Erste Hilfe, wenn Azubis ihre Ausbilder in den Wahnsinn treiben

Eine obx-Reportage (www.obx-news.de)

Foto: obx-news/Eckert Schulen (lifePR) ( Regensburg/Berlin, )
Jedes vierte Ausbildungsverhältnis in Deutschland scheitert. Für viele Unternehmen wird das zunehmend zum Problem. Denn der Bewerbermarkt ist leergefegt. Betriebe suchen deshalb vermehrt nach Wegen, den schwierigen Spagat zwischen Erziehung und fachlicher Ausbildung zu meistern. Der diesjährige Deutsche Bildungspreis gab dem Thema erstmals eine große Bühne. Bayerns größter privater Weiterbildungsanbieter hat als Pionier in diesem neuen Markt einen eigenen Ansatz für die Praxis entwickelt, den immer mehr Betriebe nutzen.

Für Unternehmen sind Auszubildende heute oft wertvoller als je zuvor: Denn in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels können längst nicht mehr alle Stellen besetzt werden. Allein in diesem Jahr fanden Betriebe nach Angaben der Agentur für Arbeit für rund 50.000 Ausbildungsplätze keine Bewerber. Zunehmend Sorgen bereitet Unternehmern gerade auch daher die hohe Abbrecherquote bei den Ausbildungsverhältnissen: Jeder vierte Ausbildungsvertrag wird nach Statistiken der Kammern wieder gelöst — die meisten davon im ersten Lehrjahr. Eine Hauptursache: Jeder zweite Abbrecher nannte bei einer Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung „Probleme mit den Ausbildern und Kollegen“. „Weil der Bewerbermarkt leergefegt ist, müssen sich immer mehr Unternehmen die Frage stellen, wie sie das Verhältnis zwischen Ausbildern und Azubis verbessern und Auszubildende halten können“, sagt Knut Wuhler. Gemeinsam mit seinem Team aus erfahrenen Pädagogen hat er an den Eckert Schulen in Augsburg ein Pilotprojekt entwickelt. Es könnte künftig bundesweit Schule machen.

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