Ohne Bildung keine Zukunft

Warum Deutschland die Ausbildung braucht

Kai Lukas Rigterink vertrat Deutschland bei der WM der Berufe, den WorldSkills Kasan 2019, in der Wettbewerbsdisziplin „Elektroinstallation“. Um im Wettbewerb hervorragende Leistung erbringen zu können, spielt auch die richtige Kleidung eine große Rolle. Deshalb wird die gesamte Deutsche Berufe-Nationalmannschaft einheitlich mit Arbeits-, Freizeit- und Businesskleidung von CWS Workwear ausgestattet. (Foto: Frank Erpinar)
(lifePR) ( Stuttgart, )
„Zukunft braucht Bildung“, denn Bildung schafft Zukunft – unter diesem Motto machen sechs namhafte Wirtschaftsunternehmen, Verbände und WorldSkills Germany auf die Bedeutung beruflicher Aus- und Weiterbildung aufmerksam. „Deutschland ist auf hervorragend ausgebildeten Nachwuchs angewiesen. Denn nur mit exzellenten Fachkräften aus der Praxis bleibt Deutschland eine starke Wirtschaftsnation“, betont Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany.

Mit zahlreichen Veröffentlichungen auf der eigens eingerichteten Kampagnen-Website, Beiträgen in den sozialen Medien und einer auf die Partner abgestimmten Medienarbeit wurden bereits jetzt mehrere Hunderttausend Personen erreicht. Das Anliegen der Kommunikationskampagne ist es dabei aufzuzeigen, dass die duale Ausbildung deutlich attraktiver ist, als ihr Ruf in der Gesellschaft dies widerspiegelt. Junge Menschen und Eltern lernen ganz unterschiedliche spannende Berufe samt Karrieremöglichkeiten kennen, Unternehmen werden motiviert, selbst in die Aus- und Weiterbildung zu investieren. Es sind vor allem Auszubildende und Champions internationaler Berufswettbewerbe, die der Kampagne ein Gesicht geben und verdeutlichen: Wir haben schon in jungen Jahren viel erreicht und ohne Praktiker/innen wie uns, geht es nicht!

Vorurteilen über die berufliche Bildung entgegentreten

Egal ob Industrie, Handwerk oder Dienstleistungssektor – fast alle Branchen beklagen fehlenden Nachwuchs. Das kann viele Gründe haben – von Vorurteilen bezüglich Ansehen, Verdienstmöglichkeiten oder Erfolgsaussichten bis hin zu mangelnder Kenntnis bezüglich der tatsächlichen Möglichkeiten und Chancen einer Ausbildung. Auch diese Vorurteile nimmt die Initiative mit ihrer Kommunikationskampagne in die Zange. „Wir freuen uns, durch die Partnerschaft mit WorldSkills Germany mehr Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten von beruflicher Bildung zu lenken“, erklärt Juliana Scherrmann, Head of Marketing bei CWS Workwear. Dazu gehöre es auch, Nachwuchstalente entsprechend zu begleiten und zu fördern.

Die Bedeutung von Förderung, lebenslangem Lernen und Digitalisierung

Viele junge Menschen müssen allerdings erst einmal für die Vorteile einer Ausbildung begeistert werden. Gesamtmetall und die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie setzen dabei für ihre Unternehmen auf das Prinzip des Anfassens: So können sich Schülerinnen und Schüler in zehn hochmodernen Info-Trucks mit praktischen Experimenten über diese Berufe informieren.

Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden ist den Metall- und Elektro-Unternehmen viel wert: Sie investieren jährlich mehr als acht Milliarden Euro. Allein rund vier Milliarden Euro pro Jahr kostet die Ausbildung der 208.000 jungen Menschen, die derzeit einen Beruf in der M+E-Industrie erlernen. Die Herausforderung, junge Menschen für eine Ausbildung zu begeistern, kennt auch Sandvik Coromant Deutschland. Der Weltmarktführer für Werkzeuge und Zerspanungslösungen setzt auf einen globalen Ansatz und unterstreicht die Bedeutung von Förderung und lebenslangem Lernen: Schließlich seien herausragende Fähigkeiten in der Zerspanungstechnik für viele Bereiche der globalen Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Das Unternehmen setzt hierbei besonders auf die Digitalisierung.

Gerade der pragmatische und konsequente Einsatz digitaler Komponenten ist für die Zukunft aller Ausbildungsberufe entscheidend, wie Hubert Romer von WorldSkills Germany in einer Gesprächsrunde unter anderem mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zum Thema „Digitaler Wandel in der beruflichen Bildung – Blick in die Zukunft“ betont. Deutschland stehe zwar im internationalen Vergleich im guten Mittelfeld, so Romer, der entscheidende Unterschied sei aber: „International ist der Mut da, Entscheidungen schneller zu treffen – da wird auch mal experimentiert. Wir sind dabei hintendran. Das schützt uns zwar vor Fehlern, bringt uns aber nicht konsequent weiter.“ Er wünsche sich, dass man mit Tabus in der beruflichen Bildung breche und offener für internationale Ideen sei, auch um das Berufsbildungssystem neu zu denken.

