In einer zunehmend digitalisierten Welt bietet die Veranstaltung einen charmanten Gegenpol der Entschleunigung, der sich fest im Kalender der Automobilenthusiasten etabliert hat. Ganz getreu dem gelebten Museumsmotto „Für Fans von Fans“ stehen dabei der lockere, generationsübergreifende Austausch und die gemeinsame Begeisterung für die Klassiker im Mittelpunkt. Dass die Vielfalt auf dem Platz dabei kaum Grenzen kennt, liegt an der bewusst offen gehaltenen Einladung: Zugelassen sind alle Fortbewegungsmittel, die bis zum Jahr 1991 in den ehemaligen Ostblock-Staaten vom Band liefen. Vom liebevoll gepflegten Zweirad über robuste Alltagsautos bis hin zur tonnenschweren Nutzkraftmaschine oder ehemaligen Staatslimousine wird die gesamte Bandbreite der damaligen Epoche abgebildet. Unterhalb der Zeitzeugen der Luftfahrt erwartet die Besucher das unverwechselbare Zusammenspiel unzähliger Trabanten, während flinke, bunt lackierte Simson- und MZ-Maschinen für dynamisches Flair sorgen. Neben bekannten Klassikern wie Lada und Wartburg lassen sich so auch seltene Raritäten wie der sportliche Melkus RS 1000, der elegante Skoda 110 R, der kraftvolle Tatra V8 oder der Saporoshez, im Volksmund liebevoll „Fiatowitsch“ genannt, aus nächster Nähe entdecken.
„Die Besonderheit dieser Klassiker liegt in ihrer Verbindung aus Technikbegeisterung, persönlichen Erlebnissen und außergewöhnlicher Fahrzeugkultur“, erklärt Holger Baschleben, Organisator des Treffens. „Ihre einfache, mechanisch nachvollziehbare Bauweise fasziniert in unserer heutigen, hochkomplexen Welt mehr denn je. Jedes Modell trägt die Handschrift eines Systems, das trotz knapper Ressourcen bemerkenswerte Ingenieursleistungen hervorgebracht hat. Für viele Besucher wecken die Automobile und Motorräder Erinnerungen an prägende Momente ihres Lebens, sei es der Klang einer Schwalbe oder das lange Warten auf den eigenen Trabanten.“ Das Ostalgie Treffen ist damit weit mehr als eine reine Fahrzeugschau. Es bietet die Möglichkeit, mit den Besitzern ins Gespräch zu kommen, spannende Anekdoten auszutauschen und die technische Entwicklung einer vergangenen Epoche aus nächster Nähe kennenzulernen.