Kontakt
QR-Code für die aktuelle URL

Story Box-ID: 1030087

Klinikum Darmstadt GmbH Grafenstraße 9 64283 Darmstadt, Deutschland http://www.klinikum-darmstadt.de
Ansprechpartner:in Frau Ariane Steinmetz +49 6151 1076746

Darf ich vor Angehörigen weinen?

Psychologische Unterstützung für Mitarbeitende, Angehörige und Patient*innen auf den Intensivstationen im Klinikum Darmstadt

(lifePR) (Darmstadt, )
Ein Unfall reißt einen Menschen mitten aus dem Leben. Schwerverletzt kämpft er auf der Intensivstation um sein Leben oder bei einer Operation kommt es zu Komplikationen und plötzlich entsteht eine lebensbedrohliche Situation.  Ausnahmesituationen für Patient*innen und deren Zugehörige, aber auch für die Mitarbeitenden auf der Intensivstation. Das Übermitteln von schlechten Prognosen, unerwartetes Versterben, oder auch emotional aufgebrachte Angehörige können Mitarbeitende aus Pflege und ärztlichem Dienst gleichermaßen belasten.

„In diesen Momenten bin ich da und begleite“, sagt Laura Quattek. Die Psychologin arbeitet seit einem Jahr auf der Intensivstation im Klinikum Darmstadt und unterstützt Patient*innen, Zugehörige und Mitarbeitende in diesen herausfordernden Situationen.

„Ich erlebe eine große Dankbarkeit, insbesondere bei den Angehörigen mit denen ich insgesamt meist mehr Kontakt habe als mit den Patient*innen, da diese ja häufig nicht bei Bewusstsein sind. Für den Patient*innen wird in diesen Situationen medizinisch alles getan, aber die Angehörigen bleiben alleine mit ihren Sorgen und Ängsten“, erklärt sie. Laura Quattek erklärt Abläufe, nimmt Anteil und hört zu. Ihre Arbeit mit den Angehörigen entlastet auch die Mitarbeitenden auf der Intensivstation.

„Darf ich vor Angehörigen weinen oder wirkt das unprofessionell? Das ist beispielsweise eine Frage, die die Mitarbeitenden beschäftigt“, erklärt sie. „Viele haben ihre Bewältigungsstrategien mit den herausfordernden Situationen, die wir jeden Tag haben, umzugehen, aber es ist auch wichtig Instrumente anzubieten, mit denen man sich weiter entwickeln kann oder auch die bestehenden Strategien hinterfragen.“

Die Patient*innen merken die Arbeit von Laura Quattek meist erst nach der Akutphase. Dann, wenn sie beispielweise in ihrem Intensiv-Tagebuch blättern oder wenn sie nach dem Aufwachen mit ihr die Zeit rekonstruieren, in der sie nicht bei Bewusstsein waren. „Das Intensiv-Tagebuch wird gemeinsam mit dem Behandlungsteam und den Angehörigen geführt und soll beschreiben, was in der Zeit auf der Intensivstation passiert ist. Denn manche Patient*innen wachen auf, und es fehlen ihnen Tage oder Wochen“, erklärt die Psychologin.

Das Klinikum Darmstadt ist ein Maximalversorger mit der höchsten Stufe der Notfallversorgung, einem Traumazentrum und einem onkologischen Schwerpunkt. Das bedeutet, dass die Mitarbeitenden häufig mit schweren Schicksalen konfrontiert sind. Aus diesem Grund hat die psychosoziale Unterstützung der Mitarbeitenden einen hohen Stellenwert – auch außerhalb der Intensivstation. In einigen Bereichen wurde „Kollegiale Krisenbegleiter“ ausgebildet, die niedrigschwellig, kollegial, zeitnah und vertrauensvoll als Ansprechpartner*innen für belastete Kolleg*innen fungieren und auch proaktiv auf Kolleg*innen zugehen, wenn sie das Gefühl haben, hier hat jemand eine Situation nicht gut verarbeitet. Ist eine professionelle und langfristige Unterstützung notwendig, übernehmen Arbeitspsychologen, beispielweise Laura Quattek, die neben ihrer Arbeit auf der Intensivstation das Projekt mit koordiniert.

„Wir sind stolz und dankbar, dass wir den psychologischen Dienst der Intensivstation hier am Haus aufbauen und etablieren dürften. Im Herbst erweitern wir das Angebot ebenfalls auf die internistische sowie die neurologische Intensivstation und unterstützen darüber hinaus die Zentrale Notaufnahme, falls eine Krisenintervention gebraucht wird“, sagt Psychologin Lotte Schwärzel, Leitung des Bereichs Organisations- und Führungskräfteentwicklung im Klinikum, die auch den psychologischen Dienst der Intensivstation verantwortet.

Website Promotion

Website Promotion
Für die oben stehenden Storys, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Titel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Texte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.
Wichtiger Hinweis:

Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH gestattet.

unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH 2002–2026, Alle Rechte vorbehalten

Für die oben stehenden Storys, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Titel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Texte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.