In diesem Jahr konnte sich mit Lindners Boxenstopp aus Veitshöchheim bei Würzburg eine sehr ungewöhnliche freie Werkstatt gegen starke Konkurrenz durchsetzen. Das Unternehmen sticht nicht nur durch sein schnelles Wachstum hervor – in gut zehn Jahren von einer Scheune zu mittlerweile drei Standorten –, sondern auch durch sein Konzept: Inhaber Markus Lindner hat sich auf gewerbliche Kunden spezialisiert und bietet diesen einen auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnittenen Service und weitere Dienstleistungen an, etwa eine digitale Fuhrparkverwaltung.
Markus Lindner beeindruckte die Jury darüber hinaus mit seinem Unternehmertum und seiner strategischen Denkweise. Nach dem bescheidenen Beginn mit 5.000 Euro Startkapital in einer Scheune hat er mittlerweile zwei freie Werkstätten übernommen und Anfang 2026 sogar ein Autohaus, einen VW-Servicepartner. An seinen drei Standorten beschäftigt er 45 Mitarbeiter – und sieht sich damit noch längst nicht am Ziel angekommen. Weitere Übernahmen kann sich Markus Lindner durchaus vorstellen. Zudem entwickelt er eigene Softwarelösungen: Neben dem Kundenportal für seine gewerbliche Zielgruppe hat er auch eine Software zur Werkstattsteuerung entwickelt, die er in Zukunft anderen Betrieben anbieten will. „Unser Kundenportal und unser Werkstattsystem sind heute einzigartig in der Branche“, ist Markus Lindner überzeugt.
Die Jury des Deutschen Werkstattpreises, zu der neben der Redaktion des Branchenmagazins »kfz-betrieb« Vertreterinnen und Vertreter von ATE (eine Marke des Automobilzulieferers Aumovio), der Sachverständigenorganisation GTÜ, des Ersatzteilgroßhändlers LKQ DACH und des Werkstattausrüsters Würth gehören, gratuliert Markus Lindner zu seiner unternehmerischen Leistung und kürt ihn zum Sieger beim Deutschen Werkstattpreis 2026.
Auf Platz 2 folgt das Autohaus Voss in Rosendahl: In Sachen Werkstattleistung gibt es bei Voss nichts, was es nicht gibt. Neben normalen Wartungen und Reparaturen bietet man Hochvoltreparaturen, Oldtimer-Restaurierung, Caravan-Service, Autogas-Umbauten und -reparaturen, Fahrzeugversiegelungen und das eigene K&L-Geschäft an. Gut ist Voss zudem im Geschäft mit Logistik- und Paketdienstleistern, für die der Betrieb eine dreistellige Zahl an Mietwagen vorhält.
Auf Platz 3 wählte die Jury Auto Köhler aus Hollstadt. In dem ländlichen Gebiet der Rhön hat sich das von Michael Köhler in zweiter Generation geleitete Unternehmen als Rundum-Anbieter in Sachen Mobilität etabliert. Beeindruckt hat die Jury vor allem die hohe technische Expertise und moderne Ausrüstung des Betriebs. Michael Köhler ist in der Branche gut vernetzt und arbeitet mit vielen Lieferanten und Diagnoseanbietern zusammen, um neue Produkte zu testen und fachlichen Input zu geben.
Folgende weiteren Bewerber wurden als Top-Ten-Betriebe beim Deutschen Werkstattpreis ausgezeichnet:
- Formen Cars, Weimar
- AHL Autohaus Lehniger, Finsterwalde
- Sand Jensen, Flensburg
- Schawe Car Design, Waltrop
- Sportwagenwerk, Neuss
- Kfz-Team Schwarz & Melzer, Halsenbach
- Autohaus Penders, Mönchengladbach
Der Wettbewerb richtet sich an markenunabhängige Autohäuser, Handels- und Servicebetriebe sowie inhabergeführte und nicht inhabergeführte freie Kfz-Betriebe. Er wird bereits seit 2011 vergeben.