Montag, 23. Oktober 2017


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Zahl der Einpendler nach Sachsen gestiegen

Neue Pendlerstatistik der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2014

Chemnitz, (lifePR) - Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Einpendler auf das bisher höchste Niveau seit 15 Jahren gestiegen. Insgesamt haben 93.000 Frauen und Männer aus anderen Bundesländern in Sachsen gearbeitet. Gleichzeitig haben 131.900 Sachsen verlassen, um einer Beschäftigung außerhalb des Freistaates nachzugehen. Damit liegt der Pendlersaldo in Sachsen immer noch im negativen Bereich – es verlassen mehr Menschen den Freistaat für die Arbeit, als jene die für eine Beschäftigung einpendeln.

„Sachsen wird zunehmend attraktiver und gewinnt als Ort zum Arbeiten an Bedeutung“, sagte Dr. Klaus Schuberth, Chef der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Im Juni 2014 haben 93.001 Frauen und Männer ihren Wohnort verlassen, um in Sachsen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachzugehen. Die meisten Einpendler kommen aus Sachsen-Anhalt (32.806 oder 35,3 Prozent aller Einpendler), Thüringen (19.839 oder 21,3 Prozent aller Einpendler) und Brandenburg (16.783 oder 18 Prozent aller Einpendler). Auf Platz vier der Herkunftsländer für sächsische Einpendler kommt Bayern (5.253 oder 5,6 Prozent aller Einpendler). Nur wenige Einpendler kommen aus dem Saarland, Bremen und Hamburg. Hier liegt der Anteil der an den Einpendlern bei jeweils 0,1 Prozent und 0,6 Prozent.

Im Vergleich zum Jahr 2013 ist die Zahl der Einpendler um 4.011 Frauen und Männer oder 4,5 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg ist auf die guten Arbeitsmarktchancen in Sachsen zurückzuführen und ein Grund für den Beschäftigungsanstieg im vergangenen Jahr.

Wenn es um Arbeit geht, ist Pendeln aus Sicht des Arbeitsmarktes normal. Immer mehr Menschen fahren mit dem Auto, Pkw oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. „Schon immer bestehen über Ländergrenzen hinweg Austauschbeziehungen mit den benachbarten Regionen - unabhängig von politischen Grenzen. Ausschlaggebend für das Pendeln sind die Beschäftigungsmöglichkeiten und die Attraktivität der Jobs im Vergleich zwischen der Heimatregion und Zielregion. Eine gute Verkehrsinfrastruktur unterstützt das Pendelverhalten“, so Schuberth.

Im Juni 2014 haben 131.858 Menschen ihren Wohnort Sachsen verlassen, um in anderen Bundesländern zu arbeiten. Die meisten Auspendler arbeiteten in Bayern (27.284 oder 20,7 Prozent aller Auspendler), in Sachsen-Anhalt (21.976 oder 16,7 Prozent aller Auspendler) und Thüringen (16.168 oder 12,3 Prozent aller Auspendler). Aber auch nach Brandenburg (15.763 oder zwölf Prozent aller Auspendler), Nordrhein-Westfalen (11.573 oder 8,8 Prozent aller Auspendler) und Baden-Württemberg (10.878 oder 8,2 Prozent aller Auspendler) pendeln Frauen und Männer aus Sachsen. In die Länder Bremen, Saarland und Mecklenburg-Vorpommern hingegen pendeln Vergleichsweise wenige Sachsen. Hier liegt der Anteil an allen Auspendlern bei 0,3 Prozent, 0,4 Prozent und 0,8 Prozent.

Im Vergleich zu 2013 ist die Zahl der Auspendler um 297 Menschen oder 0,2 Prozent gestiegen und liegt damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

In der Entwicklung der Ein- und Auspendlerzahlen zeigt sich, dass in Sachsen bereits immer ein negativer Pendlersaldo zu verzeichnen war. Das heißt, es haben mehr Menschen das Land zum Arbeiten verlassen, als in den Freistaat gependelt sind. Mit aktuell pendeln 93.001 Einpendlern und 131.858 Auspendlern liegt der Pendlersaldo bei minus 38.857. Das ist der geringste Pendlersaldo seit dem Jahr 2000 und beweist, dass der sächsischen Wirtschaft immer noch reichlich Fachkräftepotenzial verloren geht. Denn über neunzig Prozent der Auspendler sind Fachkräfte mit einer betrieblichen oder akademischen Ausbildung.

Um künftig Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten, sind Arbeitgeber gut beraten, wenn sie sich attraktiv aufstellen. „Sicherlich spielt hier die Vergütung eine entscheidende Rolle, aber auch Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Kinderbetreuungsmöglichkeiten, betriebliche Weiterbildungsangebote, Gesundheitsmanagement und flexible Arbeitszeitmodelle werden in Entscheidungsprozesse der Arbeitnehmer zunehmend eingebunden“, erklärt Schuberth abschließend.

Fakten zu den Pendlern (als Grafik in der Anlage):

Die meisten Einpendler kommen aus Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Bayern
Die meisten Auspendler fahren nach Bayern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg
Die Zahl der Einpendler steigt auf den höchsten Stand seit 1999
Die Zahl der Auspendler verbleibt auf dem Niveau der vergangenen sechs Jahre
Der Pendlersaldo erreicht geringstes Niveau seit 14 Jahren
Auf Länderebene hat Sachsen auch positive Pendlersalden
Die meisten Auspendler arbeiten in der Bundeshauptstadt Berlin, dem Saalekreis und der Stadt Halle
Über 90 Prozent aller Auspendler sind Fachkräfte
Jeder Dritte Auspendler ist älter als 50 Jahre

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