Montag, 05. Dezember 2016


VCD sieht Vor- und Nachteile in Hessen

(lifePR) (Kassel/Friedberg, ) Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember müssen sich die Fahrgäste in Hessen zum Teil auf gravierende Veränderungen einstellen. Darauf weist der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hin. "Einigen Verbesserungen stehen zum Teil erhebliche Nachteile gegenüber", erläutert Udo Messer, hessischer Landesvorsitzender des Umwelt- und Verbraucherverbandes. Während die Nutzer von Fernverkehrszügen profitieren, ergäben sich für Berufspendler in Nahverkehrszügen zum Teil deutliche Verschlechterungen. "Wir brauchen deutschlandweit einen zwischen Nah- und Fernverkehr abgestimmten Taktverkehr, um solche Probleme zu vermeiden", forderte Messer.

Vor allem auf der Main-Weser-Bahn von Frankfurt über Gießen und Marburg nach Kassel müssen sich die Bahnkunden völlig neue Abfahrzeiten merken.

Grund dafür sind erhebliche Veränderungen bei den zweistündlich verkehrenden Intercity-Zügen von Karlsruhe über Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg und Kassel nach Hamburg. Diese Züge nutzen künftig zwischen Göttingen und Hannover die Schnellfahrstrecke und gewinnen dadurch 30 Minuten Fahrzeit. "Aus Hessen ist man jetzt eine halbe Stunde schneller im Norden", betont Messer. Weiterer Vorteil: Auf der Strecke von Frankfurt über Darmstadt nach Heidelberg gibt es jetzt im Wechsel mit einer anderen IC-Linie einen exakten Stundentakt. Dieser existierte bisher auch zwischen Frankfurt, Gießen, Marburg und Kassel im Wechsel zwischen IC und Regionalexpress. Da der IC künftig 30 Minuten später in Frankfurt abfährt, entsteht eine Angebotslücke von 90 Minuten. Der VCD fordert die Verkehrsverbünde RMV und NVV auf, ein Konzept für einen durchgehenden Stundentakt auf der Main-Weser-Bahn mit zusätzlichen Angeboten auch am Abend zu entwickeln.

Der VCD weist darauf hin, dass durch die Fahrplanänderung die Intercity-Züge an einigen Stellen keinen Anschluss mehr an den Nahverkehr haben, zum Beispiel in Marburg in Richtung Frankenberg oder in Gießen nach Koblenz. Darüber hinaus müssen sich Berufspendler auf längere Fahrzeiten einstellen. Der Mittelhessen-Express von Schwalmstadt-Treysa nach Frankfurt wird alle zwei Stunden in Gießen vom IC überholt, die Fahrzeit verlängert sich wegen zusätzlicher Halte insgesamt um 20 Minuten. In Richtung Norden kommt die in Treysa startende Regio-Tram später in Kassel an, weil sie in Wabern vom IC überholt wird. Vorteile ergeben sich für Fahrgäste aus Haiger, Dillenburg, Herborn und Wetzlar, die künftig alle zwei Stunden mit dem Regionalexpress 20 Minuten schneller in Frankfurt sind. Die Region profitiert außerdem von einem neuen Eurocity von Siegen nach Klagenfurt mit Halt in Dillenburg, Herborn, Wetzlar, Gießen und Bad Nauheim.

Informationen zum neuen Fahrplan gibt es bei der Deutschen Bahn und bei den Verkehrsverbünden. Wer passende Verbindungen sucht oder Tipps für Bahnreisen benötigt, kann sich auch an die kostenlose Fahrgastberatung des VCD Hessen wenden, Tel. 06031 61464, e-Mail fahrgastberatung-hessen@vcd.org.

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