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Eine Dekade für den Kreis

Dr. Jens Mischak ist seit zehn Jahren als Erster Kreisbeigeordneter und Landrat im Amt

(lifePR) (Vogelsbergkreis, )
Es ist Freitag, 8. Juli 2016, 17.22 Uhr, als Dr. Jens Mischak in der Ulrichsteiner Sporthalle gemeinsam mit Landrat Manfred Görig und Kreistagsvorsitzendem Dr. Hans Heuser in die Kamera lächelt. Und es ist vermutlich das erste Foto vom Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Mischak. Fast auf den Tag genau ist das nun zehn Jahre her. Seither ist einiges passiert. Von der Richterbank ging es für den Lauterbacher, der vorher schon jahrelang kommunalpolitisch aktiv war, in die Kreisverwaltung am Goldhelg. Es wurden Entscheidungen getroffen, Investitionen auf den Weg gebracht, eine Landratswahl gewonnen, die Weichen für einen Krankenhausneubau gestellt, Vereinsjubiläen gefeiert, Bescheide übergeben – und bei unzähligen Terminen viele Vogelsberger Hände geschüttelt.

Nach zehn Jahren ist die Zeit gekommen, kurz innezuhalten. „In den zurückliegenden Jahren ist einiges passiert. Viel Positives, aber auch sehr viel Herausforderndes“, sagt Dr. Mischak. „Wir haben den Gestaltungsspielraum genutzt und mit vielen Maßnahmen im gesamten Kreis Akzente setzen können. „Selbstredend haben wir noch Aufgaben auf unserer Agenda, aber an vielen Stellen haben wir den Vogelsbergkreis entscheidend vorangebracht“, merkt er an. Hohe Millionenbeträge sind in den zurückliegenden Jahren etwa in die Digitalisierung der Schulen und in den Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten investiert worden.

Hinzugekommen sind in den zurückliegenden Jahren weitere Aufgaben für den Kreis, „von der ich mir wünschte, wir bräuchten uns darum nicht so intensiv zu kümmern“, sagt Dr. Mischak und meint damit den Bevölkerungsschutz und die zivile Verteidigung. „Doch auch hier erledigen wir, gemeinsam mit den Kommunen, ehrenamtlichen Strukturen sowie weiteren Institutionen, konsequent unsere Aufgaben“, macht er deutlich.

Das gilt auch für die Gesundheitsversorgung. „Denn hier konnten wir wichtige Eckpfeiler für die Region einschlagen“, sagt Dr. Mischak. Er spielt damit etwa auf den Spatenstich für das neue Kreiskrankenhaus in Alsfeld im vergangenen Jahr oder die Gründung des ersten interkommunalen MVZ in Grebenhain und Freiensteinau an. „Besonders die Finanzierung des neuen Krankenhauses zu stemmen, war und ist eine echte Aufgabe“, sagt der Gesundheitsdezernent.

Noch in seiner ersten Amtszeit als Erster Kreisbeigeordneter wartete ein weiteres dickes Brett, das es zu bohren galt. „Im März 2020 hatten wir hier im Vogelsbergkreis den ersten Corona-Fall registriert. Was danach kam, ist Geschichte. „Doch die Zeit war für alle Beteiligten wirklich anstrengend und hat an einigen Stellen tiefe Spuren hinterlassen“, sagt Dr. Mischak und erinnert etwa an Impfzentren, die quasi über Nacht entstehen mussten, geschlossene Schulen und Einschränkungen in vielen Lebensbereichen. Eine weitere zu lösende Aufgabe, war die hohe Zahl Geflüchteter, die der Vogelsbergkreis aufnehmen musste. Notunterkünfte wurden aufgebaut, Gemeinschaftsunterkünfte ausgestattet und an vielen Stellen neue Strukturen geschaffen.

„Diese Herausforderungen haben wir angenommen und konsequent bearbeitet“, unterstreicht Dr. Mischak. „Und das werden wir auch in Zukunft so handhaben.“ Denn Strukturwandel, demografische Verschiebungen, fehlende Fachkräfte oder wirtschaftliche Probleme verschwinden nicht, indem man sie ignoriert. „Von Dorf- und Regionalentwicklung, LEADER- und Wirtschaftsförderung über Ausbildungs- und Praktikumsinitiativen oder der Ausbildungsmesse im Herbst – der Kreis setzt an vielen Stellen an, um drängende Fragen in ländlich geprägten Regionen zu bearbeiten“, unterstreicht Dr. Mischak, seit Beginn seiner Amtszeit(en) als Wirtschaftsdezernent in Verantwortung. Denn von Anfang an ist eines ganz wichtig: der enge Austausch mit der Praxis. „Bei Unternehmensbesuchen, wenn Unternehmer oder Handwerker ihre Firma präsentieren, bekomme ich viel von den Sorgen und Nöten mit“, berichtet er. „All das sind Aspekte, die wir aufgreifen und weitertragen, um dort zu helfen, wo wir können.“

Bürgernähe im Amt und harmonische Zusammenarbeit

Ein weiteres wichtiges Kapitel ist der Wechsel in die Rolle des Landrats im Juni 2024, für das er sich eine sehr wichtige Sache vorgenommen hatte: „Die Aufgabe ist zeitlich noch fordernder, da ich qua Amtes in verschiedenen Gremien vertreten bin. Trotzdem habe ich mir vorgenommen viel im Vogelsberg unterwegs zu sein, Vereinsjubiläen mitzufeiern, das Ehrenamt vor Ort zu besuchen und ins Gespräch zu kommen“, betont der Landrat und ergänzt: „Auch deshalb habe ich eine Bürgersprechstunde eingeführt, für die man einen Termin bei mir vereinbaren kann. Ich will nah bei den Menschen sein, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Denn gemeinsam und konstruktiv können wir unsere Heimat den Vogelsberg Stück für Stück noch besser machen.“

Denn die sind – mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen – wichtig. „In der Kreiskoalition mit CDU und SPD kooperieren wir seit zehn Jahren. Seit 2024 gilt das auch für die Zusammenarbeit mit meinen Stellvertreter Patrick Krug“, führt der Landrat aus. „Nicht umsonst haben wir die Koalition im Kreistag in diesem Jahr erneuert und so die Weichen für den Vogelsberg gestellt“, macht der Landrat abschließend klar.
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