Mittwoch, 22. November 2017


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Alt, krank, und psychisch belastet - Psychotherapie hilft

Fachsymposium "Psychotherapie in der Geriatrie" im Albertinen-Haus

Hamburg, (lifePR) - Wer über 75 Jahre alt und körperlich krank ist und dazu psychische Probleme hat, findet kaum psychotherapeutische Hilfe. Zu diesem Schluss kommen Untersuchungen aus der Medizinisch-Geriatrischen Klinik des Albertinen-Hauses - Zentrum für Geriatrie und Gerontologie in Hamburg-Schnelsen. Bis zu 30 % der dort behandelten hochbetagten Patienten leiden zusätzlich zu mehreren körperlichen Erkrankungen an einer deutlichen psychischen Störung, ca. die Hälfte davon an einer Demenz. Neben Depressionen sind dies besonders Schwierigkeiten, Verluste und Einschränkungen anzunehmen. "Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass Psychotherapie in vielen Fällen auch im hohen Alter hilft, alte Menschen aber nur sehr selten den Weg in eine Behandlung finden" sagt PD Dr. Reinhard Lindner, Oberarzt für Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie am Albertinen-Haus: "Wir müssen die Situation alter und hilfsbedürftiger Menschen verbessern".

Vom 27.-28. September 2013 findet deshalb im Albertinen-Haus erstmalig ein wissenschaftliches Symposium zum Thema "Psychotherapie in der Geriatrie" statt. Gefördert von der Robert Bosch Stiftung treffen sich über zwei Tage Geriater, Psychotherapeuten, Psychiater und Wissenschaftler, um den aktuellen Stand des Wissens auszutauschen und neue Wege zu diskutieren, wie die Versorgung alter Menschen diesbezüglich verbessert werden kann. Vertreter von Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, Neuropsychologie, Musik- und Tanztherapie zeigen, wie vielfältig therapeutische Möglichkeiten sind.

Ältere wünschen zunehmend kompetente psychotherapeutische Hilfe. Gerade die Gruppe der "Kriegskinder und -jugendlichen" erlebt mit dem Älter- und Krankwerden psychische Belastungen, die auf Traumatisierungen durch Bomben, Flucht, Vergewaltigung und Verlust zurück geführt werden und psychotherapeutisch behandelt werden können. "Bei der Behandlung körperlicher Erkrankungen unserer alten Patienten müssen wir auch deren psychische Probleme angemessen berücksichtigen " sagt Prof. Dr. Wolfgang von Renteln-Kruse, Chefarzt der Medizinisch-Geriatrischen Klinik im Albertinen-Haus - Zentrum für Geriatrie und Gerontologie, das wissenschaftliche Einrichtung der Universität Hamburg ist.

Albertinen-Diakoniewerk e.V.

Das Albertinen-Diakoniewerk e.V. wurde 1907 von der Oberin Albertine Assor gegründet und ist heute der größte diakonische Krankenhausträger in Hamburg.

Es betreibt in der Albertinen-Gruppe das Albertinen-Krankenhaus und das Albertinen-Haus - Zentrum für Geriatrie und Gerontologie in Hamburg-Schnelsen, das Zentrum für Psychische Gesundheit (ZPG) in Hamburg-Eimsbüttel, das Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus, die Residenz am Wiesenkamp, das Feierabendhaus sowie das Diakonie-Hospiz Volksdorf in Hamburg-Volksdorf.

In den Kliniken der Albertinen-Gruppe werden jährlich über 90.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Bald 1000 stationäre Krankenhausbetten und 64 teilstationäre Plätze sowie 24 Plätze in der ambulanten geriatrischen Rehabilitation werden vorgehalten. Darüber hinaus stehen 40 Plätze für die gezielte Betreuung demenzkranker Menschen (Max Herz-Haus), 16 Hospizplätze, 183 Plätze in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie 349 Wohneinheiten in Seniorenwohnanlagen zur Verfügung.

Zur Albertinen-Gruppe gehören auch die Albertinen-Schule als zentrale Ausbildungsstätte für die Generalisierte Pflegeausbildung und den dualen Studiengang Pflege (in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg) mit 144 Plätzen, zwei ambulante Pflegedienste, eine Akademie für Fort- und Weiterbildung, zwei Kindertagesstätten mit insgesamt 214 Plätzen sowie weitere Einrichtungen für Patienten und Mitarbeiter. Gewerbliche Betriebe innerhalb der Albertinen-Gruppe sind unter anderem die Albertinen-Services GmbH und die Albertinen-Zentrale Dienste GmbH.

Die Albertinen-Stiftung fördert die Arbeit des Albertinen-Diakoniewerks und unterstützt humanitäre und soziale Projekte.

Die rund 3.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Albertinen-Gruppe erwirtschaften einen Gesamtumsatz von rund 200 Millionen Euro.

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