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Pressemitteilung BoxID: 342565 (1. FFC Frankfurt e. V.)
  • 1. FFC Frankfurt e. V.
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Der 1. FFC Frankfurt freut sich mit seinem starken Nachwuchsteam auf den Start in die neue B-Juniorinnen-Bundesliga

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Dem deutschen Frauenfußball ist ein weiterer wichtiger Schritt gelungen: An diesem Samstag startet die B-Juniorinnen-Bundesliga in ihr erstes Spieljahr und der 1. FFC Frankfurt beginnt gleich um 14.00 Uhr mit einem Heimspiel im Frankfurter Stadion am Brentanobad gegen den VfL Sindelfingen. Neben dem FFC-Vorsitzenden Bodo Adler und allen Vorstandsmitgliedern wird auch FFC-Manager Siegfried Dietrich der Bundesliga-Premiere der FFC-Youngsters beiwohnen. Der Eintritt für sämtliche Heimspiele wird frei sein!

Die neue Liga soll jungen Spielerinnen bereits früh die Möglichkeit geben, sich Woche für Woche in einer Bundesspielklasse sportlich zu messen. Bisher wurden die Spitzenvereine in ihren jeweiligen Landesverbänden nur bedingt gefordert: Der 1. FFC Frankfurt beendete zum Beispiel die Hessenliga 2011/12 ohne Punktverlust mit 164:9 Toren, was einem Tore-Schnitt von 6,5:0,3 entspricht. Nicht gerade förderlich, um die Qualität der Leistungen zu steigern. Aber nur über die Hessenliga konnte sich der 1. FFC Frankfurt für den Kampf um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren, in der dann gleichwertige Teams aufeinandertrafen.

Ähnlich erging es auch den anderen Spitzenteams in den Landesverbänden. Deshalb hat der DFB genau zur richtigen Zeit reagiert. "Die vergangenen Europa- und Weltmeisterschaften haben gezeigt, dass die Leistungsgrenze im Frauen- und Mädchenfußball dichter geworden ist. Die anderen Nationen haben aufgeholt. Wenn wir konkurrenzfähig bleiben wollen, müssen wir dafür sorgen, dass unsere Talente schon im U17-Bereich kontinuierlich auf hohem Niveau im Spielbetrieb sind", erklärte die DFB-Direktorin und ehemalige FFC-Nationalspielerin Steffi Jones die Einführung der U17-Bundesliga. "Diesen Schritt begrüßen wir sehr. Unser Ziel war und ist es, die Talente optimal auf die künftigen Aufgaben in der Bundesliga oder 2. Bundesliga vorzubereiten und sie entsprechend auszubilden. Mittel- und langfristig ist es unser Bestreben, nicht nur bei den Frauen, sondern auch bei den Mädchen eine führende Rolle in Deutschland zu spielen", freut sich FFC-Manager Siegfried Dietrich auf die neue Klasse, in der das Engagement des 1. FFC Frankfurt auch vom FFC-Trikotsponsor Commerzbank unterstützt wird.

30 Vereine wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Der 1. FFC Frankfurt spielt in der Südgruppe mit dem SV Alberweiler, Eintracht Frankfurt, SV Frauenbiburg, SC Freiburg, TSG 1899 Hoffenheim, Bayern München, 1. FC Nürnberg, VfL Sindelfingen sowie ETSV Würzburg. Die beiden Teams am Tabellenende werden absteigen, die beiden Top-Teams der Südgruppe werden mit dem Nord/Nordost- sowie dem West/Südwest-Meister die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft bestreiten. Welche der drei Staffeln zwei Teams ins Halbfinale bringen darf, wechselt Jahr für Jahr.

Der 1. FFC Frankfurt geht in die neue B-Juniorinnen-Bundesliga gut gerüstet. "Wir spielen und trainieren unter ähnlichen Bedingungen wie die Frauen. Der Trainerstab besteht wie in der Frauen-Bundesliga mit Chefcoach Sascha Glass, den Co-Trainern Marcus Dixel und Mira Krummenauer sowie Torwart-Trainer Mathias Bolz aus einem Quartett, es wird dreimal wöchentlich auf dem Platz und einmal in der Kalbacher Leichtathletikhalle trainiert. Die Mannschaft wurde nach monatelangem Scouting, regional wie überregional und vor allem positionsbezogen, deutlich verstärkt", erklärte der für die sportliche Koordination zuständige Kai Rennich.

