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Wildpflanzenversuch im Wissenschaftspark

Hochschule und Stadt Osnabrück nutzen Freiräume für angewandte Forschung

(lifePR) (Osnabrück, )
Früher Militärkaserne, jetzt ein - im Wortsinne - Forschungsfeld, auf dem Wildpflanzen wie Wilde Möhre, Margerite, Rotklee oder Färber-Resede blühen: Im Wissenschaftspark Osnabrück, gelegen an der Sedanstraße, startete die Hochschule Osnabrück 2014 auf einem Hektar Fläche einen Versuch mit unterschiedlichen Wildpflanzen-Blühmischungen. Nun kamen Vertreterinnen und Vertreter der Osnabrücker Institutionen zusammen, die diese Forschungsarbeiten möglich gemacht haben. Gemeinsam haben sie eine wissenschaftlich wertvolle Zwischennutzung von Freiflächen realisiert, die bald Standorte für innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen sein werden.

"Der Wissenschaftspark Osnabrück ist speziell für Unternehmen da, die einen besonderen Forschungs- und Entwicklungsbezug haben, viele hochqualifizierte Mitarbeiter haben und innovativ sind", erläutert Sonja Ende, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Osnabrück. Nach und nach werden die Grundstücke an Investoren vergeben, die den hohen Ansprüchen genügen. "Es wäre bedauerlich, wenn es da keine Zwischennutzung gäbe und die Flächen brachliegen müssten. Von daher war ich begeistert, als es vonseiten der Hochschule Interesse gab."

Nach der Aussaat von neu entwickelten Wildpflanzensaatmischungen im Frühjahr 2014 können Prof. Dr. Kathrin Kiehl und Dr. Roland Schröder von der Hochschule Osnabrück nun vor Ort den Einfluss der Standortbedingungen und der unterschiedlichen Wildpflanzenmischungen auf die Vegetationsentwicklung analysieren. Kathrin Kiehl ist hier im Rahmen ihrer vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Forschungsprofessur "Bedeutung naturnaher Begrünungsverfahren für die Renaturierung urban-industrieller Lebensräume" tätig.

In Kooperation mit der Stadt Osnabrück und dem Osnabrücker BienenBündnis werden Verfahren erprobt, die sich auch für kurzfristige Begrünungen von Flächen eignen, die nur zeitweise zur Verfügung stehen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein Blütenmeer, das für Bienen und andere Insekten eine wichtige Pollen- und Nektarquelle darstellt. "Die Politik gab uns vor zwei Jahren den Auftrag, einen Aktionsplan gegen das Bienensterben ins Leben zu rufen. Das BienenBündnis Osnabrück will die Lebensbedingungen für Honig- und Wildbienen in der Stadt verbessern", erläutert Christiane Balks-Lehmann, Leiterin des Fachdienstes Naturschutz und Landschaftsplanung der Stadt Osnabrück, ihre Beweggründe, das Forschungsprojekt zu unterstützen.

Die Stadt entwickelt im Wissenschaftspark einen hochwertigen Standort für wissensbasierte Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen. Daher sucht die Osnabrücker Beteiligungs- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft für die Flächen Investoren. Durch die Begrünung wurde auch die Attraktivität der Konversionsflächen gesteigert. "Die gute Zusammenarbeit freut uns sehr. Hier konnten die Interessen von vielen Beteiligten zusammengebracht werden", bedankt sich Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung der Hochschule Osnabrück bei Ende, Balks-Lehmann, Kiehl und Schröder sowie bei Jürgen Adammek, dem kaufmännischen Leiter der Osnabrücker Beteiligungs- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, und bei Dr. Gerold Holtkamp, dem Leiter des Wissens- und Technologietransfers von Hochschule und Universität Osnabrück.

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