Tiergestützte Therapie wirkt gegen Stress
Wie Sozialpädagoge Matthias Haas, Abteilungsleiter Sozialpädagogischer Dienst und Fachkraft für Tiergestützte Therapie, erklärt, stellt die tiergestützte Intervention in der neurologischen Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen eine zunehmend etablierte, evidenzbasierte Ergänzung klassischer Therapieformen dar. Die Interaktion zwischen Mensch und Tier kann die motorischen, kognitiven, emotionalen und sozialen Funktionen gezielt fördern. Studien hätten gezeigt, dass Tiere als „sozialer Katalysator“ wirken und sowohl physiologische als auch psychologische Prozesse aktivieren. Dazu gehöre eine Reduktion von Stressparametern, eine Verbesserung der Aufmerksamkeit sowie eine Steigerung der emotionalen Stabilität und Selbstwirksamkeit.
Ponyprojekt bringt Freude
Für ihn selber sei das Ponyprojekt im Sommer immer ein echtes Highlight. Es bringe eine besondere, lebendige Energie in das Hegau-Jugendwerk. Der therapeutische Alltag werde auf eine „wunderbare Weise“ bereichert. Besonders beeindruckend sei immer wieder zu beobachten wie die kleinen und jungen Patientinnen und Patienten durch den Kontakt mit den Tieren spürbar entspannen und oft neue Zugänge zu ihren eigenen Fähigkeiten finden. Außerdem schaffe das Projekt Momente von echter Freude – etwas, das in einer Reha‑Situation unbezahlbar sei.