Afghanistan: Für Fortsetzung der Corona-Hilfen werden weitere Spenden gebraucht

Shelter Now berichtet über aktuelle Lage – Virus breitet sich rapide aus

Gründliches Händewaschen ist auch in Afghanistan ein zentrales Mittel gegen die Ausbreitung der Pandemie. (lifePR) ( Braunschweig, )
Für die Verteilung von Hygiene-Sets zum Schutz gegen das Coronavirus sowie Lebensmitteln an arme Familien in Afghanistan benötigt das internationale christliche Hilfswerk Shelter Now dringend weitere Spendenmittel. Bisher habe man mit rund 3.500 Familien knapp die Hälfte der vorgesehenen Zahl von 8.000 erreichen können, berichtet der deutsche Shelter Now-Direktor Udo Stolte. In der Provinz Herat sei für 1.860 Familien zusätzlich ein Hygiene-Training angeboten worden. Unterdessen breitet sich das Corona-Virus in Afghanistan rapide aus und verschärft auch die ohnehin angespannte Ernährungssituation, vor allem unter unter den ärmeren und benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

Nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation haben sich in Afghanistan bislang (Stand 10. Juli) rund 34.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, fast 1.000 sind daran gestorben. Die offiziellen Statistiken seien jedoch nach Angaben von Shelter Now-Mitarbeitern vor Ort „wenig aussagekräftig“, sagt Stolte, da ausreichende Testmöglichkeiten fehlten. Auch die Zahl der Toten erscheine nicht vollständig. Neben der Hauptstadt Kabul ist demnach die westafghanische Provinz Herat besonders betroffen. Hierhin waren Hunderttausende Afghanen vor der Ausbreitung des Coronavirus im Iran geflohen – viele waren wahrscheinlich infiziert und verteilten das Virus weiter im Land.

Afghanische Mitarbeiter hätten immer wieder von Covid-19-Todesfällen im Verwandten- oder Bekanntenkreis berichtet, so der Shelter Now-Direktor. Das Büro des Hilfswerks in Herat habe für zwei Wochen schließen müssen, da mehrere Kollegen Symptome gezeigt hätten. Alle hätten jedoch zum Glück milde Verläufe ohne Atembeschwerden gehabt. „Ein großes Problem im ganzen Land ist der Mangel an Sauerstoff“, schildert Stolte. Er kenne glaubwürdige Berichte aus Kabul, wonach sich fünf Patienten eine Sauerstoff-Flasche teilen müssten – jeder für ein paar Minuten. Manche Kranke mit Überlebenschancen seien wegen dieser Lage doch gestorben.

In den vergangenen Wochen konnte Shelter Now in Afghanistan rund 3.500 Familien mit den Hilfsgütern versorgen. Die Hygiene-Sets enthalten unter anderem Masken, Seifen, Shampoo, Chlorreiniger mit Sprühflasche sowie eine Anleitung zur Herstellung von eigenem Desinfektionsmittel für Gebrauchsgegenstände. Vergleichbare Verteilaktionen durch Shelter Now gab es nach Angaben von Stolte auch in Kurdistan, wo unter anderem mehrere Hundert jesidische Flüchtlingsfamilien in den Lagern in Baadre und Sheikhan erreicht wurden.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.