Auch für Flexgas scheint es eng zu werden

(lifePR) ( Neuss, )
Erst Mitte April hatte der Insolvenzantrag des Discount-Stromanbieters Flexstrom für viel Aufsehen auf dem Energiemarkt und zu extremer Verunsicherung von mehr als 500.000 betroffenen Kunden gesorgt. Nun scheinen sich die Anzeichen zu verdichten, dass die in der Insolvenzerklärung noch als vorerst nicht betroffen bezeichnete Gas-Tochter Flexgas dem Mutterkonzern schon in Kürze in die Pleite folgen könnte.

Investor zieht sich nur eine Woche später zurück

Die Flexstrom AG hatte ihre Gas-Tochter kurz vor der Pleite an einen Finanzinvestor aus der Schweiz, die AKO Capital, verkauft. Die Pläne gingen dahin, die Flexgas GmbH unter dem neuen Namen Fair-Trade-Gas am Markt zu halten und derweil das bisherige Management kurzfristig auszutauschen. Bisherige Kunden wurden in Sicherheit gewogen, nichts sollte sich für sie ändern.

Eine Sicherheit die sich nun als trügerisch herausstellen könnte. Bereits eine Woche nach der Bekanntmachung der Flexstrom-Insolvenz und der Übernahme der Flexgas GmbH durch die AKO Capital AG, hat der Investor wieder Abstand von diesem Geschäftsvorgang genommen. Auf der Seite der AKO Capital mit Firmensitz in Zürich ist eine Erklärung zum Rücktritt vom Kaufvertrag der Flexgas GmbH zu lesen. Begründet wird dieser Schritt folgendermaßen: "AKO wollte die Markt- und Kundenstrategie der Flexgas ändern und hin zu mehr Transparenz und Risikominimierung für den Kunden. Leider haben neue Erkenntnisse nach der Beurkundung zu diesem Schritt geführt."

Die Stadtwerke Essen AG kappt als erster Netzbetreiber bereits die Leitungen

Während die genauen Einzelheiten für den Rückzug des Investors mit dieser Erklärung erstmal mehr als unklar bleiben, scheinen die Folgen dieses Schrittes umso klarer: Auch eine Insolvenz der Gas-Tochter Flexgas scheint nun nicht mehr abzuwenden.

Als einer der ersten Netzbetreiber haben dementsprechend die Stadtwerke Essen reagiert. Wie am Donnerstag in einem Artikel der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) zu lesen war, haben die Stadtwerke den Netznutzungsvertrag mit Flexgas am 20. April, genau einen Tag nach dem Rückzug des Investors, gekündigt. Nach Darstellung der Stadtwerke sei die Flexgas derzeit mit einem fünfstelligen Betrag im Zahlungsrückstand für die Netznutzungsentgelte. Wie viele weitere Netzbetreiber diesem Beispiel folgen werden, bleibt abzuwarten.

Die jetzt von der Kündigung betroffenen Kunden müssen aber nicht fürchten, dass ihnen Heizung oder Herd "abgesperrt" werden. Sie werden von den Stadtwerken übergangslos weiter versorgt, allerdings in Grund- und Ersatzversorgung. Schnelles Handeln tut dennoch Not. Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass die betroffenen Kunden umgehend selbst bei Flexgas kündigen müssen, um dann ein neues Vertragsverhältnis bei einem anderen Anbieter eingehen zu können.

Energieverbraucherportal und Mut-zum-Wechseln nehmen Flexgas-Angebote aus dem Tarifrechner

Die Flexstrom-Insolvenz und die undurchsichtigen Entwicklungen bei der Weiterführung der Gas-Tochtergesellschaft haben das Energieverbraucherportal und dessen Schwesterportal Mut-zum-Wechseln.de dazu bewogen, trotz noch nicht bestehender Insolvenz neben den Tarifangeboten der Flexstrom AG (inklusive der Töchter Löwenzahn Energie und der Optimal Grün) auch alle Flexgas-Angebote ab sofort aus den Tarifrechnern zu nehmen, damit Verbraucher hier mit Sicherheit und einem guten Gefühl wie gewohnt einen seriösen und transparenten Energievergleich erhalten.

Quellen:

www.sueddeutsche.de
http://ako-capital.de/
www.derwesten.de
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