„In unseren Gesprächen in Hamburg haben wir betont, dass der Erfolg im Klimaschutz nicht allein an Verpflichtungen gemessen wird, sondern an der konsequenten und schnellen Umsetzung,“ sagte er. „Im Einklang mit der globalen Vision, die unter der Schirmherrschaft von I.E. Emine Erdoğan vorangetrieben wird, setzen wir uns dafür ein, dass Zero Waste, Kreislaufwirtschaft und Klimafinanzierung zu praktischen Instrumenten werden, die den Alltag der Menschen spürbar verbessern. Die COP31 muss die internationale Zusammenarbeit stärken, den Privatsektor stärker einbinden, nachhaltige Städte fördern und globale Ambitionen in konkrete Maßnahmen umsetzen.“
Die Zero-Waste-Vision wird Teil der internationalen Klimaagenda
Die Zero-Waste-Bewegung hat sich unter der Schirmherrschaft von I.E. Emine Erdoğan – Gründerin der Zero-Waste-Bewegung, Vorsitzende des Hochrangigen UN-Beratungsgremiums für Zero Waste und Ehrenpräsidentin der Zero Waste Foundation – zu einer globalen Vision entwickelt. Vor diesem Hintergrund hat das Zero Waste Forum eine Plattform geschaffen, um die globale Zusammenarbeit in den Bereichen Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung und nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Auf der Hamburg Sustainability Conference stellte Ağırbaş Vertreterinnen und Vertretern internationaler Organisationen, kommunaler Verwaltungen, des Finanzsektors und der Wirtschaft die Ergebnisse des Forums sowie die Schwerpunkte des COP31-Prozesses vor. Im Fokus stand dabei, Nachhaltigkeitsziele nicht bei Absichtserklärungen zu belassen, sondern sie durch konkrete Maßnahmen im Alltag der Menschen wirksam werden zu lassen.
Stärkere Einbindung der Wirtschaft und Zusammenarbeit in der Kreislaufwirtschaft
Im Gespräch mit John Denton, Generalsekretär der International Chamber of Commerce (ICC), tauschte sich Ağırbaş über die Rolle der Wirtschaft bei der Umsetzung von Klimazielen aus. Diskutiert wurden insbesondere Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz und Abfallvermeidung sowie Wege, die Beteiligung der Wirtschaft am COP31-Prozess weiter auszubauen.
Als Keynote-Speaker eröffnete Ağırbaş zudem den Future Economy Day. Dabei hob er hervor, dass eine erfolgreiche Klimapolitik einen menschenorientierten Ansatz, eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und eine wirksame Klimafinanzierung erfordert. Zugleich machte er deutlich, dass internationale Klimaverpflichtungen in konkrete Ergebnisse umgesetzt werden müssen. Der Erfolg der COP31 werde sich an einer schnelleren Umsetzung und stärkeren internationalen Kooperation messen lassen.
Nachhaltige Städte und lokaler Dialog mit Hamburg
Im Rahmen des Konferenzprogramms traf Ağırbaş mit Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg, zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Rolle von Zero Waste und der Kreislaufwirtschaft bei der Entwicklung resilienter Städte sowie Möglichkeiten der kommunalen Zusammenarbeit im Zusammenhang mit dem COP31-Prozess.
Im Rahmen des Gesprächs wurde zudem die Einrichtung eines dauerhaften Dialogmechanismus zwischen der Stadt Hamburg und dem Büro des COP31 High-Level Climate Champion erörtert. Damit sollen die Zusammenarbeit bei Klimainnovationen und der Kreislaufwirtschaft intensiviert sowie die Rolle der Kommunen bei der nachhaltigen Stadtentwicklung weiter gestärkt werden.
Partnerschaften und Klimafinanzierung im Fokus
Ağırbaş traf außerdem mit Tatiana Molcean, Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen und Exekutivsekretärin der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE), zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Kreislaufwirtschaft, die grüne industrielle Transformation, der Austausch regionaler Best Practices, Kapazitätsaufbau sowie langfristige Partnerschaften, die dazu beitragen können, globale Nachhaltigkeitsverpflichtungen in konkrete Maßnahmen umzusetzen.
In einem weiteren Gespräch mit Frank Scheidig, Global Head of Senior Executive Banking bei der DZ BANK, erörterte Ağırbaş die internationale Klimafinanzierungsagenda. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Ausrichtung globaler Finanzsysteme auf Klimaziele, die Mobilisierung von Investitionen aus dem Privatsektor sowie die Finanzierung grüner Infrastruktur und der Kreislaufwirtschaft.
Die Gespräche in Hamburg trugen dazu bei, die Ergebnisse des im Juni in Istanbul veranstalteten Zero Waste Forums in den internationalen Nachhaltigkeitsdiskurs einzubringen. Gleichzeitig wurde die COP31-Vision als ein Ansatz hervorgehoben, der Kooperation, Klimafinanzierung, nachhaltige Städte und konkrete Umsetzung in den Mittelpunkt stellt.