Auch berufliche Wettbewerbe sind Baustein des Erfolgs

Die Förderung aller Fähigkeiten steht auch beim tesa Werk Offenburg im Fokus: Seit über 40 Jahren werden hier junge Menschen ausgebildet, derzeit in fünf Ausbildungsberufen und fünf dualen Studiengängen. „Damit binden wir frühzeitig junge Talente an das Unternehmen. Viele der jetzigen Führungskräfte entstammen der eigenen Ausbildung. Unsere Ausbildungsquote liegt konstant bei ca. 10 Prozent“, heißt es seitens des Unternehmens.

Welche Bedeutung die Ausbildung nicht nur für einzelne Unternehmen, sondern für die gesamte Wirtschaft hat, wird auch anhand der Aussage des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes deutlich: „Das Baugewerbe ist der Motor der dualen Ausbildung in Deutschland. Ohne die mittelständischen Firmen gäbe es am Bau 80 Prozent weniger Lehrlinge.“ Wie sinnvoll in diesem Zusammenhang die Teilnahme an beruflichen Wettbewerben sei, werde jedes Jahr aufs Neue unterstrichen: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der internationalen Berufswettbewerbe zeigen, dass man es mit einer Ausbildung am Bau in Deutschland weit bringen kann. Dabei wird deutlich: Die Berufsbildung in unserer Branche läuft auf internationalem Top-Niveau.“ Um die Sicherung des Niveaus geht es auch dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, denn schließlich benötigten Autohäuser und Werkstätten auch morgen genügend Auszubildende mit gutem Schulabschluss und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, betont Claudia Kefferpütz, Referentin beim Zentralverband. Mit rund 37.000 Kfz-Meisterbetrieben, etwa 437.000 Beschäftigten und ca. 94.600 Auszubildenden ist das Kfz-Gewerbe die Nummer 1 bei der Ausbildung im Handwerk.

Gemeinsam wollen es die Partner und WorldSkills Germany mit der Kampagne „Zukunft braucht Bildung“ nun schaffen, dass die berufliche Bildung in der Öffentlichkeit ebenfalls auf dem Spitzenplatz landet. „Wir benötigen noch viel mehr solcher Initiativen“, betont Romer. „Denn sie kommen der gesamten Wirtschaft zugute. Deshalb gilt unser Dank schon jetzt allen beteiligten Partnern.“ Mehr über die Kampagne „Zukunft braucht Bildung“, die noch bis Mitte August andauert, erfahren Sie auf: www.zukunftbrauchtbildung.de

Dafür stehen WorldSkills Germany und seine Partner
  • Wir nehmen die berufliche Bildung in den Fokus uns sorgen dafür, dass sie mehr Aufmerksamkeit erhält, in der Gesellschaft als auch seitens der Politik. So sollten Ausbildung und Studium als gleichwertig anerkannt sein und die Durchlässigkeit der Bildungsketten noch stärker gefördert werden.
  • Wir zeigen auf, dass eine Ausbildung viele Karrieremöglichkeiten eröffnet, z. B. Ausbilder/in werden, ein Unternehmen gründen, Führungskraft werden. Die Weiterbildung und das lebenslange Lernen sind notwendig und müssen sich gut ins Berufsleben eingliedern lassen.
  • Wir begegnen dem demografischen Wandel, denn die Fachkräfte von morgen profitieren vom Wissen der Expertinnen und Experten heute.
  • Wir sorgen für hervorragend ausgebildete Praktikerinnen und Praktiker – im Handwerk, der Industrie und dem Dienstleistungssektor. Wir zeigen auf, dass es zahlreiche zukunftsträchtige Berufsbilder gibt. Selbst traditionelle Berufe haben sich aufgrund der Digitalisierung zu modernen Berufen weiterentwickelt. Auch die berufliche Aus- und Weiterbildung muss dieser Entwicklung gerecht werden.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass die Berufsorientierung für Schüler/innen hinsichtlich der Ausbildungsmöglichkeiten noch umfassender durchgeführt wird. So sollte an Gymnasien nicht nur das Studium als Bildungsweg in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus muss die Modernität der Ausbildungsberufe deutlicher hervorgehoben werden, um ggf. überholten Vorstellung über berufliche Tätigkeiten entgegenzuwirken.
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