Land- und Baumaschinenmechaniker ist ein Beruf mit Zukunft

Lossprechungsfeier von 97 Jungesellen in Kirchheim/Teck

Lossprechungsfeier 2014 (lifePR) ( Stuttgart, )
Bei der Lossprechungsfeier am 28. Februar in der Stadthalle in Kirchheim/Teck konnten die frisch gebackenen Gesellen nach dreieinhalb Jahren Ausbildung sowie Prüfung in Theorie und Praxis ihren Gesellenbrief entgegennehmen. 97 Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik schlossen ihre Ausbildung ab und verlassen den geschützten Raum der Lehrlingswerkstatt. "Damit ist die Lehrzeit nicht beendet", warnt Landesinnungsmeister Kurt Neuscheler, denn die immer komplexere Technik und Elektronik erfordere eine ständige Weiterqualifizierung. Heute kommt der Aspekt Kundenservice hinzu. "Denken Sie immer daran, dass Sie es nicht nur mit Maschinen, sondern auch mit Menschen zu tun haben, die nach Lösungen suchen und nicht nur irgend ein Produkt kaufen wollen", betonte der Landesinnungsmeister.

Als Landesinnungsmeister Kurt Neuscheler vom Verband des Landtechnischen Handwerks Baden-Württemberg die Veranstaltung eröffnete, freute er sich sehr, dass neben den Junggesellen, ihren Familien, Freunden und Ausbilder auch viele Ehrengäste aus Verwaltung, Wirtschaft und Schulen den Weg in die Kirchheimer Stadthalle gefunden hatten. Er wies auf die qualitativ hochwertige Ausbildung der Klein- und Mittelbetriebe im ländlichen Raum in Baden-Württemberg hin, die den Junggesellen viele Chancen für die Zukunft eröffnet. Vor allem die Herausforderung durch die technischen Neuentwicklungen verlangten es, sich stetig weiterzubilden - ob bei Handwerks- oder Berufsorganisationen, dem Genossenschaftswesen oder dem VdAW. Den Junggesellen riet er, ihre Fähigkeiten zu nutzen, positiv zu denken und die Begeisterung für den Beruf auch ihren Kunden zu vermitteln. Auch in Zukunft werde die Landtechnikbranche eine wichtige Rolle spielen - ob bei der Produktion von Nahrungsmitteln oder in der Energiewirtschaft.

Der Landmaschinen- und Ackerschlepperverband berichtete, dass in Deutschland 2013 36.248 neue Traktoren zugelassen wurden. Damit ist die Nachfrage fast genauso hoch ausgefallen wie in den zwei Jahren zuvor. Damit zeigt sich der Traktorenmarkt in Deutschland ausgesprochen stabil. Dies zeige eine gute wirtschaftliche Lage der Landwirte und Landwirtschaftlichen Lohnunternehmen, verdeutlicht aber auch den nachhaltigen Investitionsbedarf der immer größer werdenden Agrarbetriebe. 2014 scheint sich der deutsche Traktorenmarkt auf seinem hohen Niveau zu halten, aber mit etwas niedrigerem Verkaufsvolumen. Die Auftragsbestände der Traktorenhersteller in Deutschland liegen derzeit knapp unter dem Vorjahresniveau und werden voraussichtlich der Industrie einen Rückgang um drei Prozent bescheren.

Das Motorgerätegeschäft war im Jahr 2013 durch die ungünstigen Witterungsbedingungen von Kälte, dann Nässe - bis hin zu extremer Hitze - schwierig und in verschiedenen Vertriebskanälen sind die Verkaufszahlen deutlich zurückgegangen.

Die Werkstätten sind wie im vergangenen Jahr im Sommer wie auch im Winter zufriedenstellend ausgelastet. Es hat sich bewährt, dass verschiedene Aktionen zum jährlichen Kundendienst von den Landwirten und Endverbrauchern sehr gut angenommen werden. Dadurch können die Werkstätten gleichmäßig ausgelastet werden.

Dirk Janthur, der Landesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Baden-Württemberg sprach zum Thema "Wie wichtig ist Ausbildung, Weiterbildung, Familie und ehrenamtliches Engagement in unserer modernen Gesellschaft?". Er konnte das Zusammenwirken von Familie und ehrenamtlichem Engagement während der Aus- und Weiterbildung als wichtiges Element der Persönlichkeitsentwicklung in der Weiterbildung erkennen. Janthur zeichnete die verschiedenen Möglichkeiten anhand seiner eigenen Vita nach.

Doch eine Handwerkslehre vermittelt nicht nur Fachliches, sondern auch Werte wie Pünktlichkeit und Qualitätsbewusstsein, wie Studiendirektor Jochen Schade, der neue Schulleiter der Max-Eyth-Schule (MES) in Kirchheim wusste. An der MES hatten sich die Auszubildenden während der zwei-einhalb Jahre ihrer Lehre das theoretische Wissen ihres Faches angeeignet. Das Motto des nun verabschiedeten Jahrganges lautete "Spezialisiert auf Erfolg". Schade erklärte, die Absolventen hätten nun ein überdurchschnittliches Wissen, verbunden mit der Kompetenz zur Problemlösung und der Fähigkeit, sein Können im richtigen Augenblick richtig einzusetzen. Auch dem Pädagogen liegt die Weiterbildung am Herzen. "Bilden Sie sich ständig weiter - das ist Ihre zentrale Schlüsselqualifikation."

Eugen Maier, Vorsitzender des Gesellenprüfungs-Ausschusses, zog eine positive Bilanz: Alle 98 Prüflinge haben die theoretische und 97 Prüflinge auch die praktische Prüfung bestanden. Lob erhielten die Mitglieder des Prüfungsausschusses für ihren außerordentlichen Einsatz: Jeder Prüfling musste 14 Stunden Prüfungszeit absolvieren. Allen Beteiligten dankte Maier für den reibungslosen Ablauf und die gute Atmosphäre während der Prüfungen.

Die Bilanz: Bei den Prüfungen wurde ein Notendurchschnitt von 2,8 erzielt. Prüfungsbester war Simon Hörz von der Firma Claas Württemberg, Herrenberg. Die weiteren Plätze gingen an Lukas Haag von der Firma BayWa, Eutingen und Frank Ernle, Firma Harscher, Leutkirch.

Nach der Übergabe der Gesellenbriefe blickte der Junggeselle Lukas Haag auf die Jahre der Ausbildung aus Lehrlingssicht zurück. Er bedankte sich bei Lehrern, Ausbildern und Eltern für die Unterstützung. Konsequentes Lernen, aber auch die Bekanntschaft mit der gastronomischen Landschaft Kirchheims verbinde er mit seiner Ausbildungszeit. Er erinnere sich gerne an den großen Zusammenhalt innerhalb der Gruppe. Den Schlusspunkt der gelungenen Veranstaltung setzte Josef Unger, Obermeister der Landmaschinenmechaniker-Innung Reutlingen mit dem Dank an alle Redner und an die musikalische Umrahmung der Lossprechungsfeier.
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