Zur Vertiefung und Erweiterung der bisherigen Forschungstätigkeiten wird durch die neuen Fördermittel des „HAW direkt“-Programms ein zusätzlicher Geräteverbund angeschafft, um die bisherige Forschungs-Systemlandschaft weiter auszubauen. Unter anderem handelt es sich um sogenannte Remote Control Units, mit deren Hilfe Daten von der Gebäudeleittechnik des neuen Hochschulgebäudes C gesammelt und in das bestehende System integriert werden können. Des Weiteren ist die Installation zweier Wetterstationen auf dem Hochschulcampus in der Ernst-Boehe-Straße und im zur Hochschule zugehörigen Ostasieninstitut (OAI), das direkt am Rhein gelegen ist, geplant. Mit Hilfe der Wetterstationen sollen lokale, standortbezogene Klimadaten in Echtzeit erfasst werden. So lassen sich die bisherigen KI-gestützten Raumklimaanalysen durch die Berücksichtigung externer Umweltfaktoren weiter verbessern. Darüber hinaus ist die Installation zusätzlicher Energiezähler und Sensoren im OAI vorgesehen, mit denen Raumklima und Energieverbräuche in den Hörsälen an diesem bislang nicht integrierten Hochschulstandort erfasst werden können. Auch die KI-gestützten Datenanalysen können so auf diesen Standort ausgedehnt werden.
Durch die Erweiterung der Forschungs-Systemlandschaft werden neue Forschungsergebnisse erwartet, die als Referenz für Transferprojekte mit öffentlichen Liegenschaften oder Unternehmen zur Konzeptionierung und Implementierung von intelligenten, maßgeschneiderten Campusnetzen dienen können.
Zum Hintergrund
Das Förderprogramm „HAW-direkt“ richtet sich gezielt an die staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Beantragt werden konnten Mittel zur projektbezogenen Beschaffung von Geräten für Forschungsvorhaben, die einen spezifischen Beitrag zu den gesellschaftlich wichtigen Bereichen Gesundheit, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder insbesondere zu einem der landespolitischen Schwerpunktthemen Biotechnologie, Künstliche Intelligenz oder Wasserstofftechnologien leisten.
Alle sieben HAW des Landes erhalten von Juli 2026 bis Ende Dezember 2026 insgesamt rund eine Million Euro im Rahmen des Förderprogramms „HAW-direkt“ für den Auf- und Ausbau ihrer Forschungskapazitäten in den Kompetenzfeldern Gesundheit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die Landesförderung, insgesamt werden 17 Maßnahmen gezielt unterstützt, soll die HAW darüber hinaus im Wettbewerb um Drittmittel und für erfolgreiche Beteiligungen an Förderprogrammen stärken, beispielsweise an den HAW-Förderprogrammen der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), an den EU-Förderprogrammen oder den Förderprogrammen der Bundesministerien, insbesondere des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Nähere Infos hierzu unter: https://mwwg.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/wissenschaftsminister-clemens-hoch-haw-direkt-hochschulen-fuer-angewandte-wissenschaften-erhalten-auch-2026-rund-eine-million-euro-fuer-ausbau-der-forschungskapazitaeten