Montag, 20. August 2018


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Goldener Herbst belebt regionalen Arbeitsmarkt

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Oktober

Potsdam, (lifePR) - Die anhaltende Herbstbelebung hat im Oktober zu einem erneuten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam geführt. Insgesamt 24.037 Menschen waren diesen Monat arbeitslos, 374 weniger als im September und 689 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote lag bei 7,3 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte niedriger als im September. Vor genau einem Jahr rangierte sie bei 7,7 Prozent.

"Natürlich profitieren alle wetterabhängigen Wirtschaftszweige von diesem milden und goldenen Herbst", erklärt Edelgard Woythe, Leiterin der Potsdamer Arbeitsagentur. So könne auf dem Bau noch uneingeschränkt gearbeitet werden, auch das Hotel- und Gaststättengewerbe erfahre dank des Wetters eine verlängerte Saison. "Der Fehlstart im Frühling kann so ein stückweit kompensiert werden", so Woythe.

Trotzdem würden schon erste Vorboten die anstehende kalte Jahreszeit ankündigen. So komme es bereits zu saisonbedingten Arbeitslosmeldungen. Neueinstellungen auf dem Bau würden sich momentan höchstens auf das Tätigkeitsfeld des Innenausbaus beziehen.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es hier jeden Monat viel Bewegung.

So meldeten sich 5.548 Menschen im Oktober arbeitslos. Dies waren 263 mehr als im September und 131 weniger als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, stellt sich ein ähnliches Bild dar: Mit 1.861 Meldungen lag der Wert über dem Vormonats- (+ 18,6 Prozent) und leicht unter Vorjahresniveau (-0,3 Prozent). 162 kamen im Oktober direkt aus einer Selbständigkeit. 105 junge Menschen mussten sich direkt nach einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung arbeitslos melden. Das entspricht einer Veränderungsrate von -7,9 Prozent zum Vorjahr.

Seit Jahresbeginn meldeten sich 55.030 Menschen arbeitslos - 1,6 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Dem gegenüber konnten 5.935 Personen im Oktober ihre Arbeitslosigkeit been-den. Dies waren 38 weniger als im September und 190 Personen mehr als im Oktober 2012. 2.075 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, darunter 175 eine selbständige (+41,1 Prozent zum Vorjahr). Positiv hervorzuheben ist, dass die direkten Abmeldungen in Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt (absolut 1.699) sowohl zum Vormonat (+17), als auch zum Vorjahresmonat (+87) zunahmen.

In den ersten zehn Monaten des Jahres meldeten sich insgesamt 56.646 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab - 344 mehr als vor einem Jahr.

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, ging die Arbeitslosigkeit diesen Monat ähnlich stark zurück.

Die Agentur für Arbeit betreute 6.999 Arbeitslose. Das waren 89 weniger als im September und 160 weniger als im Oktober vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 17.038 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 285 weniger als im September und 529 weniger als vor Jahresfrist.

Der Stellenmarkt

2.515 Stellen waren im Oktober vakant. Das waren 109 weniger als im September und 236 weniger als im Vorjahr. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 826 Jobangebote - 227 weniger als im Vormonat und 208 weniger als im Oktober 2012. Seit Jahresbeginn wurden 9.656 Vakanzen angezeigt - das entspricht einem Rückgang um 2.148 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Offene Stellen gibt es derzeit in vielen Bereichen. Weiterhin händeringend gesucht werden Fachkräfte im Gesundheitswesen, speziell in der Altenpflege. Da der Bedarf hier kaum gedeckt werden kann, werden seitens der Arbeitsagentur berufsbegleitende Umschulungen von Pflegehelfern initiiert. Zudem kommt es immer häufiger zur Einstellung ausländischer Pflegekräfte (z.B. aus Spanien und Polen).

Auffällig ist zudem, dass sich insbesondere in der Landeshauptstadt in den letzten Monaten eine vergleichsweise hohe Nachfrage nach Steuerfachangestellten abgezeichnet hat.

Eher angespannt ist die Lage im Bereich der Metallverarbeitung, im Maschinenbau und der Automobilindustrie zu bewerten. Hier kam es im Berichtsmonat kaum zu neuen Einstellungen.

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.

Im Oktober umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 31.429 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 9,5 Prozent. Im September hatte sie 9,6 und im Oktober 2012 9,9 Prozent betragen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Arbeitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden 7.360 Teilnehmer gefördert (+22 zum Vormonat und -509 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbständigkeit) wurde bei 1.266 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 2.021 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.110 Menschen wurden bei der Berufswahl und während der Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung.

1.332 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

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