Harter Wettkampf: Oberpfälzer und Schwarzwälder holen Gold bei Deutschen Meisterschaften

Die nationalen Berufswettbewerbe wurden in einem dreitägigen harten Wettkampf im Festo Lernzentrum Saar in St. Ingbert ausgetragen

Dr. Stefan Kapp (l.), WorldSkills-Bundestrainer und Jurypräsident in der Disziplin „Industrie 4.0“, mit den Wettkämpfern der ersten Deutschen Meisterschaft für „Industrie 4.0“ (v.l.n.r.): Moritz Roth und Niklas Meiser (Festo SE & Co. KG), Johannes Albrecht und Felix Willi (Sick AG) und Moritz Schelzke und Valentin Mauser (Rogers Germany GmbH).
(lifePR) ( Stuttgart, )
Die Anspannung, der Stress und die Emotionen waren enorm bei den insgesamt 20 Fachkräften der diesjährigen Deutschen Meisterschaften in den Disziplinen „Mechatronik“ und „Industrie 4.0“. Drei Tage lang kämpften sie vom 6. bis 8. Oktober 2021 jeweils in Zweierteams um den Meistertitel und damit auch die Chance auf die Teilnahme an der Europa- und Weltmeisterschaft der Berufe, den EuroSkills und WorldSkills.

Am Ende holten sich die beiden Mechatronik-Auszubildenden Jonas Fuhrich und Felix Thaller von der Firma Rogers Germany GmbH aus Eschenbach in der Oberpfalz den Pokal in der Disziplin „Mechatronik“. Zweite wurden Timo Oßwald und Daniel Schmid, die ihre Mechatronik-Ausbildung bei der Festo SE & Co. KG in Esslingen absolvieren. Bronze ging an Hannes Kölblin und Sebastian von Braunbehrens, Mechatronik-Auszubildende bei der Sick AG in Waldkirch. Das Unternehmen aus dem Schwarzwald brachte gleichzeitig das Siegerteam in der Disziplin „Industrie 4.0“ hervor. Hier gewannen Johannes Albrecht und Felix Willi, die derzeit beide ein duales Studium in Informationstechnik absolvieren. Die Mechatronik-Auszubildenden Moritz Roth und Niklas Meiser von der Festo SE & Co. KG taten es ihren Kollegen aus Esslingen gleich und holten Silber. Bronze ging an Valentin Mauser, Auszubildender zum IT-Systemelektroniker, und Moritz Schelzke, Auszubildender zum Elektroniker für Automatisierungstechnik bei der Rogers Germany GmbH.

Bei einem Besuch der Wettbewerbe am vergangenen Donnerstag betonte Saarlands Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Die Besten nach vorne zu stellen und zu zeigen, was geht, das motiviert alle und führt dazu, dass das Know-how bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Breite nach vorn geschoben werden kann. Denn es nützt nichts, zehn Gute zu haben, sondern wir brauchen Millionen von gut ausgebildeten Fachkräften in unserem Land, wenn wir erfolgreich sein wollen in diesem Transformationsprozess.“

Wettkampfaufgaben bilden Arbeitsalltag ab

Die Wettbewerbe, die auf höchstem Niveau umfassendes fachliches Können, aber auch mentale Stärke verlangten, liegen vom Aufgabenspektrum extrem nah am beruflichen Alltag der Fachkräfte.