Der Bundesliga-Kader umfasst 26 Akteurinnen, die jedoch beim Auftakt am Samstag (14 Uhr, Stadion am Brentanobad) nicht alle dabei sein können. Julia Matuschewski erlitt im Mai bei der Nationalmannschaft einen Kreuzbandriss. Die gleiche Verletzung erwischte vor kurzem Michaela Drescher. Später soll zur Mannschaft auch Nationalspielerin Alina Ortega Jurado zustoßen, die vorläufig bei ihrem Heimatverein TSG Wieseck bei den Jungs spielt. "Das ist keineswegs einmalig", sagt Kai Rennich. "Einige U17-Topspielerinnen in Deutschland wählen den Weg und spielen bei den Jungs. Das macht die künftige Bundesliga unberechenbar. Wer weiß, ob alle starken Spielerinnen der Jahrgänge 1996 bis 98 auch bei den B-Juniorinnen spielen werden. Für uns heißt es, erst einmal die Liga zu beobachten. Und danach zu entscheiden, ob wir die besten Spielerinnen des Jahrgangs 1996 in der Mannschaft lassen, oder sie, im Falle, dass die B-Juniorinnen-Bundesliga vom Niveau her nicht ganz die Erwartungen erfüllt, in der 2. Frauen-Bundesliga einsetzen werden, damit sie mehr gefordert werden."

Über die Gegner lässt sich derzeit wenig sagen. Niemand weiß, mit welchem Jahrgang die Teams dann wirklich antreten. Sehr stark sein wird sicherlich der amtierende Deutsche B-Juniorinnen-Meister TSG 1899 Hoffenheim. Auch die Frauen-Bundesligisten Bayern München und SC Freiburg sollen nach den bisherigen Ergebnissen recht starke Teams zusammengestellt haben. "Wir schauen nicht auf die Konkurrenten, sondern konzentrieren uns auf die eigene Stärke", sagt Cheftrainer Sascha Glass. "Wir haben die eine oder andere neue Spielerin im Kader sowie mit Celina-Michelle Beuter und Samantha Herrmann zwei Spielerinnen aus dem 98er-Jahrgang", erklärt der Coach, der einige Juniorinnen- Nationalspielerinnen aufbieten kann. Die Tore verhindern sollen Cara Bösl und die vom Liga- Konkurrenten VfL Sindelfingen gekommene U17-Nationaltorhüterin Miriam Hanemann. Miriam Hanemann - wird wie einige Athleten aus anderen Sportarten - im Sport-Internat wohnen und die Carl-von-Weinberg-Schule besuchen. "Es wird nicht bei der einen Internatlerin bleiben. Künftig werden wir die Kooperation stärker angehen und wollen mehr Top-Talente im Internat unterbringen", erklärt Kai Rennich. Das ist auch genau das, was der DFB erreichen will. "Eines der Ziele der neuen Bundesliga ist es, die medizinische Betreuung und die Entwicklung der Spielerinnen in der Schule zu fördern", so Steffi Jones.

Die aus dem hessischen Gladenbach stammende Abwehrspielerin Jeanine Stöfhas wollte der 1. FFC Frankfurt schon vor einem Jahr verpflichten, doch da entschloss sie sich, in das Potsdamer Internat zu wechseln. Nun meldete sie sich in Frankfurt und wird den FFC verstärken, ebenso wie die vom FV Biebrich 02 gekommene Abwehrspielerin Lucienne Loy. Hinzu kommen zwei am Brentanobad bereits bewährte Nationalspielerinnen: Mittelfeldspielerin Saskia Matheis sowie die derzeit verletzte Julia Matuschewski.

Die Vorbereitung für den Ligastart verlief sehr erfolgreich: Zuletzt wurden zwei Vergleiche mit Bundesligisten aus anderen Gruppen (SC 07 Bad Neuenahr, 1. FC Saarbrücken) jeweils mit 2:0 gewonnen. "Wir haben einen starken und ausgeglichenen Kader, in dem jede Spielerin eine wichtige Rolle spielen wird", erklärt Sascha Glass. "Wie stark die Gegner sein werden und mit welchen Jahrgängen sie spielen, wird bei unserer Platzierung sicher eine Rolle spielen. Wir wollen so weit wie möglich nach oben kommen. Unsere vorrangige Aufgabe ist jedoch die gute Ausbildung".

Ulrike Hotz, das für die B-Juniorinnen-Bundesliga zuständige FFC-Vorstandsmitglied, betont auch die Wichtigkeit der Ausbildung, erwartet in der Premieren-Saison von der Mannschaft aber mehr: "Der Ehrgeiz, ganz oben mitzuspielen, gehört dazu. Wir haben einen starken Kader mit einigen Nationalspielerinnen. Da glaube ich schon, dass wir bis zum Schluss oben dabei sind."