Anfang vergangenen Jahres bildete sich bei Delphine allmählich ein Katarakt (Grauer Star). Zunächst nahm sie nur ein verschwommenes Sehen wahr. Zunehmend verschlechterte sich ihr Sehvermögen, bis sie im Dezember 2025 schließlich ihr Augenlicht vollständig verlor. Mit der Rückkehr der Africa Mercy nach Madagaskar konnte Delphines gesundheitliche Situation nun einen neuen Verlauf nehmen. An Bord des Hospitalschiffs wurde sie in einer rund 30-minütigen Operation erfolgreich geheilt. „Zu sehen, wie sie zum ersten Mal seit vielen Monaten wieder sehen und nach so langer Zeit das Gesicht ihrer Tochter wieder erkennen konnte, ist der Grund, warum wir tun, was wir tun“, sagt Ashleigh Wong, Leiterin des Augenheilkundeteams bei Mercy Ships.
Insgesamt ist Mercy Ships nun bereits zum sechsten Mal für einen Hilfseinsatz in Madagaskar. Der erste Besuch des ostafrikanischen Inselstaats liegt genau 30 Jahre
zurück. Ein Zeichen für langjährige Partnerschaft, die darauf abzielt, den Zugang zu chirurgischer Versorgung insbesondere in den Fachbereichen Allgemeine Chirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, allgemeine Kinderchirurgie, pädiatrische Orthopädie, plastisch-rekonstruktive Chirurgie, Augen- und Zahnheilkunde sowie operative Gynäkologie zu verbessern.
Im Rahmen des nun begonnenen Einsatzes rechnet Mercy Ships damit, mehr als 1.400 Operationen sowie mehr als 1.400 zahnärztliche Behandlungen durchzuführen. Neben diesen spendenfinanzierten Eingriffen wird die Organisation in die nachhaltige Stärkung der Gesundheitssysteme des Landes investieren, indem sie mehr als 22.500 Stunden an Schulungen und Fortbildungen für medizinisches Fachpersonal in ganz Madagaskar anbietet.
Für die Einsätze der Hilfsorganisation werden stets ehrenamtliche Fachkräfte in verschiedenen Berufsfeldern gesucht. Wer Interesse an einer Mitarbeit bei Mercy Ships hat, kann sich an das Deutschlandbüro mit Sitz in Landsberg am Lech wenden oder die Arbeit der Organisation mit einer Spende unterstützen. Weitere Informationen auf mercyships.de