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Pressemitteilung BoxID: 643454 (Hochschule Osnabrück)
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Impulse aus der Hochschulforschung für ein professionelleres Hochschulmanagement

Tagungsteilnehmende der Hochschule Osnabrück erarbeiten Leitlinien für bessere Zusammenarbeit

(lifePR) (Osnabrück, ) Das Managen von Hochschulen ist gerade in den vergangenen Jahren komplizierter und vielfältiger geworden. Die Zahl der Studierenden und der Studiengänge hat enorm zugenommen. Neben Forschung und Lehre übernehmen Hochschulen zudem immer häufiger eine „dritte Mission“, das heißt, mehr gesellschaftliche und soziale Verantwortung. Für Hochschulmanager eine Herausforderung.

Parallel dazu entwickelt sich die Disziplin der Forschung über Hochschulen rasant. Förderprogramme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, spezifische Institute und Organisationen treiben ihre Entwicklung intensiv voran.

Über Perspektiven der Zusammenarbeit von Theorie und Praxis diskutierten jetzt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 14. Osnabrücker Kolloquiums des MBA-Studiengangs Hochschul -und Wissenschaftsmanagement (HWM) an der Hochschule Osnabrück.

„Derzeit ist es noch so, dass dem Hochschulmanagement teilweise die theoretische Fundierung fehlt. Auf der anderen Seite schrecken manche Hochschulforscher und Hochschulforscherinnen davor zurück, ihre Ergebnisse in praktische Handlungsanweisungen zu übersetzen“, beschrieb Organisator Frank Ziegele den Status Quo.

Der Hochschulmanagement-Professor und sein Kollege Prof. Dr. Hans Vossensteyn, erarbeiteten in Workshops und Diskussionsrunden mit den Tagungsteilnehmenden, einen umfangreichen Leitfaden für ein besseres Zusammenwirken.

„Wir müssen uns aufeinander zubewegen“, formulierte Vossensteyn den ersten erforderlichen Schritt. Wenn sich die Praxis darauf einlasse, ihr Tun auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu fundieren und die Forschung es als Aufgabe akzeptiere, der Praxis Forschungsergebnisse zu liefern, könne das gelingen.

„Damit der Wissenstransfer funktioniert, brauchen wir zum Beispiel institutionalisierte Diskussionsrunden zwischen Forschung und Praxis. Wir brauchen auch Mittler, die sich sowohl im Hochschulmanagement als auch in der Hochschulforschung sicher bewegen und ein Brücke schlagen können, sowie Frühwarnsysteme, die Praxisfragen rechtzeitig zu Forschungsfragen machen“, fasste Ziegele wesentliche Punkte des Leitfades zusammen.

Hochschulmanager müssten sich darauf einlassen, Erkenntnisse der Hochschulforscher anzunehmen und für ihren spezifischen Bedarf zu adaptieren. Sie sollten selber Fragen an die Forschung formulieren und sich für die erforderliche Reflexion in der täglichen Arbeit Zeit nehmen. Hochschulforscher wiederum sollten es befürworten, dass ihre Ergebnisse in „Produkte“, wie Checklisten, Kriteriensets, oder goldene Regeln übertragen werden und helfen, die Komplexität von Forschungsergebnissen zu reduzieren, fassten die Professoren die Forderungen an die Fachleute beider Seiten zusammen.

Wie Forschungsergebnisse ganz konkret in die Managementpraxis übertragen werden können, stellten auf dem Kolloquium Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs HWM mit der Präsentation ihrer Masterarbeiten vor.

„Rekrutierung von Professorinnen als Gleichstellungsstrategie“ oder „Personalmarketing-Konzept für Fachhochschulen“, waren nur zwei der Themen, mit denen sich die Absolventen während ihres Studiums ausführlich beschäftigt hatten. Aus allen Arbeiten lassen sich praktische Handlungsempfehlungen für das Managen von Hochschulen ableiten.

Das seien tolle Beispiele dafür, wie Theorie und Praxis miteinander verbunden werden könnten, betonten Vossensteyn und Ziegele. Zusammen mit dem Leitfaden gehe von der Tagung ein deutlicher Diskussionsimpuls an die Fachwelt aus, äußerten sich die Professoren zuversichtlich.

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