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Ebola-Ausbruch im Kongo: VEM und deutsche Landeskirchen sagen kongolesischer Kirche Nothilfe in Höhe von 50.000 Euro zu

Steigende Infektionszahlen in Ituri und Nord-Kivu erfordern dringend weitere Unterstützung zur Eindämmung der gefährlichen Infektion

(lifePR) (Wuppertal, )
Angesichts des jüngsten Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) sagen die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau sowie die Vereinte Evangelische Mission (VEM) der kongolesischen Baptistenkirche CBCA (Communauté Baptiste au Centre de l'Afrique) eine Nothilfe in Höhe von insgesamt 50.000 Euro zu.

Von der oftmals tödlich verlaufenden Infektionskrankheit sind vor allem die Provinzen Ituri und Nord-Kivu im Osten des Landes betroffen. Die dort ansässigen Gemeinden der VEM-Mitgliedskirche sind bereits durch kriegerische Konflikte, Vertreibung und Armut stark belastet. Das Wiederaufflammen von Ebola in der Region stellt eine weitere ernsthafte Bedrohung für Leib und Leben der Menschen da, zumal der Zugang zur Gesundheitsversorgung oftmals stark eingeschränkt ist.

Nach Angaben der Gesundheits- und Diakonieabteilung der Baptistenkirche haben sich viele Menschen durch Gemeinschaftskontakte während traditioneller Bestattungsbräuche oder bedingt durch die hohe Bevölkerungsmobilität und -dichte in Bergbaugebieten wie Mongbwalu infiziert.

Verschärft wird die Lage durch schlechte Infrastruktur, eingeschränkte Kommunikation, Falschinformationen und teilweisen Widerstand gegen Schutzmaßnahmen, ausgelöst durch Angst, Traumata und mangelndes Wissen über die Krankheit.

Alarmierende Zahlen und neue Virusvariante ohne verfügbaren Impfstoff

Laut WHO-Berichten für April und Mai 2026 wurden mehr als 575 Verdachtsfälle registriert, darunter 148 Todesfälle und 51 bestätigte Infektionen. Besonders stark heimgesucht sind die Regionen Mongbwalu mit 309 Verdachtsfällen und Rwampara in Ituri mit 154 Fällen.

Besorgniserregend ist zudem, dass es sich um eine neue Ebola-Variante handelt, für die weder ein zugelassenes Medikament noch ein Impfstoff verfügbar ist. Prävention und Aufklärung sind derzeit die einzig wirksamen Mittel zur Eindämmung.

CBCA entwickelt Notfallplan

Die CBCA hat einen Notfallplan entwickelt, der in den Städten Bunia, Bukavu, Butembo und Goma umgesetzt werden soll. Die geplanten Maßnahmen zur Senkung der Infektions- und Todesraten umfassen unter anderem:
  • Medizinische Schutzausrüstung wie Einmalschutzanzüge und Materialien zur Isolierung von infizierten Personen in Krankenstationen
  • Aufklärungskampagnen durch Flugblätter und Radiomeldungen in den betroffenen Gemeinden sowie unverzügliche Gegenmaßnahmen im Verdachtsfall
  • Verteilung von Lebensmitteln, Hygienematerialien und lebensnotwendigen Gütern
  • Besondere Unterstützung von Kindern, Frauen und Menschen mit Behinderung
  • Psychosoziale, spirituelle und seelsorgerliche Begleitung betroffener Familien
Bitte um Spenden und Fürbittengebete

In dieser Krise zeigt die VEM-Gemeinschaft gelebte christliche Solidarität. Sie steht an der Seite ihrer Mitgliedskirche und ruft dazu auf, jetzt konkrete Hilfe zu leisten – durch Spenden, Gebet und Öffentlichkeitsarbeit.

Spenden unter dem Stichwort „Ebola-Nothilfe DRK" können per Banküberweisung oder direkt hier online geleistet werden.

Spendenkonto:
Vereinte Evangelische Mission
KD-Bank eG
IBAN DE 45 3506 0190 0009 0909 08
Stichwort: Ebola-Nothilfe DRK

Vereinte Evangelische Mission (VEM)

Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) mit Büros in Wuppertal, Indonesien und Tansania ist eine internationale, gleichberechtigte Gemeinschaft von 39 Mitgliedern, darunter 32 evangelische Kirchen in Afrika und Asien sowie sechs deutsche EKD-Kirchen und den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Die VEM verfolgt konsequent ein ganzheitliches Missionsverständnis. Dazu gehört, die Lebensumstände notleidender und benachteiligter Menschen unter Achtung ihrer persönlichen Würde und Berücksichtigung ihres kulturellen Kontexts zu verbessern.

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