Sonntag, 28. Mai 2017


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Gesundheitsregionen-Wettbewerb: „Schub für die Branche“

(lifePR) (München, ) Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan (CDU) hat heute auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2008 die 20 Preisträger des "Wettbewerbs der Gesundheitsregionen" bekannt gegeben. Nach Ansicht von Berlins früherem Gesundheitssenator und Präsidenten des Hauptstadtkongresses, Ulf Fink, gehen von dem Wettbewerb wichtige Impulse aus. "Das wird einen ähnlich kräftigen Schub für die Gesundheitswirtschaft bewirken, wie ihn zuvor der Regionen-Wettbewerb für die medizinische Biotechnologie gebracht hat."

Die Initiative des BMBF werde dazu führen, so Fink, "dass sich der Gedanke der Gesundheitswirtschaft als einer Wachstumsbranche stärker im öffentlichen Bewusstsein eingräbt". Dass 86 Anträge bei der Jury eingereicht worden seien, zeige: "Jede dritte bis vierte Region in Deutschland setzt auf den Wirtschaftsfaktor Gesundheit und erhofft sich davon neue Arbeitsplätze."

Um das Thema Gesundheitswirtschaft weiter zu pushen, schlägt Fink eine groß angelegte Imagekampagne - vergleichbar der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" - aus. "Die Kernbotschaft sollte lauten: Das Gesundheitswesen ist ein bedeutender Wachstumssektor, in dem ein breit gefächertes und qualitativ hochwertiges Versorgungsangebot für mehr Gesundheit und höhere Lebensqualität der Menschen sorgt." Losgehen solle es mit der Kampagne im Jahr 2010. "Europas größtes Universitätsklinikum - die Berliner Charité - feiert dann ihr 300-jähriges Bestehen. Ich kann mir kein besseres Datum für den Startschuss einer Gesundheitswirtschafts-Kampagne in Deutschland vorstellen", so Fink.

Fink sagte, die Menschen seien heute bereit, mehr Geld in Gesundheit zu investieren, weil sie sich davon mehr Lebensqualität versprechen. Auch der "demografische Wandel" führe zu einer steigenden Nachfrage nach Medizin und Pflege. "Außerdem beschäftigt die eigene Gesundheit im zunehmenden Maße nicht nur die Menschen in den Industrie-, sondern auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Das bedeutet für deutsche Forscher, Ärzte, Krankenversicherer und Medizintechniker: neue und lukrative Gesundheitsmärkte."

Wichtig seien Innovationen, die über die Landesgrenzen hinweg Interesse finden und ins Ausland "exportiert" werden. Nach Angaben der OECD wird der Umsatz, der auf den internationalen Gesundheitsmärkten erzielt wird, von heute rund 3.000 Milliarden US-$ auf 7.000 Milliarden US-$ im Jahr 2015 anwachsen. Von diesem Kuchen sollten sich Deutschlands Gesundheitsregionen nach Einschätzung von Fin ein großes Stück abschneiden. "Dazu müssen sie aber die Marke Med. in Germany international erfolgreich etablieren." Deutschland als Land der Gesundheitswirtschaft müsse seine Medizin zu einem Exportschlager und seine Gesundheitseinrichtungen zu Magneten für ausländische Patienten machen. Im Bereich der Medizintechnik sei es uns gelungen, international kräftig mitzumischen. "Das Gleiche gilt für große Krankenversicherer, die als Gesundheitsdienstleister bereits auf internationalem Parkett auftreten". Beim Thema Medizintourismus dagegen müsse die "Gesundheitsregion Deutschland" besser werden. "Die Konkurrenz in einer globalisierten Welt wird auch auf diesem Feld immer größer", betonte Fink.
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