„Gerade bei Veränderungen an der Brust entstehen schnell Sorgen und Unsicherheit. Uns ist wichtig, dass Frauen wissen, an wen sie sich wenden können und dass sie bei uns von der ersten Abklärung bis zur Nachsorge gut begleitet werden“, sagt Prof. Dr. Ingolf Juhasz-Böss, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg.
Kurze Wege und feste Ansprechpartner*innen
Mit den neuen Räumen rücken ambulante Praxis und universitäre Medizin noch enger zusammen. Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) arbeitet wie eine reguläre niedergelassene Praxis. Gleichzeitig stehen die spezialisierten Angebote des Universitätsklinikums Freiburg direkt zur Verfügung. Gynäkologie, Radiologie, Hochschulambulanz und MVZ stimmen Diagnostik, Therapie und Nachsorge gemeinsam ab. Für Patient*innen bedeutet das: weniger Wechsel zwischen verschiedenen Anlaufstellen, klarere Abläufe und eine engere Begleitung.
„Viele Frauen kommen mit großer Unsicherheit zu uns. Dann hilft es, wenn sie wissen: Hier kennt das Team ihren Fall, die nächsten Schritte sind abgestimmt und sie müssen sich nicht selbst durch verschiedene Anlaufstellen organisieren“, sagt PD Dr. Stephanie Sauer, Sektionsleiterin der Gynäkologischen Radiologie der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.
Zum Angebot gehören unter anderem Sonografie, Mammografie mit Tomosynthese, MRT der Brust, Mammografie mit Kontrastmittel und gezielte Gewebeproben. In Tumor- und Gendiagnostikboards beraten mehrere Fachgebiete gemeinsam über die weitere Behandlung. Auch rekonstruktive Brustchirurgie, psychoonkologische Begleitung und soziale Beratung gehören zum Universitäts-Brustzentrum Freiburg.
Das Brustzentrum wurde 2003 als erstes entsprechend zertifiziertes Brustzentrum an einer deutschen Universitätsklinik etabliert. Seitdem wurde die Versorgung Schritt für Schritt erweitert. Gemeinsame Fallkonferenzen wurden fest verankert, neue Verfahren der Bildgebung und Gewebeentnahme kamen hinzu. Auch genetische Beratung, rekonstruktive Chirurgie und psychoonkologische Begleitung wurden ausgebaut. Seit 2024 ist zudem das Freiburger Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs zertifiziert.