Berufsschullehrer braucht das Land

Die Hochschule Geisenheim eröffnet Bachelor-Studierenden der Landschaftsarchitektur seit 2013 die Möglichkeit, sich zum/zur Berufsschullehrer/-in für Garten- und Landschaftsbau weiterzubilden

Prof. Gerd Helget gratuliert Stefanie Bürger zum Abschluss ihres Referendariats © Hochschule Geisenheim (lifePR) ( Geisenheim, )
Im Bereich Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) besteht – wie auch im Gartenbau – ein akuter Mangel an Fachlehrerinnen und -lehrern an beruflichen Schulen. 2013 haben die Hochschule Geisenheim und die TU Darmstadt deshalb eine deutschlandweit einmalige Kooperation gestartet: Studierende der Hochschule Geisenheim belegen bereits im Bachelor-Studium der Landschaftsarchitektur fachdidaktische und berufspädagogische Module, die sie auf den Master „Lehramt an beruflichen Schulen“ an der TU Darmstadt und die berufliche Praxis vorbereiten. Mit Stefanie Bürger hat nun die erste Absolventin, die diese Spezialisierungsmodule in Geisenheim belegt hat, auch den Master und ihr Referendariat erfolgreich abgeschlossen.

„Als ich 2013 von der neuen Kooperation gehört habe, habe ich meine Selbstständigkeit aufgegeben und mich für die Karriere als Berufsschullehrerin entschieden“, sagt Bürger. Nach einer Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin hatte sie 2006 bis 2009 ihr Bachelor-Studium Landschaftsarchitektur an der Hochschule Geisenheim absolviert und war danach als Bauleiterin tätig. Im Wintersemester 2013/14 belegte sie in Geisenheim dann die Module, die Voraussetzung für den Master in Darmstadt waren. „Die Möglichkeit, sich dabei schon direkt an der Berufsschule auszuprobieren, hat mich sehr gut auf meine jetzige Tätigkeit an der Staatlichen Berufsschule Karben vorbereitet“, so die Lehrerin.

Wer sich regulär für die Spezialisierungsrichtung „Berufschullehrer/in für Garten- und Landschaftsbau“ entscheidet, integriert die Module der Lehrerausbildung – Grundlagen der Berufspädagogik, Fachdidaktik und die Schulpraktischen Studien – in sein 7-semestriges Bachelor-Studium der Landschaftsarchitektur. Die Module werden in Zusammenarbeit mit der Philipp-Holzmann-Schule in Frankfurt angeboten.

„Das Modell bietet für alle Seiten Vorteile: Die Berufsschulen bekommen die dringend benötigten, fachlich hervorragend ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer“, so Prof. Dipl.-Ing. Gerd Helget, Verantwortlicher für die Vertiefungsrichtung an der Hochschule Geisenheim. „Gleichzeitig erwerben die Studierenden einen vollwertigen, berufsqualifizierenden Bachelor-Abschluss – sie sind so fit für den Berufseinstieg und nicht auf das Master-Studium angewiesen, wenn sich ihre Pläne einmal ändern.“

Im Anschluss an das Bachelor-Studium belegen die angehenden Berufsschullehrerinnen und -lehrer im Master-Studium an der TU Darmstadt die rein pädagogischen Module und die Pflichtveranstaltungen des zweiten Fachs wie Deutsch, Mathematik oder Sport. Das Hessische Kultusministerium (HKM) setzt den Abschluss an der TU Darmstadt dem Ersten Staatsexamen gleich. Danach folgt das Referendariat an einer gartenbaulichen Berufsschule.

Die Hochschule Geisenheim bietet das Modell auch für angehende Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer für den Gartenbau an. Hierzu absolvieren die Interessierten das Bachelor-Studium Gartenbau an der Hochschule Geisenheim und qualifizieren sich ebenfalls über fachdidaktische und berufspädagogische Module für das weiterführende Master-Studium an der TU Darmstadt. Der Studienbeginn ist regulär zum Wintersemester möglich. Interessierte müssen dafür das für ein Studium an der Hochschule Geisenheim obligatorische Vorpraktikum nachweisen. Die Bewerbung für einen Studienplatz ab dem Wintersemester 2018/19 ist ab Mai 2018 möglich.
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