Ein christlicher Versöhner

Sudetendeutscher Karlspreis für Daniel Herman

Daniel Herman am Sudetendeutschen Tag
(lifePR) ( Stuttgart, )
Die Sudetendeutsche Landsmannschaft wird ihren Europäischen Karlspreis dem ehemaligen tschechischen Kulturminister Daniel Herman verleihen.

Alles anders - nicht ganz. Denn auch wenn der 71. Sudetendeutsche Tag pandemiebedingt zu einem späteren Zeitpunkt als gewohnt im Münchner Kulturzentrum Gasteig stattfinden wird, wird die Sudetendeutsche Landsmannschaft ihren Europäischen Karlspreis verleihen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder als Schirmherr des Vierten bayerischen Stammes wird die Festansprache halten. Der oberste politischer Repräsentant der Sudetendeutschen Volksgruppe, Sprecher Bernd Posselt, betonte, Daniel Herman sei "ein christlicher Brückenbauer und Versöhner wie kaum ein anderer". 2016 sei er Gast des Sudetendeutschen Tages gewesen und habe als erstes Mitglied einer tschechischen Regierung dort gesprochen. Deutlich habe er in seiner Ansprache die Vertreibung der mehr als 3 Millionen Deutschen aus der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg verurteilt.

Herman sei führend am Dialog zwischen den "tschechischsprachigen und den deutschsprachigen Kindern der Böhmischen Länder im Herzen Europas" beteiligt gewesen, sowohl als Pressesprecher der tschechischen Bischofskonferenz als auch später als christ-demokratischer Politiker, erklärt Posselt. Bis heute zeige sich dies in seiner Arbeit als Ratsmitglied des von den Regierungen in Prag und Berlin eingerichteten Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums. Besonders erwähnt Posselt hier die Aushandlung eines bayerisch-tschechischen Kulturabkommens mit dem seinerzeitigen Kultusminister des Freistaates, Ludwig Spaenle, unter enger Einbeziehung der Sudetendeutschen. So setzt Posselt in Persönlichkeiten wie Daniel Herman seine Hoffnung, "dass auch in den kommenden Jahren in der Tschechischen Republik Kräfte gestärkt und geweckt werden, die die sudetendeutsch-tschechische Zusammenarbeit fortsetzen und intensivieren."

"Der Europäische Karlspreis der Sudetendeutschen ist nach Karl IV., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches sowie böhmischer und deutscher König aus dem Hause Luxemburg benannt. Unter den bisherigen Karlspreisträgern waren Persönlichkeiten der tschechischen Zivilgesellschaft wie Bischof Josef Koukl und der ehemalige Sprecher der Freiheitsbewegung Charta 77 Petr Uhl, der Gründer der Paneuropa-Bewegung, RichardCoudenhove-Kalergi, und sein Nachfolger Otto von Habsburg, herausragende deutsche und bayerische Politiker wie Bundespräsident Karl Carstens und Ministerpräsident Franz Josef Strauß sowie Repräsentanten der verschiedenen Religionsgemeinschaften wie der Wiener Kardinal Christoph Schönborn und die Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde in München und Oberbayern,Charlotte Knobloch.
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