Max-Planck-Institut : Skandal soll systematisch vertuscht werden

SOKO Tierschutz kritisiert befangene Ermittlungen der Behörden

(lifePR) ( Augsburg, )
10 Tage nach der Veröffentlichung einer 6 ½ Monate Undercover-Recherche im Primatenlabor der Max-Planck-Gesellschaft durch SOKO Tierschutz und BUAV in Tübingen blamieren sich die Affenforscher und die Behörden mit Vertuschungsversuchen, befangenen Gutachtern und angekündigten Kontrollen. Bei einem zweiten Stern TV Beitrag am Mittwoch brachen die Vorwürfe der Tierversuchsforscher gegenüber SOKO Tierschutz zusammen und konnten widerlegt werden. Zwei Tierschutzbeauftragte und Tierversuchsforscher waren nicht in der Lage einfachste Fragen zu beantworten und verwickelten sich in Widersprüche.

Die Sprecher des MPI hatten die Öffentlichkeit im Fall der todkranken Äffin Stella belogen. Auch die Tierschutzbeauftragten wollten keine Details über den fast 24 h dauernden Endversuch an dem Tier Stella geben. Denn es wurde nicht wie behauptet sofort eingeschläfert, sondern noch einem langen Tierversuch "aus Forschungsanspruch" unterzogen.

Das externe Audit durch einen unabhängigen Forscher entpuppt sich folgerichtig als Lachnummer. Denn der Auditor ist der Chef des größten deutschen Tierversuchslabors für Affen, das schon seit Jahren eng mit dem MPI zusammenarbeitet. So sollen nun die Forscher das MPI reinwaschen, die Sektionen an den am Institut getesteten und verstorbenen Affen durchführen und dazu noch gute persönliche Kontakte mit dem Institut pflegen.

SOKO Tierschutz ist wenig verwundert über diese Taktiken. Denn das Labor ist offensichtlich in Panik und fürchtet um den gigantischen Neubauplan für ein neues Affenlabor.

Das Regierungspräsidium macht bei diesen Taktiken mit. Bisher hat die Behörde noch nicht einmal das Beweismaterial angefordert und den Zeugen befragt. Eine von SOKO Tierschutz und BUAV eingereichte 140-seitige Expertise in dem Fall wurde bisher nicht beachtet.

Am 18.09.2014 hat SOKO Tierschutz dem Regierungspräsidium erneut eine ausführliche Stellungnahme zugeschickt, in der zu einem Treffen auffordert wird um die Erkenntnisse aus der Recherche besprechen und sie mit den offensichtlichen Falschaussagen des Instituts konfrontieren zu können.

SOKO Tierschutz glaubt, dass angemeldete und vorhersehbare Kontrollen und eine enge Zusammenarbeit mit den Tätern nicht als eine objektive Untersuchung des Tatbestandes anzusehen sind und von mangelndem Interesse an der Aufklärung des Skandals zeugen.

"Das wäre so als würde man bei einem Bankraub nur den Bankräuber befragen und Videoüberwachung und Zeugen von der Ermittlung ausschließen. Das lässt tief blicken und erklärt vielleicht auch das grausame Eigenleben des Labors und die traurigen Folgen für die Tiere.", so Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz.

SOKO Tierschutz fordert ein Ende der Primatenversuche und ein klares "Nein" zu weiteren Ausbauten der Einrichtung und noch mehr Affenleid. Hunderte Menschen werden sich am Samstag ab 14.00 in Tübingen bei der SOKO Tierschutz Demo dieser Forderung lautstark anschließen.
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