So mussten die Wettkämpfer in der Disziplin „Mechatronik“ eine automatisierte Anlage aufbauen, verdrahten sowie Schläuche für die Druckluft anschließen. Darüber hinaus mussten sie ein Programm schreiben, damit die Anlage, wie man sie beispielsweise in der Lebensmittelindustrie zum Abfüllen und Verpacken von Lebensmitteln findet, reibungslos läuft. „Der Wettbewerb war auch in diesem Jahr wieder eine wirklich tolle Veranstaltung, die allen großen Spaß gemacht hat“, resümierte Michael Linn, Skills Competition Manager bei den WorldSkills-Wettbewerben und Jurypräsident in der Disziplin „Mechatronik“, bei der Siegerehrung. „Das Festo Lernzentrum Saar hat die gesamte Belegschaft mobilisiert, damit wir mit den Deutschen Meisterschaften einen wirklich sehr guten Start hinlegen konnten. Deshalb gilt dem gesamten Team unser Dank, dass wir so hervorragend betreut wurden.“

In der Disziplin „Industrie 4.0“ hieß es für die Wettkämpfer, zu zeigen, dass sie an der Schnittstelle der Produktion und IT tätig sein können. So mussten sie einen Teil einer Produktionsanlage aufbauen, die in ein Produktionsleitsystem eingebunden ist, das Aufträge verwaltet und somit digital zum Beispiel aus einem Webshop heraus Produktionsaufträge auslöst. Darüber hinaus sollten die Wettkämpfer unter anderem über eine Anzeige im Webbrowser den Produktionszustand abrufbar machen oder mittels eines mobilen Endgeräts Statusinformationen aus der Anlage anzeigen lassen. Es ging dabei nicht nur um den reinen Einsatz der Technik, sondern auch um Themen wie Netzwerksicherheit, um einen unbefugten Zugriff zu unterbinden oder Fernwartungsarbeiten auf der ganzen Welt, zum Beispiel im Homeoffice, zu ermöglichen. „Das Niveau ist tatsächlich sehr gut“, freut sich Dr. Stefan Kapp, WorldSkills-Bundestrainer und Juryvorsitzender in der Disziplin „Industrie 4.0“. „Es ist die erste deutsche Meisterschaft in dieser neuen Disziplin und so gab es noch keine Wettbewerbsaufgaben aus der Vergangenheit, mit denen man hätte üben können. Da sind die Teilnehmer wirklich sehr gut dabei und können bereits den Großteil der Aufgaben bewältigen.“

Berufswettbewerbe als Motivator

Erstmals wurde die Deutsche Meisterschaft im Festo Lernzentrum Saar, dem Bildungscampus der Festo Unternehmensgruppe für Automatisierung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz, durchgeführt. „Unsere Motivation, Veranstaltungsort für die Deutschen Meisterschaften zu sein, ist klar: Ausbildung und Wettbewerb machen Spaß“, betonte Klaus Herrmann, stellvertretender Leiter und Leiter Forschung und Ausbildung der Festo Lernzentrum Saar GmbH, bei der Siegerehrung. „Egal ob Führungskräfte, Ausbilder, Mitarbeiter oder Auszubildende, es motiviert uns, Teil dessen zu sein und gemeinsam an einem Strang zu ziehen.“

Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany, bestätigte: „Diese Wettbewerbe müssen zwingend weiter ausgebaut werden. Es ist genau diese Energie hier, die auch auf andere junge Menschen überspringen kann. Damit schaffen wir Vorbilder für andere junge Talente, die ihnen nacheifern wollen. Vor allem aber haben wir auch eine Innovationskraft für die Zukunft, die unbeschreiblich ist. Solche Wettbewerbe sind die Hotspots, die wir brauchen, um Zukunft zu gestalten.“

An der Deutschen Meisterschaft „Mechatronik“ nahmen ebenfalls teil: Leon Winkler und Dustin Hammen von der Hahn Automation GmbH in Rheinböllen, Gabriel Müller und Jonas Schmutz von der TTS Tooltechnic Systems GmbH aus Wendlingen am Neckar, Marcel Bruder und Yannick Mild von der tesa Werk Offenburg GmbH aus Offenburg sowie Sebastian Fischer und Silvio Marx von der Bosch Rexroth AG bzw. der Bildungs-Werkstatt Chemnitz gGmbH.

Die Organisation und Durchführung der Deutschen Meisterschaften in den Disziplinen „Mechatronik“ und „Industrie 4.0“ werden gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
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