Fahren ohne Führerschein stellt tödliche Gefahr auf deutschen Straßen dar!

Am 15. Juni ist der Tag der Verkehrssicherheit / MOVING warnt

(lifePR) ( Berlin, )
Das Fahren ohne Führerschein stellt ein großes Problem in der Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen dar – und das in allen Altersklassen. Die MOVING International Road Safety Association e.V. fordert zum Tag der Verkehrssicherheit am 15. Juni: „Wir brauchen eine Aufklärungskampagne, die zeigt, wie viele Menschen durch das Fahren ohne Führerschein das Leben anderer Menschen und ihr eigenes aufs Spiel setzen. Und das nicht nur in Deutschland. Denn das Fahren ohne Führerschein ist ein europaweites Problem.“

Ein Viertel der Deutschen, die ohne Führerschein einen Unfall mit Personenschaden verursacht haben, waren im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. 22 Prozent der Deutschen, die sich ohne Führerschein ans Steuer setzten und einen Unfall verursachten, waren sogar unter 25 Jahre alt.1 „Das stellt ein großes Problem in der Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen dar“, so der Präsident Jörg-Michael Satz von der MOVING International Road Safety Association e.V.. Deshalb fordert der Verband zum Tag der Verkehrssicherheit am 15. Juni auf: „Lassen Sie uns gemeinsam die Menschen in Deutschland darauf aufmerksam machen, wie groß die Verantwortung ist, die sie im Straßenverkehr tragen – nicht für sich sondern vor allem für die Gesundheit und das Leben anderer Menschen. Wir sagen NEIN zum Fahren ohne Führerschein“.

Damit unterstützt MOVING die Vision Zero, ein politisches Ziel des Koalitionsvertrages. Es geht darum, den Straßenverkehr so sicher zu machen, dass es keine Verletzten und Toten mehr gibt. Dafür sollen sich die Gestaltung der Verkehrsmittel und der Verkehrswege entsprechend ausrichten und Regelwerke zur Teilnahme am Straßenverkehr angepasst werden. „Das Fahren ohne Führerschein muss der Vergangenheit angehören, damit können wir einen großen Beitrag zur Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen leisten“, so der MOVING-Präsident.

Fahren ohne Führerschein: Problem in allen Altersklassen

Das Fahren ohne Führerschein ist jedoch nicht nur in den jungen Altersklassen ein Problem: Auch, wenn mit zunehmenden Alter die Anzahl der Verkehrsunfall-Verursacher abnimmt, machten Fahrer im Alter zwischen 35 und 45 Jahren immer noch einen Anteil von 17 Prozent an der Gesamtzahl derer aus, die ohne Führerschein einen Unfall mit Personenschaden verursacht haben. Der Anteil in der Altersklasse zwischen 45 und 55 Jahren lag bei 15 Prozent. Erst ab 55 Jahren nahm der Anteil deutlich ab.1

Insgesamt wurden im Jahr 2017 zwei Prozent aller Unfälle, bei denen Personen verletzt oder sogar getötet wurden, von Fahrern ohne Führerschein verursacht. Betrachtet man den Anteil der durch Fahrer ohne Führerschein verursachten Verkehrstoten, betrug dieser ganze drei Prozent.1

„Wir brauchen eine Aufklärungskampagne, die zeigt, wie viele Menschen durch das Fahren ohne Führerschein das Leben anderer Menschen und ihr eigenes aufs Spiel setzen. Und das nicht nur in Deutschland. Denn das Fahren ohne Führerschein ist ein europaweites Problem“, fordert Jörg-Michael Satz.

NRW und Bayern: Hier wurden die meisten Fahrer ohne Führerschein erfasst

Wie Statistiken2 belegen, waren 2016 – zumindest „auf dem Papier“ – vor allem zwei Bundesländer sehr auffällig: So wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 21.000 Fälle erfasst, in denen ein Fahrer ohne Führerschein unterwegs war. In Bayern waren es 20.000 Vorfälle. In Hamburg, Bremen und dem Saarland waren es hingegen jeweils nur 1.000 Fälle, in denen Personen ohne Führerschein von der Polizei erfasst wurden.

„Diese Zahlen geben zwar einen groben Überblick über die Unterschiede in den Bundesländern, leider gibt es aber weder Statistiken in Deutschland noch in Europa, die die einzelnen Personen pro Bundesland oder Land erfasst, sondern lediglich die Fälle. Das heißt, auch Mehrfach-Fahren ohne Führerschein von ein und derselben Person fällt darunter. Dabei bräuchten wir dringend eine solche, auf Personen bezogene, Statistik, um einen repräsentativen Vergleich zwischen den europäischen Ländern und den Bundesländern aufstellen zu können. Nur so können wir die zu ziehenden Konsequenzen richtig einschätzen und entsprechende Maßnahmen umsetzen“, so Jörg-Michael Satz.

1 Statistisches Bundesamt 2018, Unfallstatistik 2017

2 Kraftfahrtbundesamt 2019, Flensburg
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