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Hand in Hand am „Hubschrauber-Wrack“

Vogelsberger Feuerwehr-Führungskräfte proben die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr

(lifePR) (Vogelsbergkreis, )
Ein Hubschrauber der Bundeswehr stürzt über dem Kreisgebiet ab – ein Szenario, auf das Rettungskräfte vorbereitet sein müssen, auch wenn alle hoffen, dass es nie eintritt. Um im Ernstfall reibungslos zusammenzuarbeiten, trafen sich am gestrigen Mittwoch rund 40 Vertreter der heimischen Feuerwehren und des Amtes für Gefahrenabwehr des Vogelsbergkreises auf dem Standortübungsplatz der Herrenwaldkaserne bei Kirtorf. Auf Einladung des Kampfhubschrauberregiments 36 aus Fritzlar beobachteten sie eine großangelegte Flugunfallalarmübung der Bundeswehr.

Der Hintergrund des vierstündigen Trainings hat einen sehr praktischen Bezug zum Feuerwehralltag: Verunglückt ein Luftfahrzeug der Bundeswehr abseits militärischer Liegenschaften, sind es nach der Alarmierung fast immer die kommunalen Feuerwehren, die als Erste an der Unfallstelle eintreffen. In diesen entscheidenden ersten Minuten geht es um die Menschenrettung, das Eindämmen von Bränden und die sofortige Absicherung der Einsatzstelle.

Erst wenn die spezialisierte Bundeswehr-Feuerwehr am Unglücksort eintrifft, gehen die Zuständigkeiten und die Einsatzleitung an das Militär über. Genau diese Schnittstelle und die geordnete Übergabe standen im Fokus der Übung, bei der das Szenario eines abgestürzten Tiger-Kampfhubschraubers abgearbeitet wurde.

Verfolgt wurden die Abläufe von einer Delegation aus dem Vogelsbergkreis. Neben Landrat Dr. Jens Mischak und Kirtorfs Bürgermeister Christoph Lück machten sich auch Kreisbrandinspektor Marcell Büttner, Kreisbrandmeister Andreas Leinweber, zwei Fachberater aus dem Amt für Gefahrenabwehr sowie diverse Leiter der Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet ein Bild der Lage.
Sie beobachteten genau, wie die alarmierten Notdienste des Regiments anrückten und die Bundeswehr-Feuerwehr die fachgerechte Rettung übernahm.

Im Anschluss an den simulierten Teil landeten zwei Hubschrauber auf dem Übungsgelände. Hier bot sich für die zivilen Führungskräfte die wichtige Gelegenheit, direkt mit den Piloten ins Gespräch zu kommen. An den Maschinen selbst wurden spezifische Gefahrenquellen eines Kampfhubschraubers erläutert – technisches Wissen, das für zivile Retter im Einsatz überlebenswichtig sein kann.

Landrat Dr. Mischak und die Vertreter der Feuerwehren zogen ein durchweg positives Fazit und bedankten sich bei der Bundeswehr für den informativen Einblick. Die Übung habe deutlich gezeigt, wie essenziell die Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) ist – sowohl in der Katastrophenhilfe als auch bei der Landes- und Bündnisverteidigung. Das Resümee der Kreis-Delegation: Ein echter Einsatz lässt sich nur dann erfolgreich bewältigen, wenn alle beteiligten Hilfsorganisationen, ob zivil oder militärisch, auf Augenhöhe kommunizieren und Hand in Hand arbeiten.

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