Weltweit erste PAR®-Verkostung im virtuellen Raum: internationaler bioweinpreis - die Frühjahrs-Edition 2020 mit 648 Weinen aus 18 Ländern

Teilnehmer vertrauen auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit, auch online

Weltweit erste PAR®-Verkostung im virtuellen Raum: internationaler bioweinpreis - die Frühjahrs-Edition 2020 mit 648 Weinen aus 18 Ländern (lifePR) ( Frasdorf, )
Wie das momentane tägliche Leben, so stand auch die erste von zwei Verkostungen zum internationalen bioweinpreis 2020 unter dem Einfluss der Corona-Pandemie: Sie fand, unter strengster Einhaltung der PAR®-Standards und mithilfe von 28 Verkostern in ganz Deutschland, komplett im virtuellen Raum statt. Eine organisatorische Herausforderung*), die dank der Erfahrung der PAR® Certified Master VerkosterInnen und der etablierten digitalen Infrastruktur der WINE System AG in gewohnter Qualität gemeistert wurde. Darauf vertrauten auch die WinzerInnen aus aller Welt, die selbst in diesen schwierigen Zeiten nicht auf den Qualitätswettbewerb verzichten wollten. So durfte die PAR®-Jury 648 Weine aus 18 Ländern verkosten. Insgesamt wurden 58-mal Großes Gold, 307-mal Gold, 249-mal Silber und 28 Empfehlungen vergeben.

Mit 262 eingereichten Weinen ist Deutschland das am stärksten vertretene Weinland beim internationalen bioweinpreis 2020, gefolgt von Österreich und Italien. So sind es auch diese drei Nationen, auf die im Bereich Großes Gold die meisten Medaillen entfallen. Aber auch Bioweine aus Spanien, Frankreich und Thrakien sind in der Spitzenklasse zu finden.
Um den ErzeugerInnen mehr Flexibilität hinsichtlich Reife und Lagerung ihrer eingereichten Weine zu ermöglichen, ist der PAR®-Wettbewerb 2020 erstmals in je eine Frühjahrs- und Herbstverkostung unterteilt. Ein weiterer Vorteil: All jene internationalen WinzerInnen, die aufgrund von logistischen Schwierigkeiten durch die Corona-Maßnahmen nicht teilnehmen konnten, erhalten im Oktober eine weitere Chance. Anmeldeschluss für die Herbstverkostung ist der 25. September 2020.

Deutsche Biowinzer erzielen 25-mal Großes Gold, 115-mal Gold, 106-mal Silber und 16 Empfehlungen: Insgesamt sind es unter den deutschen Bioweinen mit 19 Positionen erneut die Weißweine, die besonders stark an der Spitze vertreten sind. Die absoluten Spitzenreiter mit je 99 Punkten sind hier der traditionell im Holzfass vergorene 2018er FEODORA Sauvignac vom Weingut Galler aus der Pfalz, und der reduktiv im Stahltank ausgebaute 2018er Riesling Spätlese vom biodynamischen Weingut im Zwölberich an der Nahe. Aber auch ein Rotwein erreichte die Höchstwertung von 99 Punkten: die traditionell in Barrique ausgebaute 2018er Cuvée Resonance "8b sound-inside" aus den Rebsorten Merlot, Cabernet Dorsa und Cabernet Cubin vom Pfälzer Weingut Christian Butz. In der Kategorie Dessertwein erreichte der reduktiv im Holzfass ausgebaute 2018er Solaris vom Weingut Roth in Franken Großes Gold mit 98 Punkten. Der Klassenbeste in der Kategorie Rosé mit 95 Punkten – somit einer Goldmedaille – ist der reduktiv im Stahltank ausgebaute Spätburgunder Rosé Kabinett 2019 vom Weingut Jürgen Walz am badischen Kaiserstuhl. Die beiden besten Schaumweine der Verkostung erzielten 90 Punkte und damit eine Goldmedaille: der 2017er Crémant Blanc de Noir von der Wein- und Sektmanufaktur Stülb an der Mosel – eine traditionelle Flaschengärung aus Blauem Spätburgunder, reduktiv im Holzfass vergoren – sowie der 2019er TRICOLLO Rosé Secco trocken vom Weingut Hemer ein Rheinhessen – ein reduktiv im Stahltank ausgebauter Perlwein aus den Rebsorten Spätburgunder und St. Laurent.

