Versöhnung und Verständigung im Mittelpunkt

"Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung" in Stuttgart

Kranzniederlegung zum Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20.Juni 2020 am Denkmal für die Opfer von Flucht und Vertreibung beim Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt
(lifePR) ( Stuttgart, )
Am "Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung", der weltweit auch als "Weltflüchtlingstag" begangen wird, erinnerte die Union der Vertriebenen und Flüchtlinge in der CDU Baden-Württemberg in den vergangen Jahren gemeinsam mit dem Bund der Vertriebenen Baden-Württemberg und der Jungen Union Baden-Württemberg in einer Veranstaltung im Großen Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt an die Opfer von Flucht und Vertreibung und diskutierte in ihren "Stuttgarter Gesprächen" über die aktuelle Situation der Flüchtlingspolitik. Aufgrund der Corona-Pandemie musste jedoch in diesem Jahr dieses traditionelle „Stuttgarter Gespräch“ ausfallen und so sprach die Landesvorsitzende der Union der Vertriebenen und Flüchtlinge in der CDU Baden-Württemberg und des Bundes der Vertriebenen Baden-Württemberg, Stadträtin Iris Ripsam MdB a.D. in diesem Jahr im Rahmen einer Kranzniederlegung des Bundes der Vertriebenen Baden-Württemberg am Denkmal für die Opfer von Flucht und Vertreibung beim Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt.

Zu der von Bläsern der „Siebenbürgisch Sächsischen Blaskapelle Stuttgart“ musikalisch umrahmten Veranstaltung, konnte der Landesgeschäftsführer des Bundes der Vertriebenen Baden-Württemberg, Hartmut Liebscher, dann auch wieder zahlreiche Ehrengäste begrüßen, zu denen auch der CDU-Landtagsabgeordnete Konrad Epple, die ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Andrea Krueger, CDU-Alt-Regionalrat Hans-Werner Carlhoff und Ministerialrat Dr. Stefan Lehr aus dem Innenministerium Baden-Württemberg zählten.

UdVF-Landesvorsitzende Iris Ripsam erinnerte in ihrer Ansprache zunächst an die Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkrieges, bei der 15 Millionen Menschen ihre Heimat, ihre Familien oder auch ihr Leben verloren haben. An diesem Gedenktag werde aber auch im Rahmen des „Weltflüchtlingstages“ an die aktuelle Situation von Flucht und Vertreibung gedacht, die gegenwärtig mit über 70 Millionen Menschen auf der Flucht, weltweit eine unvorstellbare Zahl an Flüchtlingen erreicht habe, wovon die Hälfte der flüchtenden Menschen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind.

In ihrer Rede, die über YouTube live weltweit übertragen wurde, erwähnte die Stuttgarter CDU-Stadträtin auch die während der Vertreibung erfolgten An- und Übergriffe gegenüber den deutschen Heimatvertriebenen und erinnerte daran, dass über 2 Millionen Menschen aufgrund von Flucht und Vertreibung ihr Leben verloren haben. Das Leid und die Erfahrungen aus dem Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen dürfe deshalb nicht vergessen werden, so die Christdemokratin weiter, die sich für eine Stärkung der Erinnerungskultur ausspricht und dabei auch die Betrachtung der deutschen Kultur-und Siedlungsgeschichte im östlichen Europa wachhalten möchte. „Für uns steht der Gedanke von Versöhnung  und Verständigung im Mittelpunkt“, machte Iris Ripsam deutlich und erwähnte in diesem Zusammenhang die Aufnahme von Aussiedlern und Spätaussiedlern und deren Integration in Deutschland. Auch gehöre Flucht und Vertreibung zur deutschen und europäischen Geschichte und so müssten die Erfahrungen der Geflüchteten, der Vertriebenen und der deutschen Minderheiten gehört und die Erinnerung und Kultur gepflegt werden. Daraus müsse natürlich gelernt werden, so die Christdemokratin, die auch das aktuelle Thema der Migration und Integration in ihrer Rede nicht unerwähnt ließ. Dazu brauche es nach Meinung der Politikerin konstruktive, humane und europäische Antworten, die den Menschen gerecht wird und Integration gelingen lässt.

Zum Abschluss erinnerte Ministerialrat Dr. Stefan Lehr vom Innenministerium Baden-Württemberg in einem Grußwort an die herausragende Bedeutung der „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“, mit der die Vertriebenen den Weg dazu freigemacht hätten, dass Deutschland mit allen seinen Nachbarn, stabile und friedliche Beziehungen pflegen kann.

Helmut Heisig

- UdVF-Baden-Württemberg -

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Kranzniederlegung zum Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20.Juni 2020 am Denkmal für die Opfer von Flucht und Vertreibung beim Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt:

v.l.n.r.: Ministerialrat Dr. Stefan Lehr vom Innenministerium Baden-Württemberg, die Landesvorsitzende der Union der Vertriebenen und Flüchtlinge in der CDU Baden-Württemberg und des Bundes der Vertriebenen Baden-Württemberg, CDU-Stadträtin Iris Ripsam MdB a.D., der Landesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Joschi Ament, der CDU-Landtagsabgeordnete Konrad Epple, die ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Andrea Krueger, der Landesgeschäftsführer des Bundes der Vertriebenen Baden-Württemberg, Hartmut Liebscher und der Bundesgeschäftsführer des Bessarabiendeutschen Verein e.V., Günther Vossler.

Fotos: Helmut Heisig
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