VDP: Brief des Präsidenten

(lifePR) ( Mainz, )
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Liebe Freunde guter deutscher Weine, ­

es sind wirklich keine einfachen Zeiten. Zeiten aber, in denen wir zusammenstehen müssen. Natürlich in Deutschland, aber auch in voller Solidarität mit unseren Freunden in Europa und der ganzen Welt.

Wir alle hoffen, dass wir bald bessere Nachrichten erhalten, dass es ein Licht am Ende des Tunnels gibt. Wir fühlen mit unseren Partnern in der Gastronomie, die am härtesten getroffen sind, aber auch im Handel. Wir hoffen, dass ihnen geholfen wird und dass wir gemeinsam die Krise überwinden. Wir werden, soweit wir können, unterstützen.

Auch für uns Winzer sind dies schwere Zeiten. Es ist völlig unabsehbar, wie stark unser Absatz getroffen wird. Einfach wird es sicher nicht werden. Neben den Problemen im Vertrieb muss doch alles seinen gewohnten Gang gehen: Löhne müssen gezahlt, Flaschen und Korken gekauft, die Weinberge bewirtschaftet und die anderen Verpflichtungen bedient werden. Doch nicht nur das. Noch sind wir völlig ungewiss, ob für die anstehenden Laubarbeiten unsere Stammmitarbeiter aus Polen und Rumänien zur Verfügung stehen. Eine ganze Reihe von Herausforderungen.

So tragen alle schwer, vor allem auch an der Ungewissheit. Der einziehende Frühling veranschaulicht uns aber gegenwärtig, dass es ganz sicher ein „Danach“ geben und dann auch wieder gut gegessen und getrunken wird. So sind wir zuversichtlich. In der oft viele Jahrhunderte lang währenden Geschichte unserer Güter gab es ganz sicher viel schwierigere Zeiten. Jede Generation wächst an ihren Aufgaben. Wir sicher auch an unseren.

Es ist jedes Mal auch eine schwere Entscheidung, die Balance zu finden zwischen notwendiger Vorsorge, frühzeitiger Entscheidung und sorgenvollem, vorschnellen Reagieren. Wir haben uns entschlossen, verantwortungsvoll von Fall zu Fall, möglichst weder zu früh, noch zu spät zu entscheiden, was wir wann durchführen oder eben verschieben oder gar absagen wollen.

Das gilt auch für die VDP.Weinbörse. Den Termin im April haben wir jetzt abgesagt. Noch hoffen wir darauf, dass am 28. und 29. Juni das Schlimmste hinter uns liegt. Ob das so sein wird, wissen wir natürlich nicht. Wir werden zur rechten Zeit eine Entscheidung treffen. Unaufgeregt, verantwortungsbewusst, weder leichtfertig noch panisch. Für den Ball des Weines und unsere Veranstaltung in Rotterdam gilt das gleiche. Auf keinen Fall soll mit Gewalt etwas durchgezogen werden. Gleichwohl müssen wir nach der Krise wieder gemeinsam frohen Mutes nach vorne, zurück ins normale Leben gehen. Dazu zählt dann auch, sich wieder zu sehen, Weine zu probieren und sich auszutauschen.

So sind wir uns sicher, dass es uns allen gelingt gemeinsam einen guten Weg aus der Krise zu finden.

Bleiben Sie und Ihre Familien alle gesund.

Das wünsche ich Ihnen mit herzlichen Grüßen,
Ihr Steffen Christmann
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