Herzstück des Projekts war ein selbst entwickeltes, wissenschaftlich fundiertes und über den gesamten Projektzeitraum kontinuierlich weiterentwickeltes Zukunftsquiz. Zunächst wurde es in Gestalt von handlichen Heften mit 24 Fragen und Antworten verteilt und an Infoständen mit Vorübergehenden gespielt. Über 235.000 dieser Hefte wurden bundesweit verteilt – in Schulen, bei Stadtfesten, in Seniorenzentren, VHS-Kursen und öffentlichen Veranstaltungen. Im Laufe der drei Jahre wurde das Quiz aber auf mehr als 200 Fragen erweitert und digitalisiert.
"Das Herz des Projekts sind für mich die Quizze vor Ort. Im gemeinsamen Raten entsteht Lernen, Austausch und oft auch die Begegnung mit neuen Bekannten und Gleichgesinnten. Neben den eingesparten CO2-Emissionen und dem vermittelten Wissen über Selbstwirksamkeit berührt es mich sehr, dass unsere Aktiven den Mut gefunden haben, so viele Quizze zu spielen – und es ihnen größtenteils auch Spaß gemacht hat." Agnes Reuter, Projektleitung
Das Projekt endet nun und hat seine Ziele weit übertroffen: Mehr als 20.000 Tonnen CO2 wurden in den letzten drei Jahren eingespart, 910 Quizveranstaltungen mit Quizmastern bundesweit durchgeführt und 62 neue Regionalgruppen gegründet. Auch nach Projekt-Abschluss wirkt es jedoch weiter: Die bundesweite Präsenz der Omas in rund 100 aktiven Regionalgruppen mit Online-Quiz, umfangreicher Kampagnenarbeit, einem wachsenden Fundus an Quizmaterialien und einer CO2-Challenge auf www.zukunftsquiz.de sorgt dafür, dass die dadurch gewonnenen Erkenntnisse nachhaltig in die Gesellschaft hineinwirken.
Generationen 50plus als Schlüssel-Zielgruppe im Klimaschutz
Die Generation 50plus stellt nicht nur fast 60 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland, sondern hat durch zahlreiche Konsumentscheidungen auch eine nicht zu unterschätzende Markt-Macht. Damit ist sie ein entscheidender Faktor für die sozial-ökologische Transformation. Das Projekt ermöglichte zur nachhaltigen Weiterbildung dieser Zielgruppe bundesweit rund 200 Workshops sowie ungezählte Vorträge und Infostände. Allein in Ostdeutschland entstanden im Projektzeitraum 14 neue Regionalgruppen – trotz der dort oft schwächer ausgeprägten zivilgesellschaftlichen Strukturen. Dieses Projekt hat viele Menschen – in erster Linie Frauen – dazu ermutigt, sich erstmals aktiv zivilgesellschaftlich einzubringen und Verantwortung für die Zukunft nachfolgender Generationen zu übernehmen.
„Ich habe es mir lange Zeit überhaupt nicht zugetraut, mich vor so eine Gruppe zu stellen. Ich fand immer neue Ausreden, warum ich es nicht könnte“, erzählt Marlies K., 72, aus Leipzig davon, wieviel Überwindung es sie gekostet hat, als Quizmasterin aktiv zu werden. „Aber dann … es war überhaupt kein Problem. Alle haben mitgemacht. Das war mein erstes, aber nicht mein letztes Quiz.“
Ausblick: Neues Projekt PEtra 50+
Das nächste Projekt der Omas for Future steht bereits in den Startlöchern: Mit „PEtra 50+ – Partizipation und Empowerment für Frauen 50plus“ wollen sie Frauen ermutigen, ihre Ideen, Erfahrungen und Perspektiven aktiv in die Gesellschaft einzubringen – vor allem in ländlichen und strukturschwachen Regionen.
Weitere Informationen dazu und Mitmachmöglichkeiten finden sich unter: https://omasforfuture.de/petra_50_plus