- Der Alltag wird zur Kostenfrage
- Wer Reisen streicht, spart längst an anderer Stelle
- Je knapper das Budget, desto wichtiger werden Überblick und Planung
Besonders deutlich wird das bei denjenigen, die aus Sorge vor Inflation oder der weltweit angespannten Lage auf ihre Urlaubsreise verzichten. 57,9 Prozent von ihnen sagen, dass sie sich schon jetzt deutlich weniger leisten können als im Vorjahr. Weitere 42,1 Prozent geben an, die Auswirkungen aktuell zwar noch nicht so stark zu spüren, vorsorglich aber lieber Geld für die Zukunft zurücklegen wollen. 2025 lag dieser Wert bei 39 Prozent, 2024 bei 28,6 Prozent, 2023 bei 15,4 Prozent.
Damit wird klar: Die Belastung trifft viele nicht erst bei größeren Plänen, sondern schon mitten im Alltag. Das Bedürfnis wächst, Reserven zu schonen und Ausgaben vorsichtiger zu planen. Nicht nur das Geld sitzt knapper, auch der Wunsch nach einem finanziellen Polster wächst.
Je nach Alter und Lebenssituation fällt der Spielraum sehr unterschiedlich aus. Wie eng das Budget tatsächlich wird, hängt auch vom Lebensalter ab. Besonders häufig sagen 35- bis 49-Jährige, dass sie sich bereits heute deutlich weniger leisten können als noch im Vorjahr (66,7 Prozent). Bei den über 50-Jährigen sind es 55,6 Prozent, bei den 18- bis 34-Jährigen 54,5 Prozent.
Der Druck zeigt sich zuerst bei den laufenden Kosten
Wer finanziell unter Druck steht, merkt das vor allem dort, wo Ausgaben immer wiederkehren. Besonders häufig genannt werden dabei Preissteigerungen bei Energie sowie bei Dingen des täglichen Bedarfs wie Lebensmitteln, Drogerieartikeln oder Kleidung. Auch gestiegene Kosten für Dienstleistungen wie Friseur oder Taxi spielen für viele eine Rolle.
Viele haben ihr Verhalten im Alltag längst angepasst
Die finanzielle Belastung bleibt dabei nicht abstrakt, sondern verändert ganz konkret das Verhalten im Alltag. 31,8 Prozent der Betroffenen geben an, bei alltäglichen Ausgaben stärker zu sparen, etwa bei Lebensmitteln oder Haushaltsprodukten.
27,3 Prozent der Deutschen sagen, sie konzentrierten sich stärker auf notwendige Ausgaben und verzichteten darauf, sich etwas zu gönnen. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren (2025: 12 Prozent, 2024: 16 Prozent). Jeweils 18,2 Prozent sparen beim Energieverbrauch im Haushalt oder verzichten aktuell auf größere geplante Ausgaben wie Möbel, Auto oder andere Anschaffungen.
Auch hier zeigt sich, wie stark die Lebenssituation den Alltag prägt. Unter den Befragten mit weniger Einkommen als 2.500 Euro netto sagen 45,5 Prozent, dass sie im Alltag stärker sparen. Bei Haushalten mit 2.500 Euro oder mehr sind es 25 Prozent. Singles geben mit 28,6 Prozent an, bei alltäglichen Ausgaben stärker zu sparen, Befragte in Mehrpersonenhaushalten mit 37,5 Prozent.
Die Ergebnisse der norisbank-Umfrage machen sehr deutlich, dass für viele Deutsche finanzielle Unsicherheit keine abstrakte Sorge ist, sondern Teil des Alltags. Gerade in angespannten Zeiten ist ein guter Überblick und bewusstes Planen mit dem eigenen Budget besonders wichtig. Die norisbank unterstützt ihre Kundinnen und Kunden dabei mit einfachen, digitalen Lösungen, die mehr Transparenz schaffen und helfen, die eigenen Finanzen jederzeit im Blick zu behalten.
Mehr Informationen zur norisbank finden Sie unter www.norisbank.de.
Über die Umfrage
Die norisbank hat zusammen mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.021 Personen ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ nach Geschlecht, Alter und Region befragt. Die Online-Befragung wurde Anfang März 2026 durchgeführt.