Starke Beteiligung, nie dagewesenes Gesamtniveau und neue Kategorien
Die Ausschreibung zum internationalen bioweinpreis erfolgte 2020 erstmals mit zwei Terminen – jeweils für eine Frühjahrs- und eine Herbstverkostung. Die Gründe hierfür liegen zum einen in den jährlich wachsenden Teilnehmerzahlen und somit der Qualitätssicherung; zum anderen in der bereits erwähnten Nutzerfreundlichkeit. Verkostungsleiter Martin Darting hierzu: „Dieser Qualitätsgedanke scheint die WinzerInnen zu überzeugen, denn die Teilnehmerzahlen waren, trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie, überraschend hoch und die eingereichten Bioweine im Schnitt von nie dagewesener Qualität.“
Um der enormen stilistischen Vielfalt, die mit solch einer internationalen Verkostung einhergeht, mit differenzierten Bewertungen begegnen zu können, arbeiten die PAR® Certified Master in der Jury, neben den gängigen Kategorien, wie Rot- oder Weißwein, seit jeher mit önologischen Parametern, wie Oxidation und Reduktion sowie Tradition und Moderne. Diese wurden im aktuellen Qualitätswettbewerb um drei stilistische Unterkategorien erweitert: Naturwein, Terroir-Wein**) und Extrakt-betonter Wein***). Ein Beispiel aus der Sparte Naturwein: Der 2019er ORANJE vom rheinhessischen Weingut Schönhals – ein oxidativ im Barriquefass vergorener Cabernet Blanc mit 94 Punkten und somit einer Goldmedaille. Alle weiteren Ergebnisse der Sparte Naturwein gibt es hier.

Das vollständige Ranking nebst Bewertungsbögen gibt es unter bioweinpreis.de.

Ergänzende Informationen

*)Für die Online-Verkostung zum internationalen bioweinpreis 2020 wurden den Verkostern alle eingereichten Weine nach klimatischen, stilistischen und analytischen Parametern thematisch zugeordnet, anonymisiert und nummeriert, bevor sie vor Ort entpackt und den Juroren in festgelegter Reihenfolge präsentiert wurden. Auch für die VerkosterInnen eine neue Situation, die dank definierter Verkostungsstandards dennoch die hohe Reproduktion der PAR® Ergebnisse erreichten.

**) Weine mit Terroir-Bezug: Der Begriff „Terroir“ definiert sich aus den Faktoren Standort, Klima, Sorte und Mensch. Ein Terroir-Wein zeichnet sich also weniger durch die Einhaltung spezieller sensorischer Merkmale oder geschmacklicher Normen aus, sondern dadurch, dass er ebendiese vier Einheiten widerspiegelt. Die PAR®-Methodik konzentriert sich dabei vornehmlich auf die klimatischen Prägungen, die mit der Wahl der passenden Rebsorte önologisch gezeigt werden können. Mit der Einteilung der Stilistik in „modern“ und „traditionell“ – hier spielt unter anderem der reduktive oder oxidative Weinausbau eine Rolle – trägt PAR® in der Beurteilung Sorge dafür, dass die oft benannte „Philosophie des Winzers“ richtig zugeteilt wird. Ein reicher Erfahrungsschatz, Überprüfung und definierte Standards helfen den PAR®-Prüfern dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

Die Terroir-Weine der Frühjahrs-Verkostung 2020 im Ranking: Ergebnisse 2020 -Terroir-Wein

***) Extrakt-bezogene Weine: Diese neue Kategorie beim internationalen bioweinpreis fasst Weine zusammen, die unabhängig von ihrer Herkunft, durch Dichte und sensorische Ausdruckskraft überzeugen.

Die Extrakt-betonten Weine der Frühjahrs-Verkostung 2020 im Ranking: Ergebnisse 2020 - Extrakt-betonte Weine

Hintergrundinformation:

Die Bewertung nach PAR®: Dank der Transparenz des international anerkannten sensorischen Prüfsystems PAR erhält jeder eingereichte Biowein eine nachvollziehbare und objektive Dokumentation seiner sensorischen und önologischen Eigenschaften, die immer in Bezug auf die jeweilige Originalität, Herkunft und Machart bewertet wird. Das PAR® Training ermöglicht es der qualifizierten Jury aus „PAR® Certified Mastern“ meist Önologen, IHK geprüften Sommeliers und entsprechend qualifizierten Weinfachleuten,  jeden Wein neutral zu bewerten und persönliche Präferenzen oder vorgefertigte Meinungen bezüglich des „guten Geschmacks“ von der Bewertung auszuschließen. Im Kontext moderner Önologie erfahren neue, internationale Weinstile ebenso ihre Würdigung und Akzeptanz, wie traditionell erzeugte Weine. Neben der Aufmerksamkeit, die der Weinpreis mit sich bringt, schätzen viele Erzeuger die aufschlussreichen Analysen, die der PAR®-Bewertung zugrunde liegen. Sie zeigen genau, welche Kriterien zum jeweiligen Ergebnis geführt haben und liefern wertvolle Informationen für das Qualitätsmanagement der Weine  Das System garantiert eine objektive Bewertung im PAR® 100-Punkte-Schema, die auf einer nachvollziehbaren Dokumentation beruht. www.par-system.de
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