Schnee, Sonne und Regen hinterlassen deutliche Spuren auf den Außenflächen der Maschinen. Um die historischen Flugzeuge langfristig zu erhalten, wird der „Jumbo Jet“ nun über mehrere Wochen hinweg sorgfältig gereinigt – aus bis zu 48 Metern Höhe und auf einer Fläche von mehr als 2.000 Quadratmetern. „Wir bereiten unsere Ausstellungsstücke jedes Jahr auf die neue Saison vor. Alle zwei Jahre erhalten die Flugzeuge eine intensive Reinigung“, erklärt Jakob Rebholz, Werkstattleiter im Technik Museum Speyer. Das Vorhaben wird mit einer 48 Meter hohen Hebebühne umgesetzt. Zu Beginn kommt eine Bühne zum Einsatz, ab Montag, 9. März, arbeiten zwei Teams parallel – jeweils mit zwei Personen pro Hebebühne.
Für die Werkstattmitarbeiter ist der Einsatz in luftiger Höhe eine echte Herausforderung. Schwindelfreiheit und ein sicherer Tritt sind hier Pflicht. Früh am Morgen ist es oft noch kalt, im Laufe des Tages wird es wärmer und je nach Windrichtung bekommen die Teams während der Arbeit regelmäßig eine ordentliche Ladung Wasser ab. Mit Präzision und Teamgeist rücken sie dem Schmutz zu Leibe und bringen den imposanten Jumbo Stück für Stück wieder zum Glänzen.
Nach Abschluss der Reinigung der Boeing 747 wird die darunter stehende Vickers Viscount gereinigt. Anschließend folgen Restaurierungs- und Lackierarbeiten an weiteren Flugzeugen der Ausstellung, um die gesamte Luftfahrtflotte des Museums in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Während der Arbeiten bleibt das Museum geöffnet. Lediglich an einzelnen Tagen kann es zu kurzzeitigen Sperrungen kommen. Besucher sind herzlich eingeladen, den Reinigungsprozess live mitzuerleben und die beeindruckende Welt der Luftfahrtgeschichte im Technik Museum Speyer zu entdecken.