Mit dem Zusammenschluss des AGAPLESION ELISABETHENSTIFT und dem städtischen Klinikum Darmstadt verschmelzen zwei traditionsreiche Häuser. 1858 als Diakonissenkrankenhaus gegründet, steht das ELISABETHENSTIFT seit fast 170 Jahren für die medizinische Versorgung in Darmstadt und blickt auf eine lange diakonisch-christliche Geschichte zurück. Das städtische Klinikum Darmstadt ging 1612 aus dem ersten Hospital hervor und hat sich von einem ursprünglichen Armenhaus zu einem Maximalversorger entwickelt.
„Die Umsetzung des medizinischen Konzeptes nimmt weiter an Fahrt auf, ab 2027 werden erste Baumaßnahmen an den beiden Standorten Campus Mitte und Campus Woog beginnen“, freuen sich André Schellenberg und Dr. Markus Horneber. „Dabei ist die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu jedem Zeitpunkt gegeben. Auch für die Einweiser ändert sich erstmal nichts.“
Mit dem Vollzug der Gründung nehmen ab sofort auch die drei Geschäftsführer, Sven Axt, kaufmännischer Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsführung, Dr. Jörg Noetzel, medizinischer Geschäftsführer, und Michele Tarquinio, pflegerischer Geschäftsführer, gemeinsam die Verantwortung für beide Häuser und Standorte wahr und werden die Südhessen Kliniken als Geschäftsführungsteam leiten.
Neben den strukturellen Veränderungen stehe aktuell der kulturelle Zusammenschluss im Fokus, erklärt Sven Axt. „Die Mitarbeiter*innen beider Standorte sind der entscheidende Faktor für den erfolgreichen Zusammenschluss. Die christlich-diakonischen Werte des AGAPLESION ELISABETHENSTIFT und die Kultur des städtischen Klinikums Darmstadt werden beide sichtbarer Teil des neuen Krankenhauses an zwei Standorten werden.“
„Mit den Südhessen Kliniken entsteht ein Krankenhausverbund, der die Stärken zweier traditionsreicher Häuser vereint. Unser gemeinsames Ziel ist es, die medizinische Versorgung der Menschen in Darmstadt und Südhessen langfristig auf höchstem Niveau zu sichern und weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Jörg Noetzel. „Der Zusammenschluss eröffnet auch für die Pflege neue Perspektiven. Gemeinsam entwickeln wir attraktive Arbeitsbedingungen, moderne Versorgungskonzepte und zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeitenden“, ergänzt Michele Tarquinio.
Bei dem Zusammenschluss der Häuser sei es wichtig, alle Mitarbeitende einzubinden und zu informieren: „Ich freue mich in diesem Zusammenhang, dass rund 300 Mitarbeitende beider Häuser gemeinsam beim Merck-Firmenlauf teilgenommen haben. Zusätzlich planen wir derzeit mehrere Afterwork-Events sowie im Spätsommer ein großes Sommerfest.“ Hintergrund sei, dass sich Mitarbeitende beider Häuser kennenlernen sollen: „Das Entwickeln einer gemeinsamen Kultur, in der sich beide Träger wiederfinden, ist unerlässlich für einen guten und funktionierenden Zusammenschluss. Die ersten gemeinsamen Veranstaltungen zeigen hier bereits ein positives Bild“, so Sven Axt.
„Die aktuelle Gesetzgebung des Bundes zeigt einmal mehr, wie wichtig und richtungsweisend der Zusammenschluss unserer beiden Krankenhäuser ist“, erläutern Dr. Markus Horneber und André Schellenberg. „Das im April 2026 vom Bundeskabinett beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz enthält hohe pauschale Kürzungen für alle Krankenhäuser, denen bis 2030 nach Hochrechnungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft rund 30 Milliarden Euro fehlen werden und einen Großteil der Sparmaßnahmen tragen sollen. Ohne sinnvolle Verbundlösungen wäre es noch viel schwieriger, diese unverhältnismäßig hohen finanziellen Einschnitte, die den Bestand der deutschen Krankenhauslandschaft gefährden, zu meistern“, so Horneber und Schellenberg abschließend.
über AGAPLESION
Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheitseinrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken.
Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 22 Krankenhausstandorte mit 6.443 Betten, 39 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit 3.524 Pflegeplätzen, fünf Hospize, 34 Medizinische Versorgungszentren, sieben Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. Darüber hinaus bildet AGAPLESION an 15 Standorten im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege aus. 22.000 Mitarbeiter:innen sorgen für eine patient:innenorientierte Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden mehr als eine Million Patient:innen versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen 1,8 Milliarden Euro.
Die alleinigen Aktionäre der AGAPLESION gAG sind verschiedene traditionsreiche Diakoniewerke und Kirchen. Auch durch diese Aktionäre ist die AGAPLESION gAG fest in der Diakonie verwurzelt und setzt das Wohl ihrer Patient:innen, Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen als Maßstab für ihr Handeln.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.agaplesion.de.