Andreas Hildebrandt studierte Bild- und Tontechnik an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf und schloss das Studium als Diplomingenieur ab. Seit 2003 besitzt er sein eigenes Studio in Köln.
Als Sounddesigner, Tonmeister am Set und/oder Mischtonmeister zeichnet er für renommierte und preisgekrönte Filme wie »Nymphomaniac«, »Onoda«, »In My Room«, »The House That Jack Built«, »High Life« und »Sieben Winter in Teheran« verantwortlich. Er arbeitete mit Regiegrößen wie Arthur Harari, Benoît Jacquot, Bertrand Bonello, Lars von Trier und Claire Denis zusammen. Für den Dokumentarfilm »In den Uffizien« war er für den Deutschen Filmpreis 2022 in der Kategorie Beste Tongestaltung nominiert.
Andreas Hildebrandt ist Mitglied der Deutschen Filmakademie und Mitglied der Berufsvereinigung Filmton bvft, dort war er von 2009 bis 2015 auch Mitglied des Vorstands. Seit 2015 lehrt er an deutschen Filmhochschulen.
Seine Arbeit als Tongestalter und Sound Editor beschreibt Andreas Hildebrandt so: „Die filmische Tonebene bietet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten: Realismus, Abstraktion, Reduktion, Subjektivität, Dynamik, Klangfarbe u.v.m. Ein filmisches Werk kann seine Wirkung nur dann voll entfalten, wenn es uns gelingt, die Möglichkeiten der Tongestaltung inspiriert und effektiv einzusetzen. ‚Sounddesign‘ bedeutet eine ständige Auseinandersetzung mit der Welt der Klänge und mit Film als Gesamtkunstwerk. In diesem Sinne möchte ich die Studierenden bei der Planung und bei der ästhetischen und technischen Umsetzung ihrer filmischen Werke unterstützen.“
Nadja Radojevic, Geschäftsführerin der ifs: „Mit der Schaffung einer gesonderten Professur für Tongestaltung / Sound Editing stärkt die ifs das Profil des Studienschwerpunkts Editing Bild & Ton, der Bildschnitt und Tongestaltung gleichermaßen berücksichtigt. Ich freue mich sehr, dass wir mit Andreas Hildebrandt einen national und international renommierten Tongestalter und Sound Editor gewinnen konnten. Mit seiner umfangreichen Expertise, sowohl bei Spiel- als auch bei Dokumentarfilmen, wird er die Lehre im Fachschwerpunkt Editing Bild & Ton bereichern.“
Im Jahr 2000 gegründet, gehört die ifs Internationale Filmschule Köln zu den führenden Aus- und Weiterbildungseinrichtungen für audiovisuelle Medien in Deutschland. Ihr Ziel ist es, Film- und Medienschaffenden in enger Verschränkung von Theorie und Praxis eine hochwertige, zukunftsorientierte Ausbildung zu bieten. Der Sitz am Film- und Medienstandort Köln prägt in besonderem Maße ihren Anspruch der Branchennähe. Die ifs ist eine Tochtergesellschaft der Film- und Medienstiftung NRW.
Die Studiengänge werden in Kooperation mit der TH Köln angeboten, entsprechend werden die Professor*innen von der TH Köln berufen.