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CDU-Kandidat Hagel: Ich will, dass in Baden-Württemberg weiter Autos gebaut werden

Bekenntnis zum Verbrenner – Politik entscheidet nicht über Antriebstechnik

(lifePR) (Stuttgart, )
Der Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Manuel Hagel, will dafür sorgen, dass die Automobilindustrie im Land die Leitindustrie bleibt. Im Gespräch mit auto motor und sport bekennt sich Hagel klar zur Technologieoffenheit und zum Verbrenner: „Wer will, dass Autos gebaut werden, der muss auch wollen, dass Autos gekauft werden. Und wer will, dass Autos gekauft werden, muss auch wollen, dass Autos gefahren werden. Wir als CDU kämpfen dafür, dass die Automobilindustrie die Leitindustrie unseres Landes bleibt.“

Dazu gehöre, dass auch in Zukunft Verbrennerfahrzeuge gebaut werden. „Mercedes-Chef Ola Källenius hat sehr deutlich gemacht, dass ein pauschales Verbrennerverbot ab 2035 unrealistisch ist. Wir produzieren für den Weltmarkt. In vielen Regionen der Welt werden noch auf Jahrzehnte Verbrenner einen großen Teil der Neuzulassungen ausmachen“, unterstreicht Hagel. „Wir können doch diese Realität nicht ignorieren und am Bedarf vorbeiproduzieren! Für das Autoland Baden-Württemberg ist ein Gebot für Forschung und Entwicklung goldrichtig, aber ein Verbot von Technologie immer falsch.“

Damit setzt sich Hagel vom Gegenkandidaten und möglichen Koalitionspartner Cem Özdemir ab. Der hatte der CDU vor wenigen Tagen in der Augsburger Allgemeinen Naivität vorgeworfen: „Mit rückwärtsgewandten Debatten und Nostalgie sichern wir nicht den Wirtschaftsstandort. Das Auto der Zukunft fährt elektrisch, denkt digital, kommuniziert vernetzt, steuert autonom. Wer das ignoriert, schadet unserer Autoindustrie und gefährdet Arbeitsplätze.“ Özdemir wirft der CDU sogar Naivität vor. „Ich verstehe die CDU, die unter Druck ist durch die AfD. Aber ich warne vor angstgetriebenem Handeln. Wir sind ein Exportland. Wir können keinen Grenzzaun ums Land richten und so tun, als drehe sich die Welt um uns nicht weiter. Für Naivität ist kein Platz mehr.“

Hagel betont in auto motor und sport dagegen, dass der Autokäufer über die Antriebstechnologie entscheiden soll und nicht die Politik. „Elektromobilität, klimaneutrale Verbrenner und Hybride gehören in einen fairen Wettbewerb“, so Hagel. „Natürlich ist auch unser Ziel die Klimaneutralität des Autoverkehrs, aber über den Weg dorthin soll nicht die Politik entscheiden, sondern der technische Fortschritt – und positive Anreize, wie etwa die neue Prämie für Elektroautos.“

Redakteure: Birgit Priemer & Stefan Cerchez
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