das Ethik-Komitee wenden.

Als Fazit zog Weimann: „Manchmal bleibt der Arzt am Ende mit seinem Gewissen alleine. Aber das muss nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein.“

 

 

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