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Erfolgreicher Produktivstart: NOVENTI und RED Medical Systems etablieren KIS-unabhängige E-Rezept-Lösung am Klinikum Hanau

Lösung ermöglicht durchgängige E-Rezept-Prozesse auch bei noch nicht vollständig unterstützenden Krankenhausinformationssystemen

(lifePR) (München, )
  • NOVENTI ApoFAKT und RED verbinden ärztlichen Verordnungsprozess und Krankenhausapotheke über eine FHIR-Schnittstelle
  • Nach erfolgreicher Pilotierung plant das Klinikum Hanau die Ausweitung auf weitere Ambulanzen
NOVENTI, ein führendes Abrechnungs- und Softwareunternehmen im Gesundheitswesen, baut seine Aktivitäten für die Digitalisierung im Klinik- und Krankenhausbereich weiter aus. NOVENTI hat gemeinsam mit RED Medical Systems, dem Pionier für cloudbasierte Software- und TI-Lösungen für das Gesundheitswesen, am Klinikum Hanau eine KIS-unabhängige E-Rezept-Lösung erfolgreich pilotiert und inzwischen in den Produktivbetrieb überführt. Die Lösung ermöglicht einen durchgängig digitalen Prozess von der Rezeptanforderung über die ärztliche Verordnung und Signatur bis zur weiteren Verarbeitung, Dispensierung und Abrechnung in der Krankenhausapotheke. Auch dann, wenn das bestehende Krankenhausinformationssystem (KIS) die erforderlichen E-Rezept-Prozesse noch nicht vollständig unterstützt.

KIS-unabhängige Lösung schließt bestehende Prozesslücke

Viele Kliniken stehen weiterhin vor der Herausforderung, dass zentrale Abläufe rund um das E-Rezept innerhalb ihrer bestehenden Krankenhausinformationssysteme noch nicht vollständig digital abgebildet werden können. Dies betrifft insbesondere die digitale Rezeptanforderung sowie ihre durchgängige Verknüpfung mit dem anschließenden Verordnungs- und Abgabeprozess in der Krankenhausapotheke.

Für diese direkte Zuweisung des E-Rezepts durch eine verordnende Einrichtung an eine Apotheke wird der sogenannte Workflow 169 genutzt. Er regelt die Direktzuweisung innerhalb des E-Rezept-Prozesses. Damit daraus im Krankenhaus jedoch ein durchgängig digitaler Gesamtprozess entsteht, müssen auch die vorgelagerte Rezeptanforderung sowie die anschließende Verarbeitung in der Krankenhausapotheke technisch miteinander verbunden sein. Genau hier besteht eine Lücke, wenn das vorhandene KIS die dafür erforderlichen Funktionen noch nicht vollständig unterstützt.

Die in Hanau umgesetzte KIS-unabhängige Lösung schließt diese Prozesslücke, indem sie die erforderlichen Prozessschritte über Systemgrenzen hinweg miteinander verbindet.

Michael Gabler, Sprecher der Geschäftsführung NOVENTI HealthCare GmbH: „Krankenhäuser brauchen digitale Lösungen, die sich nahtlos in bestehende Strukturen integrieren lassen und zugleich flexibel genug sind, unterschiedliche technische Voraussetzungen abzubilden. Genau hier liegt für uns die Stärke interoperabler Systeme: Sie ermöglichen durchgängige Prozesse, ohne dass Kliniken auf die vollständige Weiterentwicklung einzelner Primärsysteme warten müssen. Mit ApoFAKT und RED als Technologiepartner schaffen wir die dafür notwendige Flexibilität.“

Technisch wird die gemeinsame KIS-unabhängige Lösung durch das Zusammenspiel von NOVENTI ApoFAKT und RED umgesetzt: RED übernimmt den ärztlichen Verordnungsprozess, während NOVENTI ApoFAKT die weitere Verarbeitung auf Seiten der Krankenhausapotheke abbildet. Über eine direkte FHIR-Schnittstelle sind beide Systeme miteinander verbunden und ermöglichen einen bidirektionalen Datenaustausch.

Jochen Brüggemann, Geschäftsführer von RED: „Gerade in gewachsenen IT-Landschaften ist es entscheidend, dass unterschiedliche Systeme zuverlässig miteinander kommunizieren können. Die direkte Verbindung mit NOVENTI ApoFAKT ermöglicht es, den ärztlichen Verordnungsprozess nahtlos mit den Abläufen in der Krankenhausapotheke zu verknüpfen. Das Projekt im Klinikum Hanau zeigt, wie sich durch Interoperabilität bestehende Prozesslücken praxisnah schließen lassen.“

Vom Piloten in den produktiven Klinikalltag

Nach umfangreichen technischen Tests ging die Lösung am Klinikum Hanau in den Produktivbetrieb. Bereits im ersten produktiven Abrechnungszeitraum konnten zahlreiche E-Rezepte über den neuen Prozess erstellt, verarbeitet und erfolgreich zur Abrechnung eingereicht werden.

Zarmal Kashefy, Projektleiter E-Rezept Kliniken bei NOVENTI: „Ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg des Projekts war die enge und kontinuierliche Kommunikation zwischen allen Partnern. Gemeinsam mit dem Klinikum Hanau, der Krankenhausapotheke und RED haben wir die Anforderungen aus der Praxis frühzeitig zusammengeführt. So konnten wir den Prozess praxisnah weiterentwickeln und erfolgreich vom Pilotprojekt in den Produktivbetrieb überführen.“

Dr. Danny Brell, Leiter der Krankenhausapotheke am Klinikum Hanau ergänzt: „Für uns war entscheidend, einen digitalen E-Rezept-Prozess zu schaffen, der sich in unsere bestehenden Abläufe integrieren lässt und gleichzeitig im klinischen Alltag zuverlässig funktioniert. Die erfolgreiche Überführung in den Produktivbetrieb zeigt, dass dieser Ansatz funktioniert. Auf dieser Basis wollen wir das E-Rezept-Volumen nun weiter erhöhen und schrittweise weitere Ambulanzen anbinden.“

Erfolgreiche Basis für die weitere Skalierung

Nach dem erfolgreichen Produktivstart soll die Lösung nun schrittweise skaliert werden. Das Klinikum Hanau plant, das E-Rezept-Volumen deutlich zu erhöhen und schrittweise weitere Ambulanzen an den digitalen Prozess anzubinden.

Für NOVENTI ist der Produktivbetrieb in Hanau zugleich ein weiterer Schritt der klinischen E-Rezept-Strategie. Bereits im Rahmen des E-Rezept-Pilotprojekts mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin hatte NOVENTI gemeinsam mit Partnern neben der erfolgreich pilotierten, in das KIS integrierten E-Rezept-Lösung, auch eine KIS-unabhängige Lösung als zusätzlichen Ansatz getestet und erfolgreich erprobt. Mit dem Produktivbetrieb am Klinikum Hanau erreicht dieser KIS-unabhängige Ansatz nun den nächsten Entwicklungsschritt und kann künftig auf weitere Anwendungsbereiche ausgeweitet werden.

Damit steht auch weiteren Kliniken, deren bestehendes Krankenhausinformationssystem die erforderlichen E-Rezept-Prozesse noch nicht vollständig unterstützt, eine im Produktivbetrieb erfolgreich getestete Lösung zur Verfügung.
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