Die wesentlichen Anzeichen eines erhöhten Osteoporose-Risikos sind wissenschaftlich identifiziert, u. a. Alter, Knochenbrüche, einige chronische Erkrankungen und die Verordnung bestimmter Arzneimittel. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2024 dürfen Krankenkassen solche Daten unter strengen Bedingungen auswerten; dazu gehört eine Vorabinfo an die Versicherten, damit sie ihr Veto einlegen können.
Die novitas bkk hat im Spätsommer eine solche Auswertung durchgeführt und im Oktober allen Versicherten mit Risikofaktoren einen Besuch bei ihrer Arztpraxis empfohlen. Die jeweils empfohlene Knochendichtemessung hat die novitas bkk in diesen Fällen ausnahmslos übernommen.
„Wenn eine Osteoporose im Frühstadium erkannt wird“, sagt novitas-Vorständin Kirsten Budde, „dann kann man das Auftreten schwerer Knochenbrüche mit Maßnahmen wie Ernährungsumstellungen, Bewegung, Krafttraining und bei Bedarf auch Medikamenten verhindern oder zumindest sehr weit hinauszögern. Für uns ist das eine große Chance, denn normalerweise können wir Kosten übernehmen, beraten und aufklären. Aber diesmal können wir unsere Versicherten aktiv schützen, und fürsorglicher geht es nicht.“