Auf das richtige Pferd gesetzt

medius Klinik NÜRTINGEN digitalisiert EKG-Management mit ORBIS

(lifePR) ( Bonn, )
Mit dem Erreichen des EMRAM Level 6 der HIMSS hat die medius Klinik NÜRTINGEN eine sehr hohe IT-Durchdringung nachgewiesen. Gelungen ist das standort- und abteilungsübergreifend mit ORBIS – bis in das EKG-Management hinein.

Am 1. Oktober 2001 hat die medius Klinik NÜRTINGEN ORBIS in Betrieb genommen. Heute ist es klinikweit in allen medizinischen Abteilungen, in der Finanzbuchhaltung und der Materialwirtschaft im Einsatz. „Das verdeutlicht unseren Ansatz, möglichst viele Prozesse in ORBIS abzubilden“, sagt Sascha-Niko Streicher, Leiter Informationstechnik in NÜRTINGEN, und erläutert: „Wir stecken unsere Arbeitszeit lieber in die Abstimmung mit dem Anbieter und den späteren Anwendern, als in Schnittstellen. Und der Erfolg gibt uns Recht. Wir stehen heute da, wo wir stehen, gerade weil wir die Systemgrenzen im Prinzip nicht verlassen haben. Für uns ist der integrative Ansatz der beste.“

Das Motto der medius KLINIKEN lautet „Miteinander“. Das gilt nicht nur unter den Fachabteilungen, sondern auch bei den Industriepartnern. „Mit ihnen setzen wir auf einen partnerschaftlichen Umgang, denn gemeinsam kommt man weiter“, sagt Streicher. „Und das klappt mit Agfa HealthCare sehr gut.“ Als Beispiel nennt der IT-Leiter die Befundung von Endoskopien nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). „Für diesen Bereich haben wir einen interdisziplinären Arbeitskreis aus Agfa HealthCare, IT und den Medizinern gebildet, der Anforderungen diskutiert und schließlich eine Lösung geschaffen hat.“

Passt es fachlich, dann ORBIS

Obwohl Module von ORBIS bei einer Anschaffung bevorzugt betrachtet werden, sind sie dennoch nicht automatisch gesetzt. „Wir nehmen immer zuerst die fachlichen Anforderungen auf und erstellen dann ein Pflichtenheft. Dagegen prüfen wir die Option in ORBIS. Passt es, wird die Lösung beschafft“, erläutert Stefan Hofmann, Teamleiter Klinische Informationssysteme, das Vorgehen. Er ist sich aber bewusst, dass Speziallösungen funktional vielleicht ausgereifter sind. „Dann halten wir die Vorteile einer nahtlosen Integration in die übergeordneten Prozesse dagegen.“ „Und wir haben vielfach den Beweis erbracht, dass die Integration gut funktioniert und Vorteile für die Arbeitsabläufe bringt. Aus diesem Grund verzichten selbst Mediziner gerne auf Speziallösungen“, ergänzt Joachim Bischoff, Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin. „Am Ende gilt dann: Never touch a running system – zumindest nicht, wenn es so gut funktioniert wie ORBIS.“

Generell kommt diese Sichtweise auch der Jobauffassung von Streicher entgegen. „Die IT ist dann stark, wenn sie sich mit den Prozessen beschäftigt, und nicht nur IT-Systeme aufsetzt. Voraussetzung für unsere Arbeit ist in meinen Augen ein Verständnis der klinischen Workflows. Nur dann können wir auch ein funktionales Gesamtsystem aufbauen. Wir machen keine IT aus dem Elfenbeinturm“, so der Abteilungsleiter.

Diese Art der Arbeit führt dann auch zu einem engen und beständigen Austausch mit den Anwendern. Miteinander wurde so – mit Unterstützung von Agfa HealthCare – eine digitale Intensivkurve entwickelt, die die klinischen Anforderungen genau erfüllt und nahtlos in den Workflow von ORBIS integriert ist. Der Vorteil: Alle Bilder und Befunde aus dem EKG, dem Ultraschall und der Endoskopie sind jederzeit aus der digitalen Fieberkurve heraus abrufbar – am PC oder mobil während der Visite. „Das spart immens Zeit. Früher mussten wir beispielsweise die EKG-Kurven auf Papier häufig suchen; heute öffnen wir sie mit einem Klick“, freut sich Bischoff.

EKG-Management einfach, schnell und effektiv

Das EKG dient bei vielen Patienten als Basis der Befundung. In der medius Klinik NÜRTINGEN werden an fünf Geräten jedes Jahr bis zu 12.000 EKGs geschrieben. Das verdeutlicht die Bedeutung eines digitalen EKG-Managements. „Hinzu kommt, dass wir in NÜRTINGEN keine Kardiologen haben, die arbeiten in Kirchheim. Heute rufe ich bei Fragen den Kollegen dort an, er öffnet das EKG an einem PC und wir tauschen uns aus. Binnen weniger Minuten habe ich dann meine Antwort“, sagt der Oberarzt. Auf diesem Wege kann auch schnell über eine Schrittmacherindikation oder Koronarangiografie entschieden werden. In der Vergangenheit wurden die EKGs gefaxt.

Und wie haben die Mitarbeiter die Umstellung verkraftet? „Problemlos, weil sie gut vorbereitet waren“, sagt Hofmann. „Wir sind im Vorfeld von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz gegangen und haben die Arzthelferinnen und Pflegekräfte in der Sprechstunde der Inneren Medizin und der Notaufnahme eingewiesen. Die Einführung der Ärzte hat Herr Bischoff übernommen.“ Zusätzlich haben alle Ärzte eine E-Mail bekommen, in der anhand von Screenshots der Ablauf einer EKG-Befundung und die einzelnen Werkzeuge genau beschrieben wurden. Da die EKGs im Hause lediglich von Ärzten der Inneren Medizin befundet werden, war der Kreis recht klein.

Der Workflow im ORBIS EKG-Management ist auch denkbar einfach. Nach der Anforderung in ORBIS wird ein Worklist-Eintrag in IMPAX, dem PACS von Agfa HealthCare, generiert. Diese ruft der Server der Gerätefirma ab und leitet sie an die EKG-Geräte weiter. Dort wählt die Pflegekraft den Patienten aus, schreibt das EKG und markiert es am Gerät als erledigt. Daraufhin überträgt das EKG-Gerät seine Daten wieder an den Server der Gerätefirma und löscht den Worklist-Eintrag. Danach werden die Daten zurück ans PACS übermittelt – das Ruhe-EKG direkt als DICOM-Objekt, das Rhythmus-EKG als DICOM encapsulated PDF. Zusätzlich übermittelt das EKG-Gerät eine erste Interpretation per ORU via PACS an ORBIS. Die EKG-Kurven selbst werden in IMPAX gespeichert und können wie Röntgenbilder und Ultraschallaufnahmen auch klinikweit über den Universalviewer XERO betrachtet werden.

Universelle Verfügbarkeit aller Informationen

„Mit dieser Arbeitsweise sehe ich die EKG-Kurve genau so wie früher auf dem Papierausdruck“, sagt Bischoff. „Allerdings kann ich sie deutlich schneller und einfacher auswerten. Wo wir früher zum Vermessen der Abstände manuell den Zirkel angelegt haben, geschieht das heute elektronisch. So können wir erkennen, ob der Herzrhythmus regelmäßig oder unregelmäßig ist.“ Mit einem anderen Werkzeug werden die Höhe der Ausschläge sowie die Abstände zwischen den Vorhof- und Kammerkomplexen exakt bestimmt – schließlich geht es bei der Einschätzung von Herzrhythmusstörungen um Millisekunden. Zudem kann die Ansicht beliebig vergrößert und verkleinert werden, um einen noch besseren Überblick über die EKG-Kurve zu bekommen.

Neben den EKG-Kurven kann der Arzt während der Befundung die gesamte Historie eines Patienten inklusive sämtlicher Vorbefunde und Bilder öffnen. „Die Betrachtung des Verlaufs ist ganz entscheidend für die Einschätzung, und die ist im PACS ganz einfach möglich, da alle EKGs zu einem Patienten chronologisch aufgeführt werden“, erläutert Bischoff einen weiteren Vorteil der digitalen Arbeitsweise. Letztendlich spart sie nicht nur Zeit, sondern verbessert auch die Behandlungs- und Versorgungsqualität deutlich.

Die universelle Verfügbarkeit der Daten bietet neue Möglichkeiten im Austausch zwischen den Ärzten. So können nicht nur standortübergreifend Ratschläge eingeholt werden, sondern auch innerhalb der Häuser. „Junge und noch wenig erfahrene Assistenzärzte stellen mir häufig die Frage, ob ein EKG auffällig ist“, sagt Oberarzt Joachim Bischoff. „Dann kann ich mir das, selbst wenn ich gerade in einem anderen Arbeitsbereich bin, schnell ansehen und meine Einschätzung geben. Früher musste ich mich dazu mit dem Assistenten treffen, sprich: Einer musste laufen.“

Nach der erfolgreichen Einführung von ORBIS EKG-Management in der medius Klinik NÜRTINGEN soll es noch in diesem Jahr an den anderen zwei Standorten ausgerollt werden. „Auch die Herzschrittmacherdokumentation wird dann nacheinander in Ostfildern-Ruit und Kirchheim eingeführt“, so Stefan Hofmann.

Ein strategisches Ziel ist es, die bestehenden Partnerschaften mit Zuweisern zu festigen und zu vertiefen. Dazu plant die medius Klinik NÜRTINGEN mit Engage Suite von Agfa HealthCare. „Die Digitalisierung hilft uns trotz der verteilten Standorte massiv, schnell und effizient zusammenzuarbeiten. Genau das wollen wir nun im Austausch mit unseren Einweisern etablieren“, sagt Sascha-Niko Streicher